Montag, 20.02.2012

Vor dem Achtelfinale-Hinspiel gegen Bayern

Markus Steinhöfer warnt den FC Bayern

Eigentlich ist die Defensive das Revier von Markus Steinhöfer. Verbal geht er vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Bayern München aber in die Offensive: "Bayern kann sich auf einen heißen Fight gefasst machen, wir werden voll ackern und sie permanent attackieren", sagt der 25-Jährige vom FC Basel.

Markus Steinhöfer (l.) und sein FCB brachten in der Vorrunde schon ManUnited zur Verzweiflung
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Markus Steinhöfer (l.) und sein FCB brachten in der Vorrunde schon ManUnited zur Verzweiflung

Er spielte früher bei den Junioren und Amateuren des FC Bayern, schaffte aber nie den Sprung zu den Profis. Der Deutsche, der seit Januar 2011 in Basel unter Vertrag steht, hat mit den Bayern noch eine persönliche Rechnung offen. Dass er dort nicht Fuß fassen konnte, hat "Steini" noch nicht richtig überwunden.

Über die Stationen Salzburg, Frankfurt, Kaiserslautern und wiederum Frankfurt landete der ehemalige U21-Nationalspieler beim Meister der Schweiz. Dort etablierte er sich sofort als Stammspieler. Mit acht Vorlagen ist er der beste Vorlagengeber der Super League der Eidgenossen.

Das ist der Champions-League-Finalball
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In der Champions League half er mit, dass die Basler für einen Paukenschlag sorgten, als Manchester United durch ein 2:1 aus dem Wettbewerb geworfen wurde. Das soll es noch nicht gewesen sein, Steinhöfer will mehr. "Wenn wir unser Spiel durchziehen, bekommt jeder Gegner Probleme. Unsere Philosophie ist ein technisch anspruchsvoller Offensiv-Fußball mit hohem Ballbesitz und schnellen Angriffen über die Außen."

Die Schweiz war vor 13 Monaten für Steinhöfer ein Neuanfang. Von der U15 bis zur U21 spielte der Außenverteidiger als einer der besten Münchner Nachwuchskräfte stets in den deutschen Junioren-Auswahlteams. Er wurde Stammspieler bei Red Bull Salzburg und Eintracht Frankfurt.

Unter Skibbe in Frankfurt aussortiert

Doch in der Saison 2009/2010 begann dort mit der Verpflichtung von Trainer Michael Skibbe sein Abstieg. Warum er ausgemustert wurde, weiß Steinhöfer bis heute nicht. "Ich habe immer versucht, mich zu zeigen und aufzudrängen. Aber manchmal steht eben ein Trainer nicht auf dich", sagt der gebürtige Franke.

Beim FC Basel sieht er seine Zukunft. Dort spiele er jedes Jahr um die Meisterschaft mit und bekomme die Chance, sich in der Champions League zu präsentieren. "Basel ist ein topp geführter Klub mit tollen Fans", sagt Steinhöfer. "Auch wenn die Schweiz nicht als erste Adresse gilt, ist das Niveau in der Liga hoch.Ich habe meinen Wechsel zu keiner Sekunde bereut."

Geholt wurde er noch von Ex-Coach Thorsten Fink. Mit ihm verbindet ihn eine besondere Beziehung. Bei den Bayern-Amateuren spielten die beiden noch zusammen. In Salzburg war Fink der Co-Trainer von Steinhöfer, danach in Basel sein Chef.

Kampfansage an seinen Ex-Klub

Folgt nun bald ein Wechsel zum Hamburger SV? Steinhöfer kann darüber nur schmunzeln. "Ich bin nicht der Typ für Spekulationen. Ich konzentriere mich auf den Ist-Zustand. Und der heißt Basel. Wir wollen wieder Meister werden, den Cup gewinnen und in der Champions League die Großen ärgern." Als erstes den FC Bayern.

Die Duelle gegen seinen Ex-Klub sieht Steinhöfer nicht als Revanche in eigener Sache. "Die Spiele haben natürlich eine persönliche Note. Aber es geht nicht um die Person Markus Steinhöfer, sondern rein um den FC Basel."

Eine offensive Kampfansage an seinen Ex-Klub schickt er dennoch nach München: "Wir sind perfekt vorbereitet. Der Druck liegt ganz klar beim FC Bayern. Wir dagegen können befreit aufspielen. Die Bayern müssen sich warm anziehen."

Markus Steinhöfer im Steckbrief


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