Champions League, Gruppe E

Keine Bayern-Kaffeefahrt nach Rom

SID
Montag, 22.11.2010 | 13:57 Uhr
Nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen hat Bayern bereits 14 Punkte Rückstand auf Platz eins
© Getty
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Bayern München hat das Achtelfinale der Champions League nach vier Siegen bereits erreicht. Das Gruppenspiel beim AS Rom hat deshalb keine allzu große Bedeutung mehr, soll aber dennoch nicht zur reinen Kaffeefahrt ausarten.

Frust statt Lust, Unruhe statt Aufbruch: Angesichts der großen Probleme in der Bundesliga gerät bei Bayern München das Champions-League-Spiel am Dienstag (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) beim AS Rom fast schon ein bisschen zur Nebensache.

Vor dem Abflug am Montagmittag sprach Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im anhaltenden Vertragspoker um Bastian Schweinsteiger vielmehr ein Machtwort und schloss einen vorzeitigen Verkauf des Nationalspielers aus. Zudem kündigte er für die Winterpause Verstärkungen in der zuletzt viel kritisierten Abwehr an.

"Ich habe immer gesagt, dass wir den Vertrag mit Bastian unbedingt verlängern wollen. Daran arbeiten wir. Aber wenn das nicht gelingt, dann bleibt er sicher bis zum 30. Juni 2012 beim FC Bayern", sagte Rummenigge und konterte damit Louis van Gaal.

Der Trainer hatte den Bayern geraten, Schweinsteiger nach Ende der Saison abzugeben, falls der 26-Jährige die Bayern verlassen möchte. Denn nur bei einem vorzeitigen Transfer könnten die Münchner Ablöse für den begehrten Mittelfeldspieler kassieren.

Rummenigge: "Ich habe das letzte Wort"

"Er kann das nicht entscheiden. In dem Fall nehme ich mir das Recht heraus, das letzte Wort zu haben", stellte Rummenigge in Richtung van Gaal klar. Schweinsteiger sei immer "einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Spieler bei uns".

Der Bayern-Boss schloss dagegen nicht mehr länger aus, dass der Rekordmeister in der Winterpause die Problemzone Abwehr verstärken wird. "Wenn wir die Fehler nicht abstellen, werden wir da etwas machen. Wir werden das gut beobachten und analysieren - und dann die Dinge gemeinsam entscheiden", sagte Rummenigge.

Als Zugang ist Linksverteidiger Domenico Criscito vom FC Genua im Gespräch, den Sportdirektor Christian Nerlinger am Sonntag beobachtete. Aber auch der Kauf eines neuen Innenverteidigers sei laut Rummenigge möglich.

Martin Demichelis und Daniel van Buyten werden den hohen Ansprüchen schon länger nicht mehr gerecht. Franz Beckenbauer hatte der Bayern-Defensive erst in Leverkusen "Kindergartenfehler" vorgeworfen. Auch Rummenigge monierte, "dass wir uns durch unser Fehlverhalten in der Defensive jedes Mal um den Lohn bringen".

Bayern ohne sechs Spieler in Rom

Noch muss sich van Gaal mit dem vorhandenen Kader begnügen - und der ist derzeit reichlich dezimiert. Nach Rom flog der FC Bayern ohne den Gelb-gesperrten Schweinsteiger sowie die angeschlagen Mark van Bommel, Holger Badstuber, Miroslav Klose, Arjen Robben und Ivica Olic.

Wenigstens meldete sich Demichelis, der wegen einer Oberschenkelverhärtung gefehlt hatte, wieder zurück. Zudem steht Franck Ribery im "Stadio Olimpico" vor seinem Comeback in der Startelf, nachdem er zuletzt gegen Nürnberg (19 Minuten) und in Leverkusen (29) zu Kurzeinsätzen gekommen war. Der Franzose war von van Gaal und auch von Beckenbauer in den vergangenen Tagen kritisiert worden.

Trotz der vielen Sorgen wollen die Münchner ihre weiße Weste in der Königsklasse behalten und als Gruppenerster ins Achtelfinale einziehen. Dazu reicht schon ein Zähler. "Aber wir wollen gewinnen", betonte Rummenigge: "Es geht auch um Punkte für die Bundesliga im UEFA-Ranking und um viel Geld."

Platz eins in der Gruppe E haben die Bayern fast sicher, Platz eins in der Bundesliga ist dagegen meilenweit entfernt. Angesichts von 14 Punkten Rückstand auf Dortmund waren sich die Münchner auch am Montag vor der Reise nach Rom nicht einig, ob der Titel noch ein realistisches Ziel ist.

Qualifikation zur Champions-League als Ziel

Für Beckenbauer sind die Bayern "Lichtjahre" davon entfernt. Nerlinger erklärte erneut, "dass wir uns damit im Moment nicht beschäftigen brauchen". Das Hauptaugenmerk liege vielmehr auf der Qualifikation zur Champions League für die kommende Saison, zumal 2012 das Finale in München stattfindet.

Rummenigge war dagegen "nicht bereit, die Ziele zu revidieren. Ich weiß nicht, wer die Meisterschaft schon abgeschrieben hat. Das hat es historisch auch noch nicht gegeben, dass so ein Rückstand aufgeholt wurde. Aber ich bin es gewohnt, zu kämpfen."

Die Champions-League-Gruppe E im Überblick

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