Vor dem Achtelfinal-Hinspiel

Inter Mailand in historischer Krise

SID
Dienstag, 21.02.2012 | 13:53 Uhr
Nicht wenige sagen, bei einer Niederlage könnte es das gewesen sein für Inter-Coach Claudio Ranieri
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Richtig laut wurde es in den vergangenen Wochen bei den Heimspielen von Inter Mailand erst nach dem Schlusspfiff. Dann, wenn die Fans im Giuseppe-Meazza-Stadion anfingen zu pfeifen, zu schimpfen und nach dem vermeintlichen Heilsbringer zu rufen: Jose Mourinho. Doch der einstige Erfolgstrainer ist bei Real Madrid leider unabkömmlich, und so muss der italienische Pokalsieger zusehen, wie er allein durch eine der größten Krisen der Vereinsgeschichte kommt.

Vor dem richtungsweisenden Champions-League-Achtelfinale gegen Olympique Marseille (Mi., ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) ist zumindest die Einsicht bei Inter angekommen. "Wir spielen keine gute Saison. Es gab sieben Siege hintereinander, als ich bei Inter angefangen habe, aber danach sind wir auseinandergefallen", resümiert Trainer Claudio Ranieri die vergangenen Wochen. Sollte sich der Negativtrend gegen die Franzosen fortsetzen, werden seine Tage als Inter-Trainer gezählt sein - da sind sich die Experten einig.

Nach drei Niederlagen aus den ersten vier Saisonspielen unter Trainer Gian Piero Gasperini übernahm Ranieri im September 2011 die "Nerazzurri" und führte sie, unter anderem mit einer Serie von acht Pflichtspiel-Siegen hintereinander, aus dem Tabellenkeller.

Doch nach zuletzt fünf Pleiten in sechs Partien scheint auch der vierte Trainer in anderthalb Jahren wieder am Ende. Der rettet sich in Durchhalteparolen: "Nichts ist vorbei, jetzt gehen wir Marseille an und dann können wir uns noch immer selbst aufrichten, um die Saison letzten Endes zu einem guten Ende zu führen", sagt Ranieri.

Inters schlechteste Saison seit 65 Jahren

Die Champions League, die der allgegenwärtige Mourinho den Mailändern 2010 nebst der Meisterschaft geschenkt hatte, ist bereits kurz nach der Hälfte der Saison die letzte Titelchance für Inter: Im Pokal ausgeschieden, in der Liga mit bereits zehn Niederlagen aus den ersten 24 Partien - dem schlechtesten Wert seit der Saison 1946/47 - abgeschlagen auf Platz sieben; mit 14 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Milan sogar bangend um einen Europapokalplatz.

"Wir alle wollen die Situation umkehren und diese negativen Resultate hinter uns lassen", sagt Kapitän Javier Zanetti und macht damit klar, dass die Mannschaft weiter zum Trainer steht.

Marseille seit November ungeschlagen

"Es ist ein Team, das in den vergangenen Jahren so viel erreicht hat - und du kannst nicht erwarten, dass das immer so weiter geht", versucht Ranieri die Krise zu erklären. Als Lösungsansatz hat der 60-Jährige aber nur große Worte zu bieten: "Einheit, Leidenschaft und Stolz gilt es jetzt zu wecken, denn die Spieler sind Champions und wenn sie verlieren, dann leiden sie. Sie haben einen Ruf zu verlieren."

Beim französischen Vizemeister könnte dieser Ruf am Mittwochabend weiter Schaden nehmen. Denn die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps hat nach einem ebenfalls schwachen Saisonstart eine beeindruckende Serie hingelegt: Seit 15 Pflichtspielen sind die Südfranzosen ungeschlagen, in der Gruppenphase besiegten sie den Deutschen Meister Borussia Dortmund zweimal.

"Wir bringen alles mit, um ein positives Ergebnis einzufahren - wir haben die Spieler, wir haben den Charakter, das müssen wir zeigen", fordert Ranieri. Die so oft gehörten Worte eines Mannes, der um seinen Job kämpft.

Champions League: Das Achtelfinale im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung