Bergomi: "Müller kann Inter vor Probleme stellen"

Von Interview: Christian Bernhard
Freitag, 21.05.2010 | 12:19 Uhr
Giuseppe Bergomi (r.) stand 759 Spiele für Inter Mailand auf dem Platz - einsamer Rekord
© Getty
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Inter Mailand oder der FC Bayern: Wer macht am Samstag in Madrid das Triple klar? Giuseppe Bergomi ist eine der größten Inter-Legenden und hat mit 759 Partien die meisten Spiele für die Nerazzurri bestritten. Der Vorgänger des heutigen Kapitäns Javier Zanetti hat 1998 den letzten internationalen Titel für Inter gewonnen (UEFA-Cup), selbst ein legendäres Spiel gegen den FC Bayern bestritten und tolle Erinnerungen an seine Ex-Teamkollegen Karl-Heinz Rummenigge, Lothar Matthäus, Andreas Brehme und Jürgen Klinsmann.

Giuseppe Bergomi ist der Rekordspieler von Inter Mailand. 759 Partien stand der 46-Jährige, der in seiner Karriere nur für die Nerazzurri spielte, im schwarz-blauen Trikot auf dem Platz.

Im Interview mit SPOX spricht "Lo Zio" (Der Onkel), der heute bei "Sky Italia" als TV-Kommentator tätig ist, über den Verein, das Finale in Madrid und seine spezielle Beziehung zu Inters "Deutschen".

SPOX: Herr Bergomi, wer ist am Samstag der Favorit?

Giuseppe Bergomi: Für mich ist Inter leicht favorisiert. Vor ein paar Monaten wäre die Ausgangslage eindeutiger gewesen, aber jetzt sind die Bayern in einer Bombenform. Dennoch hat Inter in der Qualität der Offensiveinzelspieler leichte Vorteile.

SPOX: Inters Mittelfeldspieler Esteban Cambiasso hat gesagt: "Wir haben bereits eine herausragende Saison gespielt, wenn wir am Samstag siegen, wird sie historisch." Unterschreiben Sie das?

Bergomi: Klar, dass er das sagt. Mit einem Sieg in Madrid würde die Saison auch historisch. Das wahre Ziel in den letzten Jahren war für Inter aber immer die Champions League. Keine Frage, das war bisher eine gute Saison, aber in Italien ist Inter mittlerweile ohne Konkurrenz. Der Finaleinzug hat viel Kraft und Nerven gekostet, deshalb wurde es in der Liga so knapp. Ansonsten ist die Dominanz zu groß.

SPOX: Inter war viele Jahre hinter Milan und Juve nur die Nummer drei in Italien. In den letzten Jahren sind die Nerazzurri an ihren Rivalen vorbeigezogen. Wie ist das gelungen?

Bergomi: Ein wichtiger Faktor war "Calciopoli", der große Fußballskandal. Inter hat nach Juves Zwangsabstieg mit Zlatan Ibrahimovic und Patrick Vieira viel Qualität von den Turinern geholt, die anderen Topteams konnten oder wollten nicht mehr so viel ausgeben. Inters finanzielle Möglichkeiten sind beeindruckend, da kann niemand mithalten. Selbst die Roma, der größte Konkurrent der letzten Jahre, kann nicht mehr machen, als sie jetzt imstande ist zu leisten.

SPOX: Es scheint sich auch die Mentalität verändert zu haben. So selbstbewusst und entschlossen wie in dieser Saison ist Inter in Europa lange nicht mehr aufgetreten.

Bergomi: Ja, das war eine konstante Entwicklung. Auch in den Jahren zuvor hätte Inter weit kommen können. Man darf nie vergessen, dass es in der Königsklasse auch das nötige Quäntchen Glück braucht. Man muss zum richtigen Moment in Topform sein, darf keine Verletzungen haben und muss auch etwas Glück bei strittigen Entscheidungen haben. Beide Finalisten haben all diese Faktoren genutzt. Die wahre Stärke einer Mannschaft zeigt sich aber in der Meisterschaft.

SPOX: Die Meisterschaft ist der "ehrlichere" Wettbewerb?

