Infiziert von einem Verrückten

Von Daniel Börlein
Dienstag, 05.05.2009 | 15:49 Uhr
Wayne Rooney das Enfant terrible des englischen Fußballs
© Getty
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
So spektakulär wird der Titel-Streit der Ball-Artisten
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Brondby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Auch dank Wayne Rooney steht Manchester United abermals im Champions-League-Finale. Der 23-Jährige steht bei den Red Devils meist im Schatten von Cristiano Ronaldo, dabei ist er das Herzstück von United. Nationalcoach Fabio Capello hält ihn allerdings für einen Verrückten - nicht ganz zu Unrecht.

Kurz nachfragen musste Fabio Capello der Höflichkeit halber dann doch. "Warum boxen Sie nach einer Eckfahne?", wollte Englands Nationalcoach von Wayne Rooney wissen, nachdem der United-Stürmer nach seiner Gelb-Roten Karte gegen den FC Fulham beim Gang in die Katakomben mit der bloßen Faust und voller Wucht gegen die Eckfahne geschlagen hatte.

Eine Erklärung für diese Aktion konnte Rooney Capello allerdings gar nicht erst liefern, denn der Italiener hatte sein Urteil über den Angreifer längst gefällt. "Sie sind ein verrückter Mann", sagte Capello.

Kein Musterknabe

Der Coach der Three Lions hatte das ausgesprochen, was viele über Rooney denken. Der 23-Jährige gilt nicht unbedingt als Musterknabe. Die meisten halten Rooney gar für komplett durchgeknallt. Er selbst ist daran nicht ganz schuldlos.

Schon in seiner Kindheit soll Vater Thomas den Filius in die Pubs der Liverpooler Arbeitersiedlung Croxteth mitgenommen haben. Später habe Wayne sich dann auch ganz gut alleine zurechtgefunden, heißt es.

Da spielte Rooney schon für den FC Everton. Mit elf Jahren heuerte er bei den Toffees an, mit 16 gab er sein Debüt in der ersten Mannschaft, kurz vor seinem 17. Geburtstag erzielte er seinen ersten Treffer in der Premier League - als jüngster Torschütze aller Zeiten.

Nationalmannschaftsdebüt mit 17

Ein halbes Jahr später wurde er der jüngste Debütant in der Geschichte der englischen Nationalmannschaft. Rooney, der Schnellstarter - sportlich wie privat. Seiner Jugendliebe Coleen McLoughlin machte er bereits mit 17 den ersten Heiratsantrag.

Den Bund der Ehe gingen die beiden dann allerdings erst im vergangenen Sommer ein. Dafür allerdings mit ganz viel Glanz und Glamour. Vier Tage lang wurde an der italienischen Rivera ausgiebig gefeiert.

Die rund 60 Gäste wurden von der englischen Pop-Band Westlife unterhalten, Coleens Hochzeitskleid vom New Yorker In-Label Marchesa