Bewerbungsschreiben an die Fußball-Welt

Von Für SPOX auf Schalke: Haruka Gruber
Montag, 25.04.2011 | 13:21 Uhr
Ralf Rangnick bejubelt den 5:2-Erfolg seiner Schalker bei Inter Mailand
© Imago
Advertisement
Fed Cup Women National Team
Sa21.04.
Halbfinale! Kerber, Görges und Co. gegen Tschechien
Primera División
Live
Levante -
Malaga
Primera División
Live
Real Betis -
Las Palmas
Premier League
Live
Leicester -
Southampton (Delayed)
Ligue 1
Nantes -
Rennes
Championship
Millwall -
Fulham
Ligue 1
Dijon -
Lyon
Primera División
Leganes -
La Coruna
J1 League
Kobe -
Nagoya
Primera División
Eibar -
Getafe
Premiership
Hibernian -
Celtic
Premier League
West Bromwich -
Liverpool
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Serie A
SPAL -
AS Rom
Championship
Ipswich -
Aston Villa
Premier League
Watford -
Crystal Palace
Primera División
Celta Vigo -
Valencia
Ligue 1
Marseille -
Lille
Serie A
Sassuolo -
Florenz
Super Liga
Radnicki Nis -
Roter Stern
Ligue 1
Amiens -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Monaco
Ligue 1
Metz -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Angers
Championship
Cardiff -
Nottingham
Serie A
AC Mailand -
Benevento
Copa del Rey
FC Sevilla -
FC Barcelona
Primeira Liga
Estoril -
Benfica
Primera División
Girona -
Espanyol
Serie A
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo

Vor 32 Jahren erwachte Ralf Rangnicks Liebe für England. Nun könnte er mit einem Erfolg im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Manchester United (Di., 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) Begehrlichkeiten in der Premier League wecken - und etwas schaffen, an dem etliche deutsche Trainer zuvor gescheitert sind.

Damals kam es dem Jüngling nicht in den Sinn, dass seine regelmäßigen Reisen in die Metropole mehr sein könnten als das Zeugnis seiner Passion für den Fußball. Zweimal in der Woche ging er zum Bahnhof von Brighton und stieg in den Schnellzug nach London, um sich aus Freude und Neugierde ein Spiel des FC Arsenal oder Tottenham Hotspur anzusehen.

"Es war einer der schönsten Monate meines Lebens", sagt Ralf Rangnick.

32 Jahre ist es her. Rangnick zog es 1979 aus Stuttgart in den Süden Englands, um als Gaststudent an der Sussex University sein Wissen in Englisch und den Sportwissenschaften zu vertiefen. Er lernte die Sprache fließend zu sprechen und den dortigen Fußball zu lieben.

Rangnick kann sich einen Namen in Europa machen

Eine Romanze, die am Dienstag neu entfacht wird, wenn der von Rangnick trainierte FC Schalke 04 im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals auf Manchester United trifft (Di., 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Nein, er kenne Sir Alex Ferguson nicht, deswegen sei es schön, den legendären Trainer der Red Devils kennenzulernen, sagte Rangnick. Vor allem das Rückspiel sei besonders, denn in seiner Zeit in England habe er nahezu alle wichtigen Stadien besucht, "das Old Trafford war jedoch nicht dabei".

Für Rangnick geht es jedoch nicht nur um persönliche Sentimentalitäten oder Meriten für Schalke, das vor den zwei wichtigsten Spielen seiner Vereinsgeschichte steht. Mit einem überzeugenden Auftritt, vielleicht sogar mit einem sensationellen Weiterkommen könnte Rangnick seinen Marktwert erheblich steigern, sich in Europa einen Namen machen - und das Interesse aus der Premier League wecken.

Dabei sind seit seinem Einstand bei Schalke erst vier Wochen einschließlich des erstaunlichen Doppelsiegs gegen Inter Mailand vergangen.

Champions League als Türöffner

"Bisher ist Ralf Rangnick in England eher unbekannt. Einige wissen, dass er in Deutschland einen guten Ruf genießt, mehr auch nicht. Durch einen Erfolg über Manchester United würde er aber im Handumdrehen jedem ein Begriff und ein legitimer Kandidat auf eine Trainerstelle in der Premier League sein", sagt Tom Dart, Fußball-Experte der Londoner "Times".

