Fussball

Keine Champions-League-Reform geplant

Von Mario Janosec
UEFA-Boss Michel Platini hat keine Reform des Champions-League-Formats im Sinn
© getty

Michel Platini hat Gerüchte dementiert, wonach man die Europa League abschaffen und gleichzeitig die Champions League aufblähen wolle. Zudem kündigte er eine konsequente Umsetzung des Financial Fairplays an.

Obwohl die Europa League nach der Königsklasse der zweitwichtigste Fußballwettbewerb ist, fehlt es ihr an Prestige. "Die Champions League hatte durch ihre gewaltige Aufmerksamkeit die anderen Wettbewerbe vernichtet", erklärte Platini in der "Bild".

Spekulationen über eine mögliche Abschaffung des Turniers erteilte er allerdings eine klare Absage: "Nein, da ist viel Falsches geschrieben worden, auch in der 'Bild'. Wir haben ein paar Überlegungen angestellt. Im Moment ist es der Wille von fast allen, nichts zu ändern."

Die Pläne würden sich demnach in eine völlig konträre Richtung entwickeln, auch wenn die Dominanz der Champions League unbestritten sei.

"Die Europa League ist der Pokal des Herzens. Hier kann jeder gewinnen", sagte Platini. Man wolle diese "wieder aufwerten", so der 57-Jährige.

Dortmund und Bayern Favoriten

In der laufenden Champions-League-Saison haben sich sowohl Dortmund als auch die Bayern eine gute Ausgangslage für das Weiterkommen in das Viertelfinale erspielt. Der UEFA-Boss traut den Bundesligisten noch einiges mehr zu: "Im Moment sind beide Teams Mitfavoriten."

Der Franzose versicherte zudem, dass die finanzielle Kontrolle der Vereine, das sogenannte Financial Fairplay, bald umgesetzt werden soll.

Platini, der sich selbst als Romantiker des Fußballs bezeichnet, kündigte an: "Ab Mai 2014 wird das Financial Fairplay umgesetzt. Wenn sich ein Klub nicht an die Regeln hält, die wir alle verabschiedet haben, werden wir keine Konzessionen machen. Da bin ich überhaupt nicht romantisch, da bin ich sehr deutsch."

Der Spielplan zur Champions League

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