Dienstag, 14.09.2010

Bremen trotzt Verletzen - auch Spurs mit Problemen

Werder selbstbewusst gegen alten Bekannten

Zum Auftakt der Champions League empfängt Werder Bremen die jungen Heißsporne von Tottenham Hotspur. Neben Per Mertesacker und Naldo fällt auch Torjäger Claudio Pizarro aus.

Ohne Claudio Pizarro, aber mit viel Selbstvertrauen: Werder Bremen vor dem Duell gegen Tottenham
© sid
Ohne Claudio Pizarro, aber mit viel Selbstvertrauen: Werder Bremen vor dem Duell gegen Tottenham

Hanseatisch-kühl gegen die "Heißsporne" - gestärkt vom 0:0-Achtungserfolg beim deutschen Rekordmeister Bayern München ist Gelassenheit vor dem Champions-League-Auftakt heute (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) gegen Tottenham Hotspur an der Weser Trumpf. "Wir sind derzeit gut aufgestellt und haben gute Spieler, das konnten wir in München beweisen", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf und auch Bremens Stürmer Marko Arnautovic verbreitet Optimismus: "Wir werden von Woche zu Woche besser, das müssen wir einfach fortsetzen."

Allerdings: Personell wird sich die Lage vor dem Gastspiel der Londoner im Weserstadion gegenüber dem Auftritt in München nicht verbessern. Mit der erhofften Rückkehr von Torjäger Claudio Pizarro wird es nichts, der Muskelfaserriss im Oberschenkel ist noch nicht vollständig auskuriert. Der Peruaner betrübt: "Es ist besser geworden, aber nicht so sehr wie ich dachte." Auch an den Einsatz der etatmäßigen Innenverteidigung mit Naldo (Kniebeschwerden) und Nationalspieler Per Mertesacker (Brüche im Gesicht) ist noch nicht zu denken.

Allofs gibt Platz zwei als Ziel aus

Erklärtes Ziel der Norddeutschen ist es, erstmals seit fünf Jahren wieder in der Königsklasse zu überwintern, auch wenn die Vorrunden-Gruppe A mit Titelverteidiger Inter Mailand und dem niederländischen Meister Twente Enschede als besonders stark gilt. Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs lässt auf jeden Fall keine Ausflüchte gelten: "Wir waren im zweiten Lostopf und müssen den Anspruch haben, mindestens den zweiten Tabellenplatz zu belegen."

Die Engländer brachten am Montag ein in Deutschland bekanntes Gesicht mit in die Hansestadt. Der ehemalige Hamburger Rafael van der Vaart, für elf Millionen Euro von Real Madrid nach Großbritannien gewechselt, gibt sein internationales Debüt für den dreimaligen Europapokalsieger.

Dafür fehlen andere wichtige Spieler. Abwehrspieler Michael Dawson muss wegen einer Knieverletzung passen, ein mehrfacher Bänderriss zwingt Nationalspieler Jermaine Defoe zu einer Pause und Mittelfeldakteur Luka Modric dürfte ebenfalls ausfallen.

Für Trainer Harry Redknapp aber kein Grund, pessimistisch an die Partie im Weserstadion heranzugehen, obwohl man bei der Generalprobe in der Premier League beim Aufsteiger West Bromwich Albion über ein 1:1-Unentschieden nicht hinaus kam.

"Ich habe eine auch charakterlich großartige Mannschaft, die sich für keinen Weg zu schade ist", sagte der 63-Jährige fast euphorisch.

Spurs in Bremen wohl ohne Modric


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