Wayne Rooney im Porträt

Infiziert von einem Verrückten

Von Daniel Börlein
Dienstag, 05.05.2009 | 15:49 Uhr
Wayne Rooney das Enfant terrible des englischen Fußballs
© Getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol v
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
Deportivo

Auch dank Wayne Rooney steht Manchester United abermals im Champions-League-Finale. Der 23-Jährige steht bei den Red Devils meist im Schatten von Cristiano Ronaldo, dabei ist er das Herzstück von United. Nationalcoach Fabio Capello hält ihn allerdings für einen Verrückten - nicht ganz zu Unrecht.

Kurz nachfragen musste Fabio Capello der Höflichkeit halber dann doch. "Warum boxen Sie nach einer Eckfahne?", wollte Englands Nationalcoach von Wayne Rooney wissen, nachdem der United-Stürmer nach seiner Gelb-Roten Karte gegen den FC Fulham beim Gang in die Katakomben mit der bloßen Faust und voller Wucht gegen die Eckfahne geschlagen hatte.

Eine Erklärung für diese Aktion konnte Rooney Capello allerdings gar nicht erst liefern, denn der Italiener hatte sein Urteil über den Angreifer längst gefällt. "Sie sind ein verrückter Mann", sagte Capello.

Kein Musterknabe

Der Coach der Three Lions hatte das ausgesprochen, was viele über Rooney denken. Der 23-Jährige gilt nicht unbedingt als Musterknabe. Die meisten halten Rooney gar für komplett durchgeknallt. Er selbst ist daran nicht ganz schuldlos.

Schon in seiner Kindheit soll Vater Thomas den Filius in die Pubs der Liverpooler Arbeitersiedlung Croxteth mitgenommen haben. Später habe Wayne sich dann auch ganz gut alleine zurechtgefunden, heißt es.

Da spielte Rooney schon für den FC Everton. Mit elf Jahren heuerte er bei den Toffees an, mit 16 gab er sein Debüt in der ersten Mannschaft, kurz vor seinem 17. Geburtstag erzielte er seinen ersten Treffer in der Premier League - als jüngster Torschütze aller Zeiten.

Nationalmannschaftsdebüt mit 17

Ein halbes Jahr später wurde er der jüngste Debütant in der Geschichte der englischen Nationalmannschaft. Rooney, der Schnellstarter - sportlich wie privat. Seiner Jugendliebe Coleen McLoughlin machte er bereits mit 17 den ersten Heiratsantrag.

Den Bund der Ehe gingen die beiden dann allerdings erst im vergangenen Sommer ein. Dafür allerdings mit ganz viel Glanz und Glamour. Vier Tage lang wurde an der italienischen Rivera ausgiebig gefeiert.

Die rund 60 Gäste wurden von der englischen Pop-Band Westlife unterhalten, Coleens Hochzeitskleid vom New Yorker In-Label Marchesa Stoltenberg maßgeschneidert. Geschätzte Gesamtkosten der Feier: Zwischen vier und fünf Millionen Euro.

Für Rooney leicht zu verschmerzen, schließlich kassiert der Nationalspieler seit seinem Wechsel 2004 von Everton zu Manchester United und dank zahlreicher Werbeverträge jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag.

Publikumsliebling in Old Trafford

Bei den Red Devils fühlt sich Rooney nicht nur des Geldes wegen wohl. Die Fans lieben ihn, Coach Sir Alex Ferguson schätzt ihn, die Mannschaft braucht ihn. "Ich hoffe, dass ich immer noch bei United bin, wenn ich das gleiche Alter erreicht habe wie Ryan Giggs, Paul Scholes und Gary Neville", sagt er deshalb. "Ich bin sicher, dass ich noch sehr lange für Manchester spielen werde."

Rooney weiß, was er United zu verdanken hat. Zweimal brach er sich bereits den Mittelfuß, fiel jeweils lange aus. Hinzu kamen immer wieder Eskapaden wie im September 2006, als er Blackburn-Spieler Michael Gray in einem Restaurant in Manchester wegen abfälliger Bemerkungen gegenüber Freundin Coleen mit einem Faustschlag niederstreckte.

United aber stellte sich, zumindest öffentlich, immer hinter Rooney, stärkte ihm stets den Rücken. Auch als es so schien, als ob dem großen Talent der nächste Karriereschritt zum großen Superstar nicht gelingen will.

Vor allem Ferguson hielt zu ihm - und erfand den bulligen Angreifer in der letzten Saison quasi neu. Rooney sollte nicht mehr "nur" auf Tore aus sein und in vorderster Front auf Chancen lauern. Er sollte seine körperliche Robustheit in den Dienst der Mannschaft stellen.

Vom Stürmer zum Allrounder

Durch Cristiano Ronaldos Treffsicherheit gelang diese Umstellung perfekt. Seitdem ist Rooney regelmäßig in der eigenen Hälfte unterwegs, grätscht an der Eckfahne oder klärt im eigenen Strafraum. "Es geht nicht darum, jedes Tor selbst zu erzielen. Es geht um die Mannschaft", sagt Rooney nur.

"Mit seinen Fähigkeiten kann er auf jeder Angriffsposition spielen. Seine Auftritte als Allrounder in der Offensive sind eine Augenweide", erklärt Ferguson.

Und trotz aller Zusatzaufgaben lässt sich Rooneys Trefferquote noch immer sehen: In der Premier League traf er in dieser Saison bereits zwölf Mal, in der Königsklasse immerhin vier Mal.

Den nächsten Karriereschritt hat Rooney also längst getan. Freilich fokussiert sich bei United fast alles auf Ronaldo, der offensiv wohl auch die größte Waffe der Red Devils ist. Das Herzstück allerdings ist Rooney, weil der sich für nichts zu schade ist und dadurch auch seine Mitspieler besser macht.

Ferguson erklärt das so: "Die Energie, die der Junge hat und seine Lust zu spielen, infiziert jeden, der mit ihm auf dem Platz steht." Infiziert von einem Verrückten.

Wayne Rooney im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung