Champions League: Olympique Lyon - FC Schalke 04

Die Rückkehr des Schalke-Fußballs

Von Haruka Gruber
Dienstag, 14.09.2010 | 10:00 Uhr
Felix Magath trainiert den FC Schalke 04 in der zweiten Saison
© Getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Alle Samstags-Highlights: HSV-FCB, BVB, VfB & RBL
Primera División
Live
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
Live
PSV – Heracles
Serie A
Live
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Live
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses

Felix Magath träumte vom Offensiv-Spektakel - doch mit dem Philosophiewechsel ging die Schalker Krise einher. Vor dem Champions-League-Auftakt bei Olympique Lyon (Di., 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) zieht er die Notbremse.

Bei jedem anderen Bundesliga-Trainer wäre es als Überreaktion gedeutet worden. Als Zeichen von Panik und Schwäche angesichts des Fehlstarts.

Das Abrücken von der flachen 4-4-2 zum 4-2-3-1, die teils kurios anmutenden Aufstellungen, das öffentliche Anprangern und die folgende Entmachtung des neu verpflichteten Abwehrchefs: Der Verdacht des blinden Aktionismus liegt nahe - würde der Trainer nicht Felix Magath heißen.

Seit dem Abstiegsjahr 1987 hat der FC Schalke 04 zu Saisonbeginn nicht mehr dreimal verloren. Welch Dramatik dahinter steckt, verdeutlicht eine Statistik: Nach drei Niederlagen in den ersten drei Partien gelang es in der Bundesliga-Geschichte erst drei Mannschaften, die Saison besser als Platz zehn zu beenden.

Ein Verpassen der Champions League im kommenden Jahr würde jedoch die Grundfesten des Vereins erschüttern, da die finanzielle Konsolidierung eng mit den kalkulierten Einnahmen aus dem Wettbewerb verknüpft ist. Dementsprechend entscheidend ist vor dem Auftakt der Königsklasse bei Olympique Lyon (Di., 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) die Suche nach den Gründen für die Krise: Welche Fehler begeht Magath?

Kommt Schalke weiter? Der CL-Tabellenrechner!

Unberechenbarkeit und harte Hand als Erfolgsrezept

Zumindest kann ihm eines nicht vorgeworfen werden: Dass er die Ruhe verliert. Vielmehr gehört es zu Magaths seit Jahren kultivierten Wesenszügen, seine Taktik von Spiel zu Spiel zu verändern, Spieler auf ungewohnten Positionen aufzubieten oder Führungskräfte öffentlich zu demontieren, um sie so zu Höchstleistungen zu treiben.

Nur zur Erinnerung: Letzte Saison verlief nur so erfolgreich, weil sich die Gegner nur schwer auf Schalke einstellen konnten. Mal setzte Magath auf ein 4-3-3 mit zwei oder einem Sechser, mal auf ein 4-4-2 mit Raute oder Doppelsechs, mal auf ein 4-2-3-1. Plötzlich agierte der defensive Mittelfeldspieler Peer Kluge als verkappte hängende Spitze oder Rechtsverteidiger Rafinha hinten links.

Und die letztjährige Leistungssteigerung von Kevin Kuranyi und Jefferson Farfan ist nur mit der teils rüden, aber offenbar wirksamen Kritik Magaths an ihnen zu erklären. Daher ist auch seine harte Gangart gegenüber Christoph Metzelder plausibel.

Die Neuerfindung des Schalke-Fußballs

Es ist demnach wenig erstaunlich, dass Magath auch in dieser Saison an seinem bewährten und von Pragmatismus geprägten Coachingstil festhält.

In einem zentralen Punkt jedoch versuchte sich Magath an etwas Neuem - und scheint dabei die Fähigkeiten seiner Spieler überschätzt zu haben: Die Neuerfindung des Schalke-Fußballs.

Seit Jahren definierte sich die Mannschaft über die Verteidigung und die Zerstörung des gegnerischen Spiels. Eine Herangehensweise, die weitgehend erfolgreich war, jedoch nicht Magaths Ansprüchen genügt.

Felix Magath: "Das ist grundsätzlich nicht meine Welt!"

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich spielerisch mit unseren Auftritten oftmals nicht zufrieden war. Wir wollen nicht nur erfolgreichen, sondern zukünftig auch attraktiveren Fußball spielen", kündigte Magath einen Philosophiewechsel für diese Saison an.

Im Februar erklärte er bereits: "Ich grüble ständig, wie wir mehr spielerischen Glanz reinbringen. Wir stehen zu tief, spielen zu passiv und zu wenig nach vorne. So wie es Schalke schon seit Jahren macht. Das ist grundsätzlich nicht meine Welt!"

Magath weiter: "Doch wir können die Mannschaft nicht von heute und auf morgen völlig umkrempeln. Dafür brauchen wir viel Zeit und andere Spielertypen."

Blog von Pinky04: Hoffenheim-Pleite in der Analyse

Mannschaft erst sehr spät komplett

Mit Raul, Klaas-Jan Huntelaar oder Jose Manuel Jurado verfügt er nun über die gewünschten Spielertypen - doch was Magath im Sommer fehlte, war die Zeit.

Wegen der Querelen mit Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies um das zur Verfügung stehende Transferbudget konnte Schalke wesentlich später als die Konkurrenz einkaufen, was Magath Mühe bereitete, erst die gewünschten Spieler zu verpflichten und sie daraufhin in die Vorbereitung zu integrieren. Die Schüsselspieler Huntelaar und Jurado kamen sogar erst nach dem Saisonstart.

Dass Schalke trotz der sehr spät zusammengestellten Mannschaft phasenweise attraktiveren Fußball spielt als in der Vorsaison, ist ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft. "Ich habe in Hoffenheim eine deutliche spielerische Steigerung gesehen. Es gibt Fortschritte", sagt Magath.

Priorität: Defensive stabilisieren

Doch auch er sieht offenbar ein, dass der ambitionierte Wandel hin zu einem ansehnlichen Fußball auf Kosten der Verteidigung ging. Es gibt keine Routinen mehr, das Umschalten funktioniert nur mangelhaft und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen werden nicht gehalten. Es fehlt die Balance.

Die Spieler wirken ob der neuen Marschroute und den zahlreichen Zugängen schlichtweg überfordert, deswegen schließt Magath für das Lyon-Spiel auch aus, dass der neue Spielmacher Jurado in der Startelf steht.

Denn: "Wir können keinen Hurra-Fußball spielen. Wir müssen vorrangig unsere Defensive stabilisieren und uns ein Erfolgserlebnis erkämpfen."

Voraussichtlichen Aufstellungen:

Lyon: Lloris - Reveillere, Diakhate, Lovren, Kolodziejczak - Toulalan, Makoun - Briand, Gourcuff, Bastos - Lisandro

Schalke: Neuer - Sarpei, Höwedes, Plestan, Schmitz - Jones - Moritz, Rakitic - Farfan, Huntelaar, Raul

Lyon-S04: Einmal Neustart, bitte!

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung