FCB und FCB in einer anderen Liga

Von Andreas Lehner / Fatih Demireli
Götze, Messi, Ribery, Ronaldo oder Drogba: Wer gewinnt die Champions League?
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8. Paris St.-Germain

Die letzten vier Ergebnisse: 3:1 Bastia (H), 4:0 Toulouse (A), 1:0 Lille (H), 3:1 Toulouse (H)

Das Wintertransferfenster nutzte PSG um nochmal Werbung in eigener Sache zu machen. Mit David Beckham wurde ein weiterer großer Name verpflichtet, der Aufmerksamkeit für das Projekt von Scheich Nasser Al-Khelaifi garantierte. Der sportliche Wert sei dahin gestellt, in den Kader für das Duell mit Valencia schaffte es Beckham jedenfalls nicht.

Auch in der Liga ist er noch ohne Einsatz. Das Team von Trainer Carlo Ancelotti strebt in der Ligue 1 der ersten Meisterschaft seit 1994 entgegen. Die letzte Niederlage datiert vom 1. Dezember, damals gegen OGC Nizza.

Anders als Beckham ist dagegen der zweite Winterneuzugang Lucas Moura sofort zu einer spielbestimmenden Figur geworden. Trotzdem hängt das Gebilde PSG noch immer stark von Superstar Zlatan Ibrahimovic ab. Jeremy Menez, Javier Pastore und Ezequiel Lavezzi sind in ihren Leistungen noch zu schwankend. Konstant liefert dagegen Marco Verratti gute Leistungen ab.

Zlatan Ibrahimovic im SPOX-Interview: "Ich lebe für den Moment"

 

7. FC Porto

Die letzten vier Ergebnisse: 1:1 SC Olhanense (H), 4:0 Vitoria Guimaraes (A), 5:0 Gil Vicente (H), 3:0 Vitoria Setubal (A)

18 Spiele, 14 Siege, vier Remis, die meisten Tore, die wenigsten Gegentore: Nimmt man mal das fast genauso starke Benfica raus, ist der FC Porto national konkurrenzlos. In der Champions League ist man souverän weitergekommen. Auch wenn vor und während der Saison wieder einige wichtige Spieler abgegeben wurden (Guarin, Pereira, Hulk), hat die Mannschaft an Substanz nicht verloren.

Jackson Martinez ist der Mann, der für die Tore sorgt, Joao Moutinho ist der Strippenzieher. Hinten ist Argentiniens Nationalspieler Nicolas Otamendi eine Bank. Problematisch ist der Ausfall von James Rodriguez, der zumindest im Achtelfinal-Hinspiel gegen Malaga noch ausfallen wird. Gerade dieses Los ist für die Portugiesen machbar. Danach wird das Losglück über den weiteren Weg entscheiden.

 

6. Real Madrid

Die letzten vier Ergebnisse: 4:1 FC Sevilla (H), 0:1 FC Granada (A), 1:1 Barcelona (H), 4:0 Getafe (H)

Der Zug in der Liga ist abgefahren: Da wird der FC Barcelona - sollte kein neuzeitiges Wunder mehr geschehen - die Meisterschaft einfahren. Schwächelt Barca, steht Atletico Madrid im Weg. Sieht man es positiv, kann sich Real voll auf die Champions League konzentrieren. Aber: Jeder doch so kleine Rückschlag drückt auf den königlichen Nerv und sorgt sofort für Unruhe.

Das aktuelle Real ist ein gebrechliches Gebilde, das ob des problematischen Verhältnisses zwischen Trainer und Teile der Mannschaft bedroht wird. Real kann es sich eigentlich gar nicht leisten, Liga und Copa del Rey, wo man auch noch eine Finalchance hat, außer Acht zu lassen. Das primäre Ziel heißt aber Champions League, nachdem man seit elf Jahren auf einen internationalen Titel wartet. Trotz aller Probleme hat die Mannschaft nach wie vor eine immense Klasse in den eigenen Reihen, zumal Real längst nicht mehr nur Ronaldo ist. Mesut Özil tritt aus dem Schatten, auch Luka Modric taut auf.

 

5. Borussia Dortmund

Die letzten vier Ergebnisse: 1:4 Hamburger SV (H), 3:2 Leverkusen (A), 3:0 Nürnberg (H), 5:0 Werder Bremen (A)

Das 1:4 gegen den Hamburger SV war die erste Pleite seit Anfang Dezember. Die deutliche Niederlage diente zumindest als Warnung, wie es um den BVB stehen kann, wenn die Konzentration nachlässt bzw. der nicht allzu breite Kader dezimiert ist. Auch das 3:2 in Leverkusen war längst nicht so souverän. Besonders in der Defensive offenbarte Dortmund ungewohnte Schwächen, ließ in zwei Spielen 39 Torschüsse zu.

Eine Negativtendenz ist aber nicht zu erkennen. Denn: Punkt- und tortechnisch legte die Klopp-Truppe zuvor den besten Rückrundenstart der Vereinsgeschichte hin und ist so gefestigt, dass zwischenzeitliche Rückschläge die Entwicklung nicht stoppen oder stören sollten. Hinzu kommt die Fähigkeit der punktgenauen Konzentration in den wichtigen Spielen: Die Auftritte in der Champions League, aber auch in der Bundesliga dienen als Beleg. Nicht außer Acht zu lassen ist die individuelle Klasse und Form von Götze, Reus und Co.

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