BVB-Sportdirektor wünscht sich mehr Respekt aus München

Zorc: "Titel nur wegen CL-Pleite? Unsinn!"

Von Christian Ehrhardt
Montag, 17.09.2012 | 17:20 Uhr
Manager Michael Zorc (r.) im Gespräch mit BVB-Boss Hans-Joachim Watzke
© Getty
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Es kommen harte Wochen auf den BVB zu. In der Bundesliga will man oben dranbleiben, in der Champions League hat man eine Mördergruppe erwischt, und dann kommen noch die Störfeuer aus München, von wo aus Bayern-Boss Uli Hoeneß die Leistungen der Borussen kleinredet. Das will Sportdirektor Michael Zorc so nicht stehen lassen.

Michael Zorc, Sportdirektor von Borussia Dortmund, hat sich in einem Interview mit der "Welt" ausführlich zu den Chancen seines Vereins in der Champions League und der Bundesliga geäußert. Dabei bekam auch der Rivale aus München eine Breitseite ab.

Den Aussagen, die Deutsche Meisterschaft wäre nur deshalb möglich gewesen, weil der BVB keine Dreifachbelastung hatte, erteilte Zorc eine deutliche Abfuhr. "Unsinn! Als wir in der vergangenen Saison zum ersten Mal sieben Punkte Vorsprung hatten, hatten die Bayern ein einziges Pflichtspiel mehr absolviert als wir. Wir haben also genau in der Zeitspanne, in der wir eine ähnlich hohe Belastung wie die Bayern hatten, acht Punkte Rückstand in sieben Punkte Vorsprung verwandelt. So viel zu dieser These."

Generell seien die Sticheleien aus München für ihn nicht nachvollziehbar. "Diese ganzen Aussagen interessieren uns nicht wirklich. Aber anscheinend sitzt der Stachel bei einigen doch sehr tief. Dabei haben doch gerade wir immer gesagt, dass die Bayern der absolut uneinholbare Branchenführer sind, dass sie uns Jahre voraus sind. Das belegen ja schließlich sämtliche Umsatzzahlen. Es ist nur eigenartig, dass uns, wenn wir es selbst formulieren, das als Understatement vorgehalten wird."

Unzufrieden mit dem letzten Jahr

Michael Zorc übte sich aber auch der Disziplin der Selbstkritik: "Wir wollen es jedenfalls besser als vergangenes Jahr machen, ganz klar. Wir waren selbst unzufrieden. Wir haben es nicht geschafft, die hervorragende Leistung, die wir national über zwei Jahre hinweg - vor allem auch gegen Spitzenmannschaften abgerufen haben - in der Champions League zu bestätigen. Das hat uns geärgert." Das Team habe "vermeidbare Fehler gemacht, anstatt einfach den Fußball zu spielen."

Für die laufende Saison zeigte er sich optimistisch: "Natürlich ist es ein Reifeprozess für alle Beteiligten. Aber nur weil es im vergangenen Jahr nicht gut gelaufen ist, heißt das keineswegs, dass es in diesem Jahr wieder so sein wird."

Große Stücke hält Zorc auf Marco Reus, der eine Schlüsselposition inne hat, wenn es um den Verbleib in der Champions League geht. "Er bringt alles mit, um sich auch in diesem Wettbewerb durchzusetzen. Er hat ja schon bei der EM international auf sich aufmerksam gemacht. Aber es geht nicht um einzelne Spieler. Wir müssen uns als Mannschaft schon sehr stark präsentieren, um eine Chance zu haben, diese Gruppe zu überstehen."

Michael Zorc im Steckbrief

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