Ohne Rooney nach Valencia

ManUtd kämpft gegen den Spanien-Fluch

SID
Dienstag, 28.09.2010 | 12:55 Uhr
Wayne Rooney (r.) verletzte sich in der Premier League gegen die Bolton Wanderers am Knöchel
© Getty
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Am zweiten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase muss Manchester United ohne den verletzten Wayne Rooney zum starken FC Valencia reisen. Der FC Barcelona tritt bei Rubin Kasan an und Rafael van der Vaart feiert sein Königsklassen-Debüt für Tottenham Hotspur gegen Twente Enschede.

Wenn englische Klubs zu Auswärtsspielen nach Europa reisen, bleibt oftmals ein Teil ihrer Stärke auf der Insel zurück. Besonders ausgeprägt ist dieses unerklärliche Phänomen bei Fahrten von Manchester United nach Spanien.

ManUtd konnte nur ein einziges von bislang 18 Spielen auf der iberischen Halbinsel gewinnen. Diese wenig schmeichelhafte Statistik will der 18-malige englische Meister am Mittwoch im Spitzenspiel der Champions League beim spanischen Tabellenführer FC Valencia zumindest etwas aufbessern.

Dabei muss der Zweite der Premier League auf Stürmerstar Wayne Rooney verzichten, der sich im Ligaspiel bei den Bolton Wanderers (2:2) eine Knöchelverletzung zugezogen hat.

Gibson äußert Kritik an Rooney

Ob sein Ausfall allerdings tatsächlich eine Schwächung für Manchester bedeutet, ist fraglich. Denn der 24-Jährige läuft seit der für England und ihn persönlich miserablen WM sowie den Enthüllungen über einen erneuten Sex-Skandal seiner Form hinterher.

"Der Skandal hat ihm sicher keinen Gefallen getan, der Druck ist wahrscheinlich sehr groß. Und es ist offensichtlich, dass er seit der WM seine Form verloren hat", sagte Mittelfeldspieler Darron Gibson ungewohnt deutlich. In der vergangenen Saison waren Rooney unglaubliche 34 Pflichtspieltreffer gelungen, in dieser Spielzeit durfte er erst über ein Ligator jubeln.

Statt Rooney wird wohl Michael Owen neben dem zuletzt überragenden Ex-Bundesligaprofi Dimitar Berbatow in der Startelf gegen Valencia stehen.

Doch die Probleme der Red Devils, die zum Auftakt der Champions League nicht über 0:0 gegen die Glasgow Rangers hinauskamen, liegen derzeit in der Defensive. Sieben Gegentreffer in den vergangangen drei Ligaspielen sind für Innenverteidiger Nemenja Vidic zu viel: "Dass wir den Kasten zuletzt nicht sauber halten konnten, ist sehr enttäuschend."

Gastgeber in herausragender Form

Valencia will die leichte Verunsicherung ausnutzen. Der Gastgeber, der in der heimischen Liga die hoch gehandelten FC Barcelona und Real Madrid derzeit in Schach hält, tritt mit breiter Brust an. "Wir haben einen Lauf und sind zu allem fähig", sagte Torhüter Cesar Sanchez.

Der Champions-League-Finalist von 2000 und 2001 hat die Abgänge der Nationalspieler David Silva und David Villa, die dem finanziell angeschlagenen Klub etwa 70 Millionen Euro einbrachten, erstaunlich gut aufgefangen. Zum Auftakt der Königsklasse hatte Valencia den türkischen Klub Bursaspor 4:0 besiegt.

Beim FC Barcelona könnte derweil Weltfußballer Lionel Messi im Spiel beim russischen Meister Rubin Kasan sein Comeback nach einer Sprunggelenkverletzung geben. Der argentinische Dribbel-Künstler, der zwei Spiele zuschauen musste, wurde in den Kader berufen, obwohl die medizinische Abteilung noch kein grünes Licht für seinen Einsatz gegeben hat.

Van der Vaart voller Vorfreude auf Twente

Dies beweist jedoch, dass die Katalanen mit reichlich Respekt nach Russland reisen. Die 1:2-Heimniederlage in der vergangenen Saison gegen Rubin Kasan ist noch lange nicht vergessen. "Rubin hat uns da überrascht. Aber das wird uns nicht noch einmal passieren", sagte Barcas Sportdirektor Andoni Zubizarreta.

Rafael van der Vaart kann derweil sein Champions-League-Heimdebüt für seinen neuen Klub Tottenham Hotspur kaum erwarten, schließlich kommen seine Landsleute von Twente Enschede an die White Hart Lane.

"Ich habe viel Erfahrungen in der Champions League sammeln können und will meinem Team helfen", sagte der Niederländer, der gemeinsam mit dem ebenfalls offensiv ausgerichteten Kroaten Luka Modric für Gefahr aus dem Mittelfeld sorgen soll.

Der Kader von Manchester United

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