Spieler attackieren AVB vor dem Spiel

Premier League droht historischer Kollaps

Von Marcus Blumberg
Mittwoch, 22.02.2012 | 12:06 Uhr
Andre Villas-Boas hatte mit Ashley Cole vor dem Spiel in Neapel "eine Konversation" über die Taktik
© Getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man United
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Swansea (Delayed)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City

Mit teminternen Streitereien und einer desolaten Leistung setzte der FC Chelsea mit dem 1:3 in Neapel einen Trend fort: Englands Ausnahmestellung wackelt. Samir Nasri, der mit Manchester City gegen den FC Porto ums Weiterkommen in der Europa League kämpft (17.45 Uhr im LIVE-TICKER), will den Grund erkannt haben.

Schon vor dem 1:3 im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals bei SSC Neapel wurde in englischen Medien emsig über Trainer Andre Villas-Boas spekuliert. Was passiert bei einer Niederlage? Dieser Fall ist nun eingetreten und die Luft wird dünner für den Portugiesen.

Mit seiner Aufstellung am Dienstagabend gab er den Kritikern neues Futter: Etablierte Stammkräfte wie Frank Lampard oder Ashley Cole saßen nur auf der Bank. Wie jetzt bekannt wurde, waren es eben diese beiden, die den Trainer vor dem Anpfiff offen kritisierten.

"Konversation" vor dem Spiel

Die "Sun" will erfahren haben, dass Cole die Taktik des Trainers anprangerte: "Ich kam hier her, um Medaillen und Trophäen zu gewinnen, aber das werde ich nie schaffen mit Ihrer Taktik", soll er gesagt haben. Außerdem fühlt er sich taktisch zu sehr eingeengt, "wie ein Roboter", da ihm Villas-Boas genaue Vorgaben mache, wie er zu spielen habe und ihm keinerlei Freiräume lasse.

Die Reaktion ist bekannt: AVB setzte die Unruhestifter inklusive Michael Essien auf die Bank. Der Coach soll Cole vorgeworfen haben, dass der aus einer sachlichen eine "persönliche" Diskussion gemacht habe.

Der Trainer selbst wollte sich zum Vorfall vor dem Spiel nur bedingt äußern, gab aber zu: "Ich hatte eine Konversation mit Ashley und Frank." Die Attacke der Spieler spielte er runter: "Weil sie die Spieler sind, die sie eben sind und mit der Erfahrung, die sie haben, hatten sie das Gefühl, dass sie dem Team helfen könnten. Das ist absolut verständlich."

AVB zeigt Verständnis

"Natürlich waren sie enttäuscht, aber sie müssen meine Entscheidungen akzeptieren und nach vorn schauen", macht Villas-Boas aber klar. Was seine persönliche Position anbelangt, sagte er nur, dass er davon ausgehe, auch beim Rückspiel auf der Bank zu sitzen. In diesem Spiel müssen "ein paar Dinge besser werden". Seinen Optimismus hat er jedoch nicht verloren, denn "es ist nicht unmöglich, ein 3:1 umzudrehen".

Für den Trainer spricht in jedem Fall, dass nicht alle Spieler gegen ihn sind. Torhüter Petr Cech etwa steht zum Trainer: "Wir wissen, dass er weiter hart für uns arbeiten wird. Er bereitet jedes Spiel mit 100 Prozent Einsatz vor und wir als Spieler erkennen das an." Cech kritisierte indirekt seine Kollegen: "Wenn aber Spieler auf dem Feld Fehler machen, kann Villas-Boas auch nichts machen."

Ferguson: Zu viel Rotation?

Nach vorn schauen ist wohl auch die Marschroute für die restlichen englischen Teams, die im Sommer in die Champions-League gestartet waren. Arsenal hat sich beim AC Milan durch eine 0:4-Niederlage im Hinspiel so gut wie sicher verabschiedet. Die zwei Klubs aus Manchester sind schon in der Gruppenphase gescheitert.

Bei United gab sich Trainer Sir Alex Ferguson selbstkritisch und gab zu, dass er vielleicht besser nicht so viel rotiert hätte: "Früher war es in der Gruppenphase kein Problem für uns, das Team durchzuwechseln, weil wir Zuhause eine Macht waren. Aber diesmal haben wir es gegen Basel weggeschmissen und spielten unglücklich gegen Benfica. Deswegen mussten wir bezahlen. Wenn alle Spieler wieder an Bord sind, werde ich ab jetzt immer die beste Elf in jedem Wettbewerb aufstellen."

Nasri: Man muss auch mal "hässlich gewinnen"

City wiederum scheiterte bereits in der Gruppenphase an Neapel. Ein Schicksal, das auch Chelsea bevorsteht. Allerdings will man bei ManCity zumindest schon mal erkannt haben, wo das Problem liegt. Der ehemalige Arsenal-Spieler Samir Nasri kam zur Erkenntnis: "Manchmal ist es gut, hässlich zu gewinnen." Eine Idee, die sicherlich nicht auf Gegenliebe bei seinem früheren Trainer Arsene Wenger stößt.

Zu Arsenal gab er auch eine Einschätzung gegenüber "The Independent" ab. "Man muss nicht immer guten Fußball spielen, um zu gewinnen. Arsenal spielt immer guten Fußball, aber in den letzten sieben Jahren haben sie nichts gewonnen", so Nasri weiter. Allerdings vertraut er auf Wenger, die Gunners wieder in die Spur zu bringen: "Der Trainer hat eine gute Philosophie. Ich weiß, dass sie eine Lösung finden werden."

Historischer Kollaps droht

Wie auch immer: Der englischen Premier League droht nun ein historischer Kollaps. Erstmals seit der Saison 1995/96 könnte es ein Viertelfinale der Champions League ohne Beteiligung der vermeintlichen Topliga Europas geben. In der Europa League sind mit City, United und Stoke City noch drei Mansnchaften vertreten, aber zumindest dem Team von Robert Huth droht nach der 0:1-Hinspiel-Niederlage gegen Valencia ebenfalls das Aus.

City könnte mit einem Weiterkommen gegen den FC Porto (17.45 Uhr im LIVE-TICKER), das Hinspiel ging 2:1 für die Engländer aus, ein wenig von der Ehre retten.

Überholt Spanien England?

Die schwache Saison der englischen Klubs schadet nicht nur dem Ansehen der Premier League. Sie hat auch Einfluss auf die Fünfjahreswertung der UEFA, die maßgeblich ist für die Vergabe der Europacup-Plätze.

Derzeit führt dort England mit ordentlichem Vorsprung von fast sieben Punkten auf Spanien. Allerdings wird der Primera Division in der kommenden Saison ein um vier Punkte schlechteres Ergebnis aus der Saison 2007/08 abgezogen. Zudem haben sie für diese Saison mit Real Madrid, dem FC Barcelona (beide CL) sowie dem FC Valencia, Athletic Bilbao und Atletico Madrid (alle EL) einige Eisen im Feuer.

Der Vorsprung könnte also weiter schmelzen und Spanien ziemlich bald die Führung im Ranking übernehmen.

Sportliche Konsequenzen hätte das für die englische Liga allerdings kaum, denn die ersten drei Plätze garantieren maximal vier CL-Startplätze und bis auf den Vierten Italien ist der Abstand immer noch äußerst komfortabel.

Die englische Premier League im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung