Countdown zum Champions-League-Finale

Midlife-Crisis bei Lahm - Cahill will spielen

SID
Mittwoch, 16.05.2012 | 13:28 Uhr
Philipp Lahm sorgt sich, wie viel Zeit ihm noch für einen internationalen Titel bleibt
© Getty
Advertisement
Copa Sudamericana
MiLive
Chapecoense -
Def y Justicia
International Champions Cup
MiLive
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So15:15
SC Freiburg -
Turin
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Am Samstag (20.15 Uhr im LIVE-TICKER) steigt das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und FC Chelsea. SPOX verfolgt die beiden Mannschaften während der Tage vor dem Finale. Heute: Philipp Lahm sorgt sich, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Uli Hoeneß holt zum Rundumschlag aus und Frank Arnesen hilft Chelsea mit Taktikkniffen. Mario Gomez muss kein "Golden Boy" sein.

FC Bayern München

Zeitdruck beim Bayern-Kapitän

Kapitän Philipp Lahm steigert den Druck auf seine Mannschaft: "Zu einer großen Ära gehören internationale Titel. Wenn es in den nächsten Jahren, in denen ich dabei bin, nicht mit Titeln klappt, wird man nicht von einer großen Ära oder einer Goldenen Generation sprechen können. Daran lasse ich mich messen", sagte der 28-Jährige. "Allzu lange haben Spieler wie Basti und ich nicht mehr." Beginnt bei Lahm schon die Midlife-Crisis? Unterstützung erhält der Kapitän zumindest von Vize-Weltmeister Arjen Robben (ebenfalls 28): "Es wird Zeit. Diese Champions League muss man einmal im Leben gewinnen."

Gomez braucht keine Lorbeeren

Lahms Aussage, ein großer Spieler brauche auch große Titel, teilt Mario Gomez nicht unbedingt. "Jeder Sportler will das Maximale erreichen. Wir haben am Samstag eine große Chance, den größten Titel im Vereinsfußball einzufahren. Aber ob ich als "Golden Boy" bezeichnet werde, wenn ich mal 60 Jahre alt bin, oder nicht, ist mir vollkommen egal." Das Finale dahoam empfindet Gomez nicht als zusätzlichen Druck. "Natürlich ist man angespannter als vor anderen Spielen, aber bei mir herrscht pure Vorfreude."

Rundumschlag von Hoeneß

Um den Druck auf die Mannschaft etwas zu mindern, hat Uli Hoeneß mal wieder Schlagzeilen gemacht - ohne ausgeprägten Bayernbezug. Hoeneß echauffierte sich beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer München unter anderem über die Ticket-Preise beim Finale: "Da wird es mir selbst schlecht. Ich betrachte den Fan nicht als Melkkuh."

Für Chelseas Geschäftsmodell gab es dann auch noch Kritik: "Ein Abramowitsch, der 1,1 Milliarden Euro in diesem Verein gesteckt hat, wenn der den Stecker zieht, dann kannst du die als Puzzle am Kiosk kaufen." Auch die deutschen Politiker bekamen ihr Fett weg: "Der Gysi ist ja ein Zirkusclown! Der Wowereit, der von unserem Geld aus Bayern lebt..." Als Würstchen-Magnat dürfte die letzte Aussage wohl eher privater Natur gewesen sein.

München wird rot-weiß

"Mia san mia" ist dem FC Bayern nicht mehr genug. Ab jetzt heißt es "Mia san rot-weiß". "Hängt Fahnen raus oder Laken, zieht eurem Dackel etwas Rot-Weißes an!", forderte Mediendirektor Markus Hörwick. Die Münchener starten vor dem Finale noch eine große Werbekampagne. Neben Spots im Rundfunk werden dafür auch über 2.500 Plakate mit Jubelbildern der Stars in München aufgehängt. "Wir wollen, dass der gesamte Samstag ein Festtag in Rot und Weiß wird", sagt Marketing-Vorstand Andreas Jung. Ob's statt Hoeneß-Würstchen jetzt Pommes Schranke gibt, ist indes noch ungeklärt.

Bayern-Fieber auch in der Wüste

Der Herrscher des Emirats Abu Dhabi, Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan, outete sich als großer Bayern-Anhänger. Fünf große Hoteltürme stehen in Abu Dhabi, an einem hängt in den Tagen vorm Finale ein riesiges Bayern-Logo.

 

FC Chelsea

Cahill steigt wieder ins Training ein

Während Bayern aller Voraussicht nach auf Anatolij Timoschtschuk in der Innenverteidigung setzt, ist die Position bei Chelsea nach den Sperren von Kapitän John Terry und Branislav Ivanovic noch offen. Die Engländer hoffen derzeit auf die Rückkehr von Gary Cahill, der am Dienstag Nachmittag erstmals wieder mit der Mannschaft trainierte und die Einheit unbeschadet überstand. Cahill hatte sich am 24. April im Halbfinale gegen den FC Barcelona am Oberschenkel verletzt. "Ich bin einfach nur glücklich, dass die Verletzung so schnell verheilt ist", sagte der Engländer. "Jeder Spieler auf der Welt will das Champions-League-Finale spielen und ich zähle die Tage." Kleine Hilfe: Vier.

Nachhilfe aus Hamburg

Frank Arnesen hat den Durchblick. Der HSV-Manager erklärt den Chelsea-Anhängern auf der Website der Londoner glasklar die Taktik der Bayern: "Sie spielen mit Außenstürmern und der zweite Stürmer ist ein Mittelfeldspieler, der dahinter spielt." Psychologisch sieht er zudem die Londoner im Vorteil: "Wenn du in der Woche vor dem Champions-League-Finale 5:2 geschlagen wirst, ist das nie gut für's Selbstvertrauen - erst recht, wenn du weißt, dass dir drei Spieler fehlen." Arnesen will seinen Ex-Klub im Stadion unterstützen. Auf die UEFA-Fünfjahreswertung braucht er mit seinem aktullen Verein ja auch nicht zu schielen...

Di Matteo hat keine Lust auf seine Ex

Das Finale ist noch nicht angepfiffen, die englischen Medien spekulieren aber weiter über die Zukunft von Interimscoach Roberto Di Matteo. Der Italiener wird mittlerweile auch mit seinem Ex-Klub Lazio in Verbindung gebracht. Mit verflossenen Lieben hat es Di Matteo allerdings nicht. Zu West Bromwich will er jedenfalls nicht zurück: "In meinem Leben bin ich schon zu einer Ex-Freundin zurückgekehrt und es hat nicht funktioniert." Wenn er die Champions-League gewinnen würde, sei er für größere Aufgaben prädestiniert.

20.000 Londoner ohne Ticket in München?

17.500 Karten gingen offiziell an den FC Chelsea. Die Münchner Polizei rechnet mit ein paar mehr Engländern am Wochenende in München. Zwischen 5000 und 20.000 Chelsea-Fans werden erwartet, die kein Ticket für das Finale haben. Um bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten, arbeiten deutsche und englische Behörden eng mit dem FC Bayern und dem FC Chelsea zusammen. "Wir wissen genau, wann welcher Bus und wann welches Flugzeug mit Chelsea-Fans in München eintreffen wird", sagte Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick am Mittwoch. Neben vielen Tausenden Fans werden auch etliche englische Journalisten im Stadion sein. "Es sind insgesamt 2000 Journalisten für dieses Spiel akkreditiert", sagte Hörwick. Am Samstag um 20.45 Uhr werden ca. 200 Millionen Menschen in über 200 Ländern live am Bildschirm dabei sein.

FC Bayern vs. FC Chelsea: Die Bilanz

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung