Fussball

Bayern mit Contento und Tymo - oder Pranjic?

Von Julius Kowalski
Freitag, 18.05.2012 | 17:49 Uhr
Bei strahlendem Sonnenschein absolvierte der FC Bayern sein Abschlusstraining am Freitag
© Getty

Am Samstag (20.15 Uhr im LIVE-TICKER) steigt das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und FC Chelsea. SPOX verfolgt die beiden Mannschaften während der Tage vor dem Finale. Im Abschlusstraining der Bayern hat sich die Abwehrformation herauskristallisiert. Und es könnte noch eine Überraschung geben...Ottmar Hitzfeld tippt auf den FCB und Juan Mata schiebt den Münchner die Favoritenrolle zu. Ein Ex-Chelsea-Star warnt die Bayern.

FC Bayern München

Tymoschtschuk ersetzt Badstuber

Viel wurde nach den Gelbsperren gegen David Alaba, Luiz Gustavo und Holger Badstuber darüber diskutiert, mit welcher Abwehrformation der FC Bayern gegen Chelsea auflaufen solle. Im Abschlusstraining am Freitagnachmittag hat sich nun herauskristallisiert, wer die Innenverteidigung bilden wird. Dabei verzichtet Trainer Jupp Heynckes auf jegliche Experimente. Anatolij Tymoschtschuk und Jerome Boateng spielten bei verschiedenen Angriffsformationen die Bälle von hinten raus auf die Außenbahnen. Außerdem schlug Co-Trainer Peter Hermann lange Bälle, die Tymoschtschuk und Boateng aus dem Strafraum köpfen sollten.

Pranjic in der Startelf?

Bislang sprach viel für Diego Contento als Linksverteidiger, Toni Kroos als Partner neben Bastian Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld und Thomas Müller auf der Zehner-Position. Im Abschlusstraining wurde allerdings Danijel Pranjic auffallend oft ins Spiel eingebunden. Am Ende der letzten Einheit vor dem großen Finale schoss der Kroate zudem mehrere Freistöße aus dem Halbfeld und über die Mauer, während Contento mit Emre Can und Luiz Gustavo fernab des Geschehens trainierte. Pranjic also als Linksverteidiger oder als Schweinsteigers Partner, weil die Kombination Kroos/Schweinsteiger/Müller Heynckes doch zu offensiv ist?

Bayern einmal mehr Krösus des deutschen Fußballs

Unabhängig vom Ausgang des Champions League Finales hat der FC Bayern München bereits Einnahmen in Höhe von 58,9 Mio. Euro sicher. Im Falle eines Sieges würde sich dieser Betrag noch einmal auf 62,3 Mio. Euro erhöhen. Die Summe setzt sich aus Prämien der UEFA, dem Ticketverkauf für die sechs Heimspiele und dem sogenannten Marktpool der UEFA zusammen. Dieser ist für Deutschland mit 50 Millionen gefüllt und wird anteilig nach Erfolg an die Champions-League-Teilnehmer vergeben.

FC Bayern klarer Wettfavorit auf Champions-League-Sieg

Hitzfeld tippt auf die Bayern

Der letzte Trainer, mit dem der FC Bayern die Champions League gewonnen hat, war Ottmar Hitzfeld. Der derzeitige Trainer der Schweizer Nationalmannschaft sieht die Bayern im Finale in der eigenen Arena als Favorit, mahnt aber zur Geduld: "Sie haben in Robben und Ribery überragende Spieler, die die Abwehr über Flanken aufreißen müssen. Natürlich ist es ein Vorteil, dass sie zu Hause spielen. Sie kennen das Stadion, auch zuschauermäßig werden mehr auf Bayern-Seite stehen."

Platini verteidigt die Gelbsperren-Regelung

In einer schriftlichen Antwort auf einen offenen Brief des "Kicker" schrieb UEFA-Präsident Michel Platini, er könne es zwar als ehemaliger Spieler verstehen, wie traurig es für die gesperrten Akteure beider Teams sei, im Finale nicht spielen zu können, jedoch verteidigte er die Gelbsperren-Regelung in der Champions-League: "Es ist eine Frage der Ethik, der Gerechtigkeit und des Pflichtbewusstseins, dass man die Regeln nicht im laufenden Spiel ändert. Den Spielern war das von vorneherein bekannt, hier wurde niemand betrogen."

FC Chelsea

Mata sieht das "Finale dahoam" nicht unbedingt als Vorteil

Laut Juan Mata ist es für den FC Chelsea kein Nachteil, dass sein Team das Finale im Stadion des Gegners austragen muss. Zwar seien "die Bayern in der eigenen Arena eher der Favorit", andererseits könnte es aber auch ein zu großer Druck sein, vor den eigenen Fans gewinnen zu müssen.

Bei Niederlage geht's in die Europa League

Für den FC Chelsea ist es neben dem Titel enorm wichtig, das Finale zu gewinnen. Weil man in der Liga die Champions-League-Ränge versäumt hat, wartet bei einer Niederlage nur die Europa League in der nächsten Saison. Allerdings beschäftigen sich die Spieler aus London nicht damit, sondern denken, laut Mata "nur ans Gewinnen."

Vorsicht vor der "alten Garde"

Vor der vielzitierten "alten Garde" des FC Chelsea sollte man sich auf Seiten der Bayern in Acht nehmen. Das zumindest sagte der ehemalige Spieler und Trainer der "Blues", Gianluca Vialli, in der "SZ". Allerdings meint der Italiener nicht unbedingt die spielerische Klasse von Terry, Lampard, Drogba oder Cech, sondern warnt vielmehr, dass diese Spieler wissen, "dass dies ihre letzte Chance sein kann. Sie würden für diesen Pokal töten."

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Marin setzt auf Chelsea

Marko Marin, der in Zukunft bei Chelsea wirbeln wird, setzt im Finale auf seine baldigen Teamkollegen. "Die Bayern haben zwar gegen Madrid gut gespielt, gegen Dortmund im Pokalfinale allerdings haben sie schlecht ausgesehen." Sein Geheimrezept: "Franck Ribery und Mario Gomez stoppen. Wenn Chelsea dann offensiv genug spielt, werden sie gewinnen."

FC Bayern vs. FC Chelsea: Die Bilanz

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