Bayern München nach dem Badstuber-Ausfall

Gesucht: Die sichere Lösung

Von Fatih Demireli
Mittwoch, 05.12.2012 | 14:28 Uhr
Dante und Jerome Boateng bilden wohl Bayerns Innenverteidigung
© Imago
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Holger Badstuber fällt nach seinem Kreuzbandriss für den Rest der Saison aus. Beim FC Bayern München beginnt die Suche nach Lösungen in der Innenverteidigung. Trainer Jupp Heynckes hat viele Alternativen - nicht nur in der Abwehr. Welche ist die beste Lösung?

Die Laufleistungen der Bundesliga-Trainer werden von Datenerfassern bis dato (noch) nicht ermittelt. Sie hätten keine besondere Aussagekraft und Jupp Heynckes würde sich für seine Kilometerleistung ohnehin nicht interessieren. Der Trainer des FC Bayern sympathisiert mit Statistiken und Zahlenspielereien einfach nicht.

Würde man das Auf- und Ablaufen der Trainer an der Seitenlinie tatsächlich erfassen, wäre der älteste Trainer der Bundesliga in der Wertung vermutlich ganz weit vorne. Heynckes bleibt selten sitzen, lotet in der Coaching Zone regelmäßig die Grenzen aus und lebt förmlich jedes Spiel 90 Minuten mit.

Am Samstagabend stand Heynckes für einige Momente still. Für ein paar Minuten sah er nicht zu, wie seine Elf gegen Borussia Dortmund agierte. Denn vor ihm, vor der Trainerbank, lag Holger Badstuber.

"Bitter für Holger"

Den Arm über den Kopf gezogen, voller Schmerzen, aber quasi regungslos lag Badstuber auf der Trage vor der Bayern-Bank und wartete, dass sich die Pforte zu den Katakomben öffnete.

Heynckes versuchte seinen jungen Abwehrspieler zu trösten, tätschelte ihn immer wieder am Kopf und an der Brust - bis Badstuber, der soeben einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten hatte, von dannen getragen werden konnte.

"Es ist natürlich bitter und schade für Holger", sagt Heynckes über den Ausfall seines Verteidigers, der am Montag in Augsburg erfolgreich operiert wurde und rund sechs Monate ausfällt. Die Saison für Badstuber ist gelaufen, ein "großer Verlust" für den FC Bayern, wie alle Münchener betonen.

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Wer ersetzt Badstuber?

Seit Samstag wechseln sich Trauerbekundungen und Gesundungswünsche ab. Aber längst entwickelten sich auch Gedankenspiele über Alternativmöglichkeiten. Eine Maßnahme schlossen die Münchener noch in der Tatnacht aus: Die Bayern werden Badstubers Stelle nicht extern nachbesetzen - zumindest nicht im Winter.

Für Heynckes hat diese Entscheidung einen recht simplen Grund: "Ich sehe im Winter keinen Innenverteidiger in Europa, der uns verstärken könnte." Zumindest keiner, der für kleines Geld viel Qualität mitbringen könnte. Eine 1-A-Lösung macht ohnehin keinen Sinn, weil Badstuber spätestens im Sommer wieder zurück ist.

"Es ist sehr bitter für uns als Mannschaft und für ihn persönlich. Aber wir haben genügend Qualität, um das aufzufangen. Wir haben andere Verteidiger, die ihre Aufgabe erledigen werden", sagt Kapitän Philipp Lahm. Ähnlich äußerte sich auch Heynckes, der davon ausgeht, dass "wir den Ausfall kompensieren werden".

Dante ein Volltreffer

Die naheliegende interne Lösung scheint das Duo Dante/Jerome Boateng zu sein, zumal beide Verteidiger schon die Saison einläuteten und dort ein vielversprechendes Paar abgaben. Badstuber ersetzte damals den verletzten David Alaba auf der linken Abwehrseite und Bayern blieb regelmäßig ohne Gegentor.

Bei Dante gibt's in München keine zwei Meinungen: "Er hat bisher gezeigt, dass er ein Volltreffer ist", sagt Heynckes, der im Brasilianer einen "Garanten für die Sicherheit im Defensivverbund" sieht. Dantes Stellenwert ist unabhängig von Badstuber unumstößlich, wie Heynckes zugibt: "Seine Position hat mit niemanden anderem etwas zu tun - wenn er fit ist, spielt er."

Vertrauen genießt auch Boateng, der bis zu seiner Verletzung Anfang November der einzige Feldspieler war, der alle Pflichtspiele über 90 Minuten bestritt und seit vergangener Saison Konstanz auf einem hohen Niveau zeigt.

Aber der Nationalspieler ist in seinem Auftreten nicht so dominant wie Dante, der später zum FC Bayern kam, in der Wortführerschaft Boateng aber auf Anhieb überholt hat. Dante ist Abwehrchef, Boateng der solide Nebenmann. "Er muss sich jetzt beweisen", fordert Präsident Uli Hoeneß.

Van Buyten kämpft um Vertrag

Neue Möglichkeiten eröffnen sich nach Badstubers Verletzung für Daniel van Buyten, der aufgrund von eigenen Verletzungen den größten Rückstand hatte und erst im November erste Pflichtspielminuten absolvieren konnte. "Ich denke, ich werde jetzt öfter zum Zuge kommen", glaubt der Belgier.

Heynckes schätzt van Buyten, lobt regelmäßig dessen Einstellung und Eifer. Für den 34-Jährigen geht es bei dem neu entfachten Konkurrenzkampf auch um die Empfehlung für einen neuen Vertrag: Der aktuelle Kontrakt läuft am Saisonende aus. Die Tendenz ist völlig offen, gute Leistungen würden van Buyten helfen.

Konkurrenz von fremdem Terrain könnte es für Boateng und Co. geben, wenn Heynckes die Möglichkeit ergreift, einen defensiven Mittelfeldspieler zurückzuziehen. Da ist Javi Martinez, der in seiner letzten Saison für Athletic Bilbao fast komplett in der Innenverteidigung spielte.

Martinez eine Lösung?

"Ich wollte immer defensive Mittelfeldspieler, die auch Innenverteidiger spielen können. Er hat ein überragendes Kopfballspiel und ist ein sehr guter Zweikämpfer", lobt Heynckes.

Wenn es nach dem Trainer geht, hat Martinez gegen Borussia Dortmund gar Argumente für eine Anstellung als Innenverteidiger gesammelt: "Er hat immer etwas vor Lewandowski gespielt und jeden Kopfball gewonnen. Das war sehr wichtig für uns. Wir brauchen überragende Kopfballspieler." Dazu könne er ein Spiel lesen und antizipiere gut.

Beim Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern ließ Heynckes Martinez neben Boateng verteidigen. Der Spanier überzeugte in der ihm bekannten Rolle, auch wenn der Gegner sicher kein Maßstab war.

Die Gefahr um Dante und Martinez

Martinez ist nicht die einzige Alternative aus dem Mittelfeld. "Luiz Gustavo und Anatolij Tymoschtschuk, der im Champions-League-Finale eine sehr gute Leistung gebracht hat, können auch Innenverteidiger spielen", sagt Heynckes. Auch Youngster Emre Can könnte innen spielen, ist derzeit aber auch verletzt.

Beim abschließenden Champions-League-Spiel gegen BATE Borissow (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) kann Heynckes einen ersten Testlauf in der Abwehr vornehmen.

Womöglich wird es tatsächlich auf Dante und Boateng als Innenverteidiger-Duo hinauslaufen, zumal Heynckes erfolgreiche Erfahrungswerte hat.

Dabei müsste der Bayern-Coach aber auch hoffen, dass Dante und Martinez keine Gelbe Karte sehen. Dann wären beide Spieler im Achtelfinalhinspiel gesperrt - und die Suche nach der sicheren Lösung würde neu beginnen.

Der Bayern-Kader im Überblick

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