Fussball

Ein Sturm der Superlative

Von SPOX
Ein überragender Sturm bildet die Speerspitze der Topelf des vierten Spieltags
© Getty

Ronaldo, Gomez, Messi. Die Angriffsreihe der SPOX-Top-11 zum 4. Champions-League-Spieltag kann sich sehen lassen. Und außerdem: zwei Citizens, zwei von Ajax und Dortmunds Küken Moritz Leitner.

Tolga Zengin: Schon zum vierten Mal in Folge war Trabzonspors Keeper der beste Mann. Auch gegen ZSKA Moskau war Tolga Zengin voll auf der Höhe. Wie schon im Hinspiel belagerte Moskau das Tor der Türken, prüfte Zengin immer wieder aus der Distanz. Kurz vor Pause parierte er einen Schuss von Seydou Doumbia im 1-gegen1. Auch in Hälfte zwei hielt er den Punkt für die Hausherren fest.

Gregory van der Wiel: Wirbelte gemeinsam mit Christian Eriksen, sobald dieser auf den rechten Flügel auswich. Wurde in der Abwehr nicht immer gebraucht und schaltete sich so oft ins Angriffsspiel mit ein. Wie beim Treffer zum 1:0, als er aus spitzem Winkel eigentlich nach Anspielstationen suchte, jedoch nicht fündig wurde und den Ball trotzig selbst versenkte.

Vincent Kompany: Ohne die verletzten Stürmer Giuseppe Rossi und Nilmar fand Villarreal zu keiner Zeit einen Weg durch die Defensive der Citizens. Hernan Perez und Joselu hingen dermaßen in der Luft, dass man fast schon Mitleid mit ihnen kriegen konnte. Kompany hielt gemeinsam mit Nebenmann Stefan Savic den Laden bei ManCity gnadenlos dicht und ließ seinen Gegenspieler zu keiner Zeit aus den Augen.

Javier Zanetti: Der Routinier machte in der Abwehr von Inter eine tadellose Partie. Seine direkten Gegenspieler Moussa Sow und Eden Hazard blieben über weite Strecken blass und kamen nur über Distanzschüsse zum Zug. In der 65. Minute bereitete er das 2:0 brilliant vor, indem er erst Hazard und Franck Beria stehen ließ und dann perfekt für Diego Milito auflegte.

Antonio Valencia: Der Ecuadorianer brachte Manchester United gegen Otelul Galati früh auf die Siegerstraße, als er eine Hereingabe von Phil Jones aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Tor schob. Zusammen mit Jones trieb er das Offensivspiel von Manchester über rechts an und stellte die Außenverteidigung der Rumänen immer wieder vor Probleme. Eine wunderschöne Vorlage Valencias hätte Berbatow zu einem weiteren Tor für United verwerten müssen.

Moritz Leitner: Bekam erstmals das Ticket für die BVB-Startelf und erfüllte die Aufgabe mit seinen 18 Jahren selbstbewusst, engagiert und laufstark in der Defensive sowie mutig auf dem Weg nach vorne. Löste sich aus der Sechserposition oft im richtigen Moment in freie Räume, auch im Spielaufbau mit einer guten Balance zwischen Risiko und Sicherheit. War für die mySPOX-User bester Mann beim Sieg über Piräus.

Yaya Toure: Zugegeben: Villarreal war ein dankbarer Gegner, um sich für eine Top-Elf zu empfehlen. Der Ivorer nutzte die Tatsache, dass seine Defensivqualitäten kaum gefordert wurden und tobte sich in der Offensive aus. Blieb zweimal eiskalt vor dem Tor, als er im Strafraum clever angespielt wurde und ließ zugleich nach hinten wenig anbrennen. Dass Villarreal im Zentrum kaum einen Stich machte, war auch sein Verdienst.

Christian Eriksen: Das Supertalent in Diensten von Ajax hatte gegen Zagreb, wie auch der Rest des Teams, einen leichten Job. Dennoch: Mit welcher Dynamik und Eleganz zugleich er das Spiel der Niederländer über die Flügel antrieb, war beeindruckend. Die doppelte Krönung seines tollen Auftritts: Er bereitete das 1:0 sowie das 3:0 per Hacke vor.

Lionel Messi: Gegen die Tschechen gelangen Messi seine Pflichtspieltore 200, 201 und 202 für Barcelona. Auch wenn er sich immer mal wieder kleine Pausen gönnte, war er an so gut wie allen gefährlichen Offensivaktionen der Katalanen beteiligt.

Mario Gomez: Bewegte sich deutlich mehr als noch in Neapel, riss damit in der Anfangsphase einige Lücken, in die die Mitspieler dann stoßen konnten. Vor dem Tor gewohnt eiskalt und mit drei blitzsauberen Abschlüssen. Seine Körpertäuschung vor dem 1:0: eine Augenweide. Mit jetzt 17 Treffern löste er Michael Ballack als deutscher Rekordtorschütze der Champions League ab. Erhielt eine Traumnote von den mySPOX-Usern.

Cristiano Ronaldo: Erzielte in Lyon seine Tore Nummer 100 und 101 im Real-Dress (im 103. Spiel). Schoss insgesamt sagenhafte neunmal aufs Tor, probierte es aus allen Lagen und war an nahezu jedem Angriff der Königlichen beteiligt. Dynamisch, gewitzt und entschlossen. Auch wenn er manchmal zu egoistisch agierte, war er unumstritten die prägende Figur auf dem Platz.

Die Champions League im Überblick

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