Kießling: "Mein Traum? Ein Titel mit Leverkusen"

Von Interview: Jochen Tittmar
Dienstag, 06.03.2012 | 23:04 Uhr
Leverkusens Stefan Kießling (M.) kam im Hinspiel gegen Barcelona erst in der 77. Minute ins Spiel
© Getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Bundesliga
SoJetzt
Schau dir jetzt die Nordderby-Highlights an!
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Stefan Kießling gastiert am Mittwochabend mit Bayer Leverkusen beim FC Barcelona zum Rückspiel im Achtelfinale der Champions League (20.30 Uhr im LIVE-TICKER und bei Sky). Im Interview spricht der 28-jährige Stürmer über den Auftritt im Camp Nou, die Unruhe in Leverkusen und seine Pläne für den Rest der Karriere.

SPOX: Herr Kießling, Sie waren dieses Jahr mit Ihrer Familie an Karneval unterwegs, obwohl Sie nach eigener Aussage damit eigentlich nichts anfangen können. Haben Sie sich in den Menschenmassen überhaupt unerkannt bewegen können?

Stefan Kießling: Mit einem Kostüm geht das schon. Ich habe mich schon auch ein wenig versteckt. Ich mag das einfach nicht so richtig und habe mich diesmal wirklich überwunden. Ich habe für meinen Sohn Süßigkeiten gesammelt.

SPOX: Kurz zuvor wurden sportlich keine Geschenke verteilt. War das Hinspiel gegen Barcelona das erwartete Highlight?

Kießling: Natürlich. Die Stadt, der Verein - alle waren auf das Spiel fokussiert. Wir wollten eine gute Leistung abliefern. Auch wenn es nach dem Hinspiel jetzt schwer wird, kommt in Barcelona ja noch mal ein Highlight dazu. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen.

SPOX: Viele Möglichkeiten, im Camp Nou zu spielen, werden wohl nicht mehr kommen.

Kießling: Es wird natürlich schwer, im Rückspiel das Wunder zu schaffen, aber es muss nicht die letzte Chance gewesen sein. Vielleicht besteht irgendwann wieder die Möglichkeit. Wir wollen ja wieder in die Champions League einziehen.

SPOX: Barca-Coach Pep Guardiola wird wohl den einen oder anderen Star schonen. Schmälert das die Vorfreude?

Kießling: Nein. Es ist im Prinzip egal, wer bei denen aufläuft. Die haben eine richtig gute Mannschaft beisammen, so dass man sich da eher auf das gesamte Erlebnis freut. Wer letztlich spielt, können wir sowieso nicht beeinflussen.

SPOX: Die Katalanen gelten als beste Vereinsmannschaft der Welt. Wie macht sich das für Sie als Spieler während der Partie bemerkbar? Was können die, was andere nicht können?

Kießling: Jeder einzelne Spieler ist ungemein ballsicher, das ist schon extrem. Hinzu kommt die Spielintelligenz und Cleverness. Ihre Laufwege, wie sie die Räume frei spielen - das ist schon außergewöhnlich gut. Es bleibt wohl ihr Geheimnis, wie sie das alles trainieren.

SPOX: Sie persönlich standen in allen Gruppenspielen außer der bedeutungslosen Partie gegen Genk in der Bayer-Startelf. Gegen Barcelona im Hinspiel aber nicht. Warum?

Kießling: Für mich war es schon ein Schock, als ich am Morgen des Spiels erfahren habe, auf der Bank zu sitzen. Mir wurde erklärt, dass ich in dieser Saison noch nicht die Leistung abgerufen habe, die von mir erwartet wird. Da muss ich auch Selbstkritik üben.

SPOX: In der Liga geht Bayer die Konstanz ab, in der Champions League lief es dagegen prächtig. Woher kommt diese Diskrepanz?

Kießling: Wenn ein neuer Trainer kommt, braucht man immer eine gewisse Zeit, bis sich alles einpendelt. Wir hatten immer wieder Phasen, wo wir mit Verletzten zu kämpfen hatten und gezwungen waren, das System umzustellen.

SPOX: Als Jupp Heynckes 2009 nach Leverkusen kam, hatte das Team aber keinerlei Anlaufschwierigkeiten.

Kießling: Aktuell kommt natürlich hinzu, dass wir als Mannschaft oft nicht gut gespielt haben - ganz einfach. Es gibt immer mal Spielzeiten, in denen es nicht so super läuft und man nicht das abruft, was man eigentlich kann. Das ist halt auch menschlich.

SPOX: Potential hat die Mannschaft aber für deutlich mehr. Siehe der Sieg gegen den FC Bayern am Wochenende.

Kießling: Klar, wir haben wirklich große Qualität im Kader. Das konnte man nicht nur gegen die Bayern, sondern auch bei einigen anderen Siegen sehen. Wir müssen jetzt einfach schauen, dass wir die nächsten Spiele weiterhin so vernünftig angehen wie die Partie am Wochenende.

SPOX: Besonders auffällig ist in dieser Saison, dass rund um Bayer Leverkusen eine große Unruhe zu herrschen scheint.

Kießling: Als Spieler muss man mit dieser Unruhe einfach umgehen können, das gehört zu diesem Geschäft in gewissem Maße auch dazu. Ich glaube aber nicht, dass wir dadurch beeinflusst wurden.

SPOX: Als Spieler bleibt einem wohl sowieso nichts anderes übrig, als seiner Arbeit nachzugehen und darauf zu hoffen, dass schnell wieder bessere Zeiten anstehen.

Kießling: Im Prinzip ist es so, ja. Es hilft natürlich auch, in solchen Phasen den Medien keine allzu große Bedeutung beizumessen. Irgendwann platzt der Knoten schon wieder. Ich hoffe, dass der Sieg über die Bayern der Startschuss für einen erfolgreichen Saisonabschluss war.

SPOX: Sie sind gestandener Bundesligaprofi und nun mit 28 im sogenannten besten Fußballeralter. An welchem Punkt Ihrer Karriere sehen Sie sich?

Kießling: Naja, man sagt zwar immer, dass man mit 27 oder 28 im besten Fußballeralter sei, aber man geht ja immer so langsam in Rente. Ich fühle mich nicht so, dass ich in drei Jahren aufhören möchte. Auch wenn ich merke, dass ich schon einige Jahre auf dem Buckel habe. Für mich wäre es natürlich noch mal ein Traum, einen Titel mit Leverkusen zu holen. Ich bin ja jetzt auch schon länger hier (lacht).

SPOX: Sie kamen schon immer sehr bodenständig rüber und sind zudem bekennender Leverkusener. Viele Ihrer Teamkollegen wohnen jedoch in Köln. Warum fühlen Sie sich in der Stadt so wohl?

Kießling: Ich habe es nicht gern, weit weg vom Stadion zu wohnen. Darauf habe ich bei meinem Wechsel damals auch geachtet. Ich habe hier meine Frau kennengelernt, wir haben zusammen ein Kind bekommen und fühlen hier uns wirklich rundum wohl. Mehr steckt da nicht dahinter.

SPOX: Hört sich stark nach einem Karriereende in Leverkusen an.

Kießling: So weit sind meine Gedanken noch nicht. Fakt ist, dass ich mich hier absolut wohl fühle. Sowohl im Verein als auch in der Stadt. Aber man weiß ja nie, wie es im Fußball weitergeht, das Geschäft ist einfach ziemlich schnelllebig. Daher halte ich mich mit einer solchen Aussage auch lieber zurück.

SPOX: Was würde Sie denn reizen? Tottenham Hotspur hatte ja mal Interesse signalisiert.

Kießling: Ich habe mich damals kaum damit auseinandergesetzt. Mein Berater hat mir das gesagt. Es war natürlich eine Anerkennung für meine Leistungen, aber mehr war da nicht. Ich fühle mich einfach in Deutschland am wohlsten und hege derzeit keinerlei Wechselgedanken.

SPOX: Ihr alter Kumpel Patrick Helmes hat Leverkusen den Rücken gekehrt. In Wolfsburg scheint er aber nicht glücklich zu werden. Wie haben Sie die Situation um ihn zuletzt verfolgt?

Kießling: Ich habe ein paar Mal mit ihm gesprochen. Wenn man so herumgereicht wird und immer wieder zwischen den Amateuren und Profis pendelt, muss man erstmal damit umgehen können. Ich denke, er kriegt das ganz ordentlich hin. Zuletzt durfte er ja wieder kicken, das hat mich für ihn schon gefreut.

SPOX: Mit Helmes bildeten Sie ein überragendes Sturmduo. In dieser Saison liefen Sie meist als alleinige Spitze auf. Was ist Ihnen denn lieber?

Kießling: Wenn man einziger Stürmer ist, muss man sich die Räume selbst freimachen und die Wege gehen. In dieser Beziehung hat man es mit einem zweiten Stürmer natürlich leichter. Erst recht, wenn man sich gut kennt und die Abstimmung klappt. Daher bevorzuge ich es schon, mit einem Nebenmann aufzulaufen.

SPOX: Weiß das Robin Dutt?

Kießling: Ja, klar (lacht). Wir haben ja auch manchmal mit Eren Derdiyok und mir gespielt. Oder mit Renato Augusto, der zwar nominell kein Stürmer ist, aber dann sozusagen um mich herum spielt.

SPOX: Sie haben jetzt in 24 Saisonspielen sieben Tore geschossen. Schielen Sie eigentlich noch in Richtung EM-Teilnahme?

Kießling: Darüber mache ich mir aktuell überhaupt keine Gedanken. Damit würde ich mich nur verrückt machen und das bringt dann gar nichts. Es gibt keinen neuen Stand.

Stefan Kießling im Steckbrief

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung