Mittwoch, 21.04.2010

Champions League

Barca wittert Verschwörung

"Raub!" "Überfall!" "Betrug!" Nach der 1:3-Pleite im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Inter Mailand wittern Titelverteidiger FC Barcelona und spanische Medien die Verschwörung einer Portugal-Connection.

Inter Mailand heimste bereits 17 italienische Meistertitel ein
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Inter Mailand heimste bereits 17 italienische Meistertitel ein

"Der Schiedsrichter ist Portugiese, genau wie Mourinho", sagte der sonst so besonnene Xavi und schimpfte wie ein Rohrspatz.

Der kleine Spielmacher war kaum zu beruhigen, ließ nach dem Spiel im Kabinengang seinen Unmut an Referee Olegario Benquerenca aus und legte sich auch mit Inter-Coach Jose Mourinho an.

Das Tor zum 3:1 (1:1)-Endstand für Inter durch Diego Milito (61.) fiel aus klaren Abseitsposition, kurz vor Spielende übersah der Unparteiische ein Foul an Barca-Verteidiger Dani Alves im Strafraum der Mailänder; der Gästespieler wurde sogar wegen einer angeblichen Schwalbe verwarnt.

"Überfall von Mourinho!", titelte "AS" und "Sport" schrieb: "Raub auf italienische Art. Inter und der Schiedsrichter schlagen Barcelona. Ein unsäglicher Olegario Benquerenca."

"Kann Xavi nicht böse sein"

Das ohnehin eher Real Madrid zugewandte "Marca" kommentierte: "Mou erteilt Pep Guardiola eine Lektion." Der auch unter normalen Umständen vor Selbstvertrauen strotzende Mourinho stellte sich voller Stolz den Medien, zeigte aber auch Verständnis für Xavis Wutanfall.

"Es ist schwierig zu verlieren, wenn man es nicht gewohnt ist. Ich bin auch ein bisschen so. Ich kann Xavi nicht böse sein, ich vergöttere ihn seit 15 Jahren." Mourinho hatte leicht reden. Sein perfekt eingestelltes Team nahm Xavi und Weltfußballer Lionel Messi nahezu komplett aus dem Spiel.

Das 0:1 durch Pedro Rodriguez (19.) glich Wesley Sneijder (30.) noch vor der Pause aus. Kurz nach Wiederanpfiff nutzte Maicon die Vorarbeit des starken Milito zum 2:1 (48.), 13 Minuten später folgte das Abseitstor.

CL-Halbfinale: Die besten Bilder
Expertenrunde: Vor dem Spiel diskutierten Franz Beckenbauer (l.) und die beiden Champions-League-Sieger von 2001 Bixente Lizarazu (M.) und Stefan Effenberg (r.)
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Expertenrunde: Vor dem Spiel diskutierten Franz Beckenbauer (l.) und die beiden Champions-League-Sieger von 2001 Bixente Lizarazu (M.) und Stefan Effenberg (r.)
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Beim Einlaufen der Teams unterstrichen die Fans ihre Unterstützung. Deren beeindruckende Choreographie erstreckte sich über alle Ränge der Arena
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Beim Einlaufen der Teams unterstrichen die Fans ihre Unterstützung. Deren beeindruckende Choreographie erstreckte sich über alle Ränge der Arena
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Dann ging's los. Vor allem Bastian Schweinsteiger (r.) kam eine Menge Verantwortung zu, da Kapitän und zweiter Sechser Mark van Bommel gelbgesperrt war
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Dann ging's los. Vor allem Bastian Schweinsteiger (r.) kam eine Menge Verantwortung zu, da Kapitän und zweiter Sechser Mark van Bommel gelbgesperrt war
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Die linke Hälfte von Bayerns Offensiv-Zange, Franck Ribery (r.), bekam es unter anderem mit dem Ex-Leverkusener Cris zu tun
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Die linke Hälfte von Bayerns Offensiv-Zange, Franck Ribery (r.), bekam es unter anderem mit dem Ex-Leverkusener Cris zu tun
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Der Moment des Schreckens für den FCB: Franck Ribery (l.) sieht völlig überraschend die Rote Karte von Schiedsrichter Roberto Rosetti (r.). Was war geschehen?
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Der Moment des Schreckens für den FCB: Franck Ribery (l.) sieht völlig überraschend die Rote Karte von Schiedsrichter Roberto Rosetti (r.). Was war geschehen?
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Sekunden zuvor: Ribery (l.) ging zwar mit dem rechten Fuß Richtung Ball, traf allerdings nur den Knöchel von Lisandro. Der musste anschließend behandelt werden
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Sekunden zuvor: Ribery (l.) ging zwar mit dem rechten Fuß Richtung Ball, traf allerdings nur den Knöchel von Lisandro. Der musste anschließend behandelt werden
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In der 54. Minute herrschte dann jedoch wieder numerischer Gleichstand. Jeremy Toulalan (r.) sah binnen drei Minuten zweimal Gelb
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In der 54. Minute herrschte dann jedoch wieder numerischer Gleichstand. Jeremy Toulalan (r.) sah binnen drei Minuten zweimal Gelb
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Und wie kann es anders sein... Wieder einmal war es Arjen Robben (r.), der die Bayern erlöste. Thomas Müller (l.) fälschte den Distanzschuss noch leicht ab
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Und wie kann es anders sein... Wieder einmal war es Arjen Robben (r.), der die Bayern erlöste. Thomas Müller (l.) fälschte den Distanzschuss noch leicht ab
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Damit gab es in der Arena kein Halten mehr. Es war Robbens viertes Tor in der laufenden Champions-League-Saison
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Damit gab es in der Arena kein Halten mehr. Es war Robbens viertes Tor in der laufenden Champions-League-Saison
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In der 85. Minute wurde Robben schließlich ausgewechselt. Der war damit gar nicht zufrieden und verweigerte van Gaal den Handschlag. Die Belehrung folgte prompt
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In der 85. Minute wurde Robben schließlich ausgewechselt. Der war damit gar nicht zufrieden und verweigerte van Gaal den Handschlag. Die Belehrung folgte prompt
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Ende gut - Alles gut. Letztendlich freuten sich die Bayern über einen hochverdienten Sieg und eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Lyon
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Ende gut - Alles gut. Letztendlich freuten sich die Bayern über einen hochverdienten Sieg und eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Lyon
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Inter Mailand - FC Barcelona 3:1: Herzliche Begrüßung! Samuel Eto'o (r.) herzte Barcelonas Superstar Lionel Messi
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Inter Mailand - FC Barcelona 3:1: Herzliche Begrüßung! Samuel Eto'o (r.) herzte Barcelonas Superstar Lionel Messi
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Dann ging es aber zur Sache: Hier entwischt Maxwell (l.) Eto'o
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So haben ihn die Fans vom FC Bayern noch in guter Erinnerung: Lucio gab natürlich alles
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So haben ihn die Fans vom FC Bayern noch in guter Erinnerung: Lucio gab natürlich alles
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In der 19. Minute nutzte dann aber der ganze Einsatz nichts mehr: Pedro erzielte das 1:0 für Barca
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In der 19. Minute nutzte dann aber der ganze Einsatz nichts mehr: Pedro erzielte das 1:0 für Barca
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Und die Spanier ließen es sich nicht nehmen, den Treffer gebührend zu feiern
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Und die Spanier ließen es sich nicht nehmen, den Treffer gebührend zu feiern
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Der Jubel von Messi & Co. wahrte aber nur elf Minuten. Dann glich Wesley Sneijder für Inter aus
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Der Jubel von Messi & Co. wahrte aber nur elf Minuten. Dann glich Wesley Sneijder für Inter aus
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Nach dem 1:1 war es Inter-Coach Jose Mourinho klar: Da geht noch was
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Nach dem 1:1 war es Inter-Coach Jose Mourinho klar: Da geht noch was
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Der Portugiese sollte Recht behalten. Maicon schoss die Italiener kurz nach der Pause in Führung
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Der Portugiese sollte Recht behalten. Maicon schoss die Italiener kurz nach der Pause in Führung
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Dann machte Diego Milito aus abseitsverdächtiger Position sogar noch das 3:1
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Schiedsrichter Olegario Benquerenca aus Portugal lieferte eine sehr zweifelhafte Partie ab. Barcas Keita musste von einem Betreuer zurückgehalten werden
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"Können das beste Team der Welt schlagen"

Die "Gazzetta dello Sport" beschrieb Mourinhos Truppe als Marsmenschen und der "Corriere dello Sport" schwärmte von einem Inter, wie man es noch nicht gesehen habe.

Während Barcelonas Trainer Josep Guardiola gebetsmühlenartig davon sprach, dass noch nichts verloren sei, übte sich sein Amtskollege Jose Mourinho in seiner Lieblingsdisziplin: Eigenlob.

"Als ich hier ankam, war Inter ein kleines Team der Champions League. Sie hatten Angst vor dem Spielen. Jetzt haben wir die Chance, das beste Team der Welt zu schlagen. Inter ist jetzt ein großes Team der Champions League."

Die große Party verdarb den Inter-Fans einzig der 19 Jahre alte Stürmer Mario Balotelli.

Balotelli bekommt Quittung

Seit der Jungstar sich mit einem Trikot des AC Milan fotografieren ließ, ist die Stimmung angespannt.

Balotellis lustlose Leistung nach seiner Einwechslung brachte dann sogar Mourinho auf die Palme: "Es war das zweitwichtigste Match des Vereinsfußballs und jeder kam völlig fertig vom Platz. Nur einer hätte mehr tun müssen, um dem Team zu helfen."

Der italienische U-21-Nationalspieler reagierte am Dienstagabend gestenreich auf die Pfiffe der Inter-Tifosi, nach Ende des Spiels zog er empört sein Trikot aus und warf es zu Boden.

Die Quittung bekam Balotelli weit nach dem Schlusspfiff, als er von Inter-Anhängern in der Tiefgarage des Giuseppe-Meazza-Stadions angegriffen wurde.

Zur Analyse: Inter schlägt Barcelona 3:1


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