In der Tat: Der europäische Fußball ist reich an Geschichten aufstrebender Trainer, die zwar jahrelang vorbildliche Arbeit leisteten, sich jedoch erst mit dem Erfolg in der Champions League für eine Anstellung in einer ausländischen Top-Liga qualifizierten.

Hector Cuper führte Valencia zweimal ins Finale der Königsklasse und wechselte daraufhin zu Inter Mailand, Didier Deschamps gelang mit Monaco 2004 ebenfalls der Einzug ins Endspiel und ging 2006 zu Juventus Turin, Jose Mourinhos Werdegang nach dem Champions-League-Sieg über jenes Monaco führte ihn von Porto über Chelsea und Inter zu Real Madrid.

Gerüchte um FC Liverpool

Die fehlenden Triumphe der Bundesligisten im wichtigsten internationalen Wettbewerb mögen entsprechend eine Erklärung dafür sein, warum deutsche Trainer in England, Italien und Spanien wenig beachtet werden, während in den 90er Jahren noch Namen wie Jupp Heynckes, Bernd Krauss und Ewald Lienen zumindest in der Primera Division einen guten Klang hatten.

Klaus Toppmöller erreichte mit Leverkusen 2002 zwar das Champions-League-Finale, so recht bemerkt hatte das bei den europäischen Spitzenklubs jedoch kaum jemand. Bei Rangnick könnte es etwas anders laufen. Er spricht exzellentes Englisch und mit seiner Reputation als vorzüglicher Fußball-Lehrer erfüllt er ein nicht zu unterschätzendes Kriterium.

In der Premier League ist die Ermangelung an heimischen Nachwuchs-Trainern mit nötiger Befähigung ein strukturelles Problem, weswegen der Input ausländischer Coaches unabdingbar ist.

Meldungen zu Jahresfrist, wonach der FC Liverpool Rangnicks Verpflichtung zumindest nicht für unausgeschlossen hält und dieser einem Wechsel zugeneigt wäre, erwiesen sich jedoch nur als Gerüchte.

Rangnick-Vorgänger Magath träumt von England

Dass dennoch einige englische Medien Rangnick zumindest als denkbare Lösung für Liverpool aufführten, sollte ihn ehren und zeigen, dass es vielleicht doch möglich ist, als deutscher Trainer in der Premier League eine Anstellung zu finden.

Ausgerechnet sein Vorgänger Felix Magath betonte wiederholt, dass er gerne einen englischen Klub betreuen würde, nach seiner Entlassung auf Schalke und der durchwachsenen Rückkehr nach Wolfsburg verfügt er jedoch nicht über die nötige internationale Kredibilität.

Während Magath mit Wolfsburg um den Klassenerhalt bangt, genießt Rangnick die Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben gegen Manchester United, bei der Hunderte von Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt vor dem Fernseher zugegen sein werden.

Rangnick glaubt an Siegchance

"Manchester United ist natürlich der Favorit, wir wissen das. Vor allem wenn es ins Old Trafford geht, wird es schwer. Sie sind schneller und kraftvoller als Inter - aber auch Inter war schon der Favorit gegen uns", sagt Rangnick kämpferisch.

Dass er beim letzten Bundesliga-Spiel gegen Kaiserslautern (0:1) gleich fünf Stammspieler schonte, ist ein Beweis dessen, dass er durchaus an eine Sensation glaubt. "Wenn ich alle aufgestellt hätte, hätten wir keine Chance gehabt, am Dienstag zu gewinnen."

An einem kurzen Augenblick der Ruhe wird sich Rangnick vielleicht an das letzte Spiel erinnern, das er während des Austauschsjahrs in London besucht hatte. Rangnick war an einem Sommertag 1980 Zeuge im alten Wembley-Stadion, als im FA-Cup-Finale Arsenal dem damaligen Zweitligisten und großen Außenseiter West Ham 0:1 unterlag.

Noch immer gilt dies als eines der wundersamsten Ergebnisse des englischen Fußballs. Vielleicht folgt am Dienstag die nächste Überraschung.

Aus Backnang ins Old Trafford: Ralf Rangnick im Steckbrief

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung