Kritik an The Special One wächst

Mourinho - eine "Gefahr" für Real Madrid?

Von Florian Bogner
Dienstag, 03.05.2011 | 10:46 Uhr
Real-Madrid-Coach Jose Mourinho bekam zuletzt von vielen Seiten Kritik
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Mit verbalen Rundumschlägen hat sich Real-Trainer Jose Mourinho auf dünnes Eis begeben. Nach dem letzten Clasico gegen den FC Barcelona im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals wird sich Präsident Florentino Perez aller Voraussicht nach unangenehmen Fragen stellen müssen. Verrät Mourinho mit seiner Art die Ideale des Klubs? Experten meinen: ja.

Jose Mourinho macht nicht wirklich oft auf Understatement. Mit seinen markigen Sprüchen bestätigt der Portugiese sogar oft das Klischee, ein formidables Großmaul zu sein. Arrogant bis in die Haarspitzen.

Ottmar Hitzfeld hat das in seiner jüngsten "Kicker"-Kolumne überraschend deutlich zum Ausdruck gebracht, für seine Verhältnisse. "Ich habe Mourinho bei Trainertagungen der UEFA so erlebt, wie er wirkt: arrogant, unnahbar, Kaugummi kauend, irgendwie flegelhaft", beschrieb Hitzfeld darin einen Kollegen, der offenbar wenig mit den eigenen Idealen gemein hat.

Keine Frage: Niemand hat das Bild von Mourinho so geprägt wie Mourinho selbst. Ist der Portugiese von einer Sache überzeugt, ist er davon nicht mehr abzubringen. Die Wahrheit leugnen und auf einem leicht widerlegbaren Standpunkt beharren - das können eigentlich nur renitente und unerschrockene Dreikäsehochs, die die Welt noch rein nach ihren Regeln gestalten. Und eben Mourinho.

Saisonziel so gut wie verpasst

Keine Frage, im Weltfußball kann vielleicht nur eine Handvoll Übungsleiter mit Erfolgen des Portugiesen mithalten - was seinen Aussagen ein gewisses Gewicht gibt. Der Stärkere hat Recht. Meistens jedenfalls. Die Crux an der Sache ist nur: Dieses Motto gilt nur, solang Erfolg da ist. Und Erfolg ist ein flüchtiges Gut.

Zieht man vor dem Rückspiel des Champions-League-Halbfinals ein Zwischenfazit von Real Madrids Saison, hat Mourinho durchaus etwas erreicht. Erster Pokalsieg seit 18 Jahren: Check. Erstes Champions-League-Halbfinale seit 2003: Check. Doch neben der verpassten Meisterschaft droht Mourinho beim Saisonziel Nummer eins durchzufallen: Die Vorherrschaft des FC Barcelona zu beenden, wird nach der 0:2-Vorlage im Hinspiel ein nahezu aussichtsloses Unterfangen.

Viel wahrscheinlicher: Real wird von Barca in der spanischen Hackordnung ultimativ auf Rang zwei verwiesen. Und passt man nicht auf, könnte daraus ein chronischer Minderwertigkeitskomplex entstehen.

Denn blickt man auf die letzten drei Clasicos zurück, verhielt sich Real zumeist wie ein Trauma-Patient. Nach dem 0:5 in der Hinrunde, bei dem die Königlichen den Blaugrana ins offene Messer gelaufen waren, wollte Mourinho partout nicht denselben Fehler begehen - und verriet dabei nach Meinung vieler die ureigensten Ideale seines Klubs.

Die Sache mit dem Stierkampf

"In der ersten Halbzeit war Barca wie ein Stierkämpfer, der sein rotes Tuch vor Real Madrid hielt", merkte Ex-Real-Coach Guus Hiddink nach dem Halbfinal-Hinspiel an. "Das Problem war nur, dass der Stier nicht mitmachen wollte und passiv blieb. Normalerweise ist das in der Stierkampfarena das Signal dafür, mit weißen Taschentüchern zu wedeln."

Das Blöde an der Sache: Außer im Pokalfinale hatte Mourinho damit keinen Erfolg. Noch blöder: Seine Tiraden nach dem jüngsten Spiel ließen den Pokalerfolg fast schon verblassen. Hitzfeld empfand angesichts dessen fast schon Schadenfreude: "Zum Glück haben Mourinhos destruktive Methoden, nur zu provozieren und die Aktionen des Gegners zu zerstören, nicht gegriffen."

Aus Sicht des Schweizer Nationalcoaches habe damit "der Fußball gesiegt".

Hiddink hingegen fand es höchst erstaunlich, "dass das Madrider Publikum diese passive Spielweise wirklich zu akzeptieren schien". Für ihn war das der Beweis, "dass im Duell zwischen Madrid und Katalonien andere Regeln gelten".

Hitzfeld: "Eine Schande für Real"

Frei nach dem Motto: Im Krieg und der Liebe ist alles erlaubt. Doch der Clasico-Wahnsinn ist ab Mittwoch passe. Mouinho wird sich alsbald die Frage gefallen lassen müssen, wie denn sein Plan B für die kommende Saison aussieht - am besten bevor das Publikum die Taschentücher zückt.

Hitzfeld dazu: "Eine solche Spielweise kann nicht der Anspruch der Königlichen sein, sie ist eigentlich eine Schande für Real." Nach dem letzten Clasico wird sich auch Präsident Florentino Perez fragen müssen, ob Mourinhos Herangehensweise nach wie vor in Einklang mit den Werten des Klubs steht.

Glaubt man Barca-Idol Johan Cruyff, tut sie das nämlich nicht mehr. "Wenn am Ende nur der nackte Erfolg zählt, wenn du deinem General alle Freiheiten lässt, nur damit er den Feind besiegt, wenn du deine Geschichte vergisst und deine Werte - dann hast du eine sehr gefährliche Grenze überschritten", mahnte Cruyff am Montag in seiner Kolumne in "El Periodico de Catalunya".

Cruyffs Kritik an Perez

Perez habe Mourinho den klaren Auftrag erteilt, die Vorherrschaft von Barca zu beenden - "koste es, was es wolle". Dabei ordne man alles der Aussicht auf Erfolg unter. Selbst eine offensive Spielweise, die Jahrzehnte lang für Real Madrid stand.

Cruyff: "Aber Florentino hat vergessen, dass er fantastische Spieler hat. Spieler, die irgendwann ein großartiges Team bilden könnten. Spieler, die irgendwann Barca besiegen und das Publikum begeistern könnten."

Laut Cruyff trägt der Präsident daran also Mitschuld. Schließlich führe Mourinho nur das aus, was man bei Real insgeheim von ihm erwarte. "In Mourinho steckt Florentino. Der Portugiese ist nur der Vollstrecker."

Hiddink: "Mourinho ist zu weit gegangen"

Dass der Präsident Mourinhos Rundumschläge gegen Gott und die Welt weiterhin klaglos hinnimmt, ist jedoch nicht zu erwarten, da sie auf Dauer das Ansehen des Klubs beschädigen.

In der Fachwelt lästert man zumindest schon gehörig über den Real-Coach ab. "Verdächtigungen mit dem Barca-Engagement für 'UNICEF' zu begründen, das geht nicht, da ist die Grenze überschritten", meint Hitzfeld. Hiddink pflichtet bei: "Mourinho ist zu weit gegangen. Mit seinen kritischen Bemerkungen will er doch nur davon ablenken, wie er sein Team hat spielen lassen."

Der Rat des Holländers: "Er sollte sich entschuldigen. Wenn nicht, versucht er krampfhaft die Wahrheit zu seinen eigenen Gunsten zu verdrehen." Und damit dürften Vorstand und Fans auf kurz oder lang ein Problem haben.

FC Barcelona - Real Madrid: die Bilanz gegeneinander

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung