Freitag, 17.12.2010

Starke Gegner für Bundesligisten

Bayern - Inter, Schalke trifft auf Valencia

Neuauflage des Vorjahresfinals: Bundesligist Bayern München trifft im Achtelfinale der Champions League auf Inter Mailand, Schalke 04 bekommt es mit dem FC Valencia zu tun.

Szene aus dem CL-Finale der vergangenen Saison: Doppeltorschütze Milito vernascht van Buyten
© Getty
Szene aus dem CL-Finale der vergangenen Saison: Doppeltorschütze Milito vernascht van Buyten

Bayern München hat das große Los gezogen. Der deutsche Rekord-Meister bekommt bereits im Achtelfinale der Champions League die Chance zur Revanche für die Final-Niederlage gegen Inter Mailand im Mai dieses Jahres.

Einen attraktiven Gegner bekam auch Bundesliga-Vizemeister Schalke 04 zugelost. Die Königsblauen treffen in der Runde der besten 16 (15./16 bzw. 22./23. Februar und 8./9. bzw. 15./16. März 2010) auf den früheren Finalisten FC Valencia.

Doch im Mittelpunkt der Achtelfinal-Partien steht der Knaller Bayern gegen Inter. 209 Tage nach der bitteren 0:2-Pleite im Finale von Madrid zog UEFA-Wettbewerbsdirektor Giorgio Marchetti, der für die im Schnee stecken gebliebene englische Fußball-Ikone Bobby Charlton einsprang, die beiden Top-Klubs aus dem Lostopf.

Rummenigge: "Inter ist wahrscheinlich das schwierigste Los"

"Inter Mailand ist ein extrem schweres Los, wahrscheinlich das schwierigste, das für uns im Topf lag. Aber dieses Duell ist auch sehr reizvoll für uns. Nach der Niederlage im vergangenen Mai haben wir nun die Möglichkeit, Revanche zu nehmen", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Am 22. Mai dieses Jahres war für die Münchner der Traum vom fünften Titel in der Königsklasse durch zwei Treffer des Argentiniers Diego Milito geplatzt.

"Schwerer, aber auch interessanter, hätte es für uns nicht kommen können. Wir alle trauern der großen Chance vom verlorenen Finale in Madrid noch immer ein wenig nach. Jetzt können wir das in zwei Spielen gegen Inter wieder zurechtrücken. Ich freue mich auf dieses Duell", ergänzte Sportdirektor Christian Nerlinger.

FC Bayern mit Heimrecht im Rückspiel

Die Münchner gehen diesmal aber mit einem kleinen Vorteil in das Duell gegen den 18-maligen Meister. Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal tritt nach dem Gruppensieg in der Vorrunde zunächst in Mailand an, bevor sie im entscheidenden Rückspiel Heimrecht genießt. Das gilt auch für die Schalker, die als Sieger der Gruppe B hervorgingen und auf Valencia treffen.

"Valencia - da werden gerade für unsere Fans Erinnerungen an 1997 wach. Sicherlich kein leichtes Los, aber wir haben alle Chancen. Unser Vorteil könnte sein, dass das Rückspiel auf Schalke stattfindet, wo wir mit unseren Fans im Rücken das Weiterkommen erreichen wollen", sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer.

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Schalke: Gute Erinnerungen an Valencia

Auf dem Weg zum legendären UEFA-Cup-Triumph 1997 hatten die Schalker damals Valencia im Viertelfinale aus dem Weg geräumt. In der Gruppenphase 2007/08 gab ein 0:1 und 0:0, am Ende zogen aber beide Klubs ins Achtelfinale ein. Dort soll nach Ansicht von Felix Magath aber noch nicht Endstation sein: "Ein attraktives und zugleich auch schweres Los. Dennoch ist es unser Ziel, gegen den FC Valencia weiterzukommen."

Ähnlich wie die Schalker hinkt Valencia, immerhin Champions-League-Finalist 2000 und 2001, in der Primera Division den eigenen Ansprüchen hinterher.

Derzeit liegt der sechsmalige Meister nur auf dem fünften Platz. Gute Erinnerungen an Valencia hat auch Schalkes Superstar Raul, der im Jahr 2000 mit Real im Champions-League-Finale die Oberhand behielt.

Bayern: Viertes Duell mit Inter

Die Bayern treffen zum vierten Mal auf internationaler Bühne auf Inter. 1988/89 hatte sich der deutsche Rekordmeister im UEFA-Pokal-Achtelfinale (0:2 und 3:1) durchgesetzt, 2006/07 gab es in der Gruppenphase ein 1:1 und ein 2:0, ehe schließlich Inter im Finale vor gut einem halben Jahr die Oberhand behielt.

Doch mit Startrainer Jose Mourinho ist auch der Erfolg gegangen. Inter ist derzeit nur Siebter der Serie A.

Die Auslosung in Nyon brachte aber noch weitere Leckerbissen. So treffen die beiden deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira mit Real Madrid auf den französischen Klub Olympique Lyon, der die Königlichen vor Jahresfrist bereits im Achtelfinale ausgeschaltet hatte. Auch Reals Erzrivale hat einen schweren Gegner gezogen.

In den Spielen gegen den FC Arsenal kommt es zur Neuauflage des Endspiels von 2006.

Außenseiter Kopenhagen gegen Chelsea

In den weiteren Partien trifft der AS Rom auf Schachtjor Donezk, der AC Mailand bekommt es mit Tottenham Hotspur und Rafael van der Vaart zu tun, Olympique Marseille spielt gegen Manchester United und Außenseiter FC Kopenhagen fordert den FC Chelsea heraus.

Ein Weiterkommen wäre für Bayern und Schalke auf jeden Fall lukrativ. Für das Erreichen des Viertelfinals würde die Europäische Fußball-Union (UEFA) weitere 3,3 Millionen Euro überweisen. Schon jetzt haben die Münchner 14,1 Millionen und die Schalker 13,7 Millionen Euro verdient.

Hammerlos für Bayern - Schalke gegen Valencia


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