So wie einst Real Madrid

Von SPOX
Mittwoch, 13.04.2011 | 11:08 Uhr
11. Dezember 1985: Real schlägt Gladbach mit 4:0 und macht damit das 1:5 aus dem Hinspiel wett
© Imago
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Ein 5:2 wie das der Schalker gegen Inter Mailand reicht für gewöhnlich, um die nächste Runde in einem europäischen Wettbewerb zu erreichen - so wie diesmal. Doch dass es auch anders kommen kann, mussten schon ganz andere erleben. Der FC Barcelona zum Beispiel oder der AC Milan. SPOX hat zehn der bemerkenswertesten Comebacks der Europacup-Geschichte zusammengestellt. Rein subjektiv. Die Reihenfolge ist chronologisch.

10. Derby County - Real Madrid 4:1, 1:5

Europapokal der Landesmeister, 2. Runde, 1975/76

Derby County steht in England ja für einige ganz tolle Rekorde. Zum Beispiel zeichnen die Rams für die schlechteste Saisonbilanz aller Zeiten verantwortlich (11 Punkte, 2007/2008) oder für die höchste Pleite in einem FA-Cup-Finale (0:6 gegen Bury, 1903). Und irgendwann zwischen 1903 und 2008 erlebte Derby eine Sternstunde mit einem satten Sieg über Real Madrid. Charlie George traf dreimal gegen die Königlichen um und mit Paul Breitner und Günter Netzer. Doch die revanchierten sich im Rückspiel mit sage und schreibe 120.000 Fans im Rücken. Der große Santillana warf die tapferen Engländer mit seinem Treffer zum 5:1 in der neunten Minute der Verlängerung aus dem Wettbewerb.

9. Queens Park Rangers - Partizan Belgrad 6:2, 0:4

UEFA-Cup, 2. Runde, 1984/85

Nach einem 2:6 stehst Du eigentlich nicht mehr auf. Ach, was hatte QPR die Jugoslawen in Highbury an die Wand gespielt! John Gregory, Wayne Fereday, Simon Stainrod, Warren Neill und Gary Bannister (2) hatten die Weichen ganz klar auf 3. Runde gestellt. Doch das Rückspiel war von einem ganz anderen Kaliber. Partizan wusste um die Auswärtsschwäche der Engländer und setzte diese von der ersten Sekunde unter Druck. Und siehe da: Nach 64 Minuten war das Hinspiel Geschichte. Übrigens: QPR-Manager Alan Mullery saß nach der Nacht von Belgrad nicht mehr lange auf seinem Stuhl.

8. FC Metz - FC Barcelona 2:4, 4:1

Europapokal der Pokalsieger, 1. Runde, 1984/85

Nach heutigen Maßstäben ist sowas gar nicht mehr denkbar. Im Camp Nou wird nicht mehr gewonnen und wenn überhaupt, dann nur, wenn Barca es gestattet. Damals jedoch wussten die in Metz gar nicht, dass sie mit einer 2:4-Heimschlappe im Gepäck gar nicht erst nach Katalonien hätten aufbrechen müssen. Die fuhren da einfach hin, fingen sich dann gleich auch noch das 0:1 und kapierten gar nicht, dass ihre Lage aussichtslos war. Am allerwenigsten wollte das Zvonko Kurbos einsehen. Der Deutsch-Slowene hatte das Kicken beim SV Prag Stuttgart und bei den Kickers gelernt und war 1979 mit Guido Buchwald deutscher A-Jugend-Meister geworden. Und als solcher zeigte er den Bernd Schusters und Carrascos, was eine Harke ist und versenkte Barca mit seinem Dreierpack fast im Alleingang.

7. Borussia Mönchengladbach - Real Madrid 5:1, 0:4

UEFA-Cup, Achtelfinale, 1986/87

Das Hinspiel vor 65.000 Zuschauern in Düsseldorf wird immer seinen Platz in der glorreichen Klubgeschichte der Borussia haben. Bei ausgemachtem Sauwetter heizten Frank Mill, Uwe Rahn, Ewald Lienen und Co. den Fans und vor allem den Spaniern mächtig ein. Genervt war vor allem Superstar Hugo Sanchez, der sich wegen Meckerns Gelb und die Sperre fürs Rückspiel einhandelte. Gordillo sah gar Rot und so konnte ja nichts mehr schiefgehen. Vielleicht hätte Gladbach das Sturminferno der Königlichen sogar irgendwie "überlebt", doch dann hätte Mill seine Großchance in der ersten Halbzeit eben auch machen müssen. So aber trafen Valdano und Santillana doppelt und die Borussia war raus.

6. Dynamo Dresden - Bayer 05 Uerdingen 2:0, 3:7

Europapokal der Pokalsieger, Viertelfinale, 1985/86

Ein 0:2 umzubiegen, ist ja noch nicht die ganz große Kunst. Das haben schon viele in der breiten und vor allem langen Geschichte des Europacups geschafft. Aber nach einem 0:2 im Hinspiel zur Halbzeit des Rückspiels mit 1:3 zurückzuliegen und danach noch weiterzukommen, ist auch 25 Jahre danach immer noch unglaublich. Das Wunder von der Grotenburg (nach dem Stadion Grotenburg-Kampfbahn in Krefeld) gilt zurecht als eines der größten Fußballspiele aller Zeiten.

 

Seite 2: Bayer-Wunder, Euro-Eddi und Milan-Desaster

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