Bergomi: Ja, da musst du in 38 Spielen deinen Wert unter Beweis stellen. In der Champions League können gerade in den K.o.-Spielen viele kleine Faktoren entscheidend sein. Am Ende holt nicht immer die stärkste Mannschaft den Pokal. Inter und Bayern haben diese Saison alles richtig gemacht - obwohl andere Teams qualitativ vielleicht besser besetzt waren.

SPOX: Der Mann, der Inters Erfolge ermöglicht hat, ist Präsident Massimo Moratti. Sie kennen ihn gut. Was zeichnet ihn aus?

Bergomi: Moratti ist ein Schwärmer und Inters größter Fan. Er lässt sich von den Emotionen mitreißen, diese Leidenschaft hat viele Erfolge in den letzten Jahren eingebracht. Und er steckt sehr viel Geld in den Verein. Eine positive Erscheinung, solche Personen braucht der italienische Fußball. 1998 war ich in Paris am letzten internationalen Triumph beteiligt, jetzt hoffe ich, dass der Verein den langersehnten Pokal mit den großen Ohren holt. Moratti und die Fans verdienen es sich, sie haben viele Jahre lang gelitten.

SPOX: Welche aktuellen Inter-Spieler schätzen Sie besonders?

Bergomi: Javier Zanetti kenne ich am besten, mit ihm habe ich noch zusammengespielt. Er ist ein Musterprofi, kümmert sich um alle Details. Ich bin mir sicher, dass er noch mit 40 Jahren spielen wird, er ist ein wahrer Champion. Zu Dejan Stankovic habe ich auch ein besonderes Verhältnis. Und dann ist da Diego Milito, das Symbol der Mannschaft in diesem Moment.

Javier Zanetti im Porträt: Der Traum eines jeden Trainers

SPOX: Trotzdem ist der Mann, um den sich bei Inter alles dreht, Jose Mourinho. Für viele ist er der beste Trainer der Welt. Für Sie auch?

Bergomi: Mir gefällt die Bezeichnung "der Beste der Welt" nicht - weder bei Spielern, noch bei Trainern. Wenn jemand sagt: "Maicon ist der stärkste Außenverteidiger der Welt", antworte ich: "Nein, er ist einer der Besten." Mourinho ist einer der besten Trainer die es gibt, keine Frage. So wie auch Carlo Ancelotti, Alex Ferguson oder Louis van Gaal. Man darf bei solchen Bewertungen auch nie das Umfeld vergessen: Mourinho kam von Roman Abramowitsch zu Massimo Moratti und ist womöglich bald bei Florentino Perez, da gibt es schlechtere Voraussetzungen für einen Coach.

SPOX: Was beeindruckt Sie am Portugiesen?

Bergomi: Er schafft es, einfach alles aus seinen Spielern herauszuholen. Wenn ich Samuel Eto'o und Diego Milito sehe, wie sie in Barcelona als Verteidiger spielen, zeigt das, dass die Spieler alles für ihn tun. Wirklich alles. Diese Hingabe zu erhalten, ist nicht einfach für einen Coach.

SPOX: Mourinho hat gesagt, dass die Mannschaft in den kommenden Jahren auch ohne ihn gewinnen wird. Sehen Sie das auch so?

Bergomi: Ja, genau so. Der Verein und das Team sind schon Jahren auf dem richtigen Weg. Der Klub hatte mit Roberto Mancini Erfolg, er ist jetzt mit Mourinho erfolgreich und er wird auch mit dem nächsten Trainer erfolgreich sein. Da stimme ich Mourinho vollkommen zu.

SPOX: In den letzten Tagen überschlugen sich die Meldungen über einen Wechsel Mourinhos nach Madrid. Stören diese Gerüchte nicht das Team?

Bergomi: Nein, die Mannschaft ist voll auf das große Ziel fokussiert. Alle wissen, um was es geht, von diesen Gerüchten lassen sie sich nicht beeinträchtigen.

Lese Sie auf Seite zwei, was Bergomi von Louis van Gaal hält und wen er von den Bayern am meisten fürchtet. Außerdem spricht über eine bittere Niederlage gegen den FCB und sein tolles Verhältnis zu den Inter-"Deutschen".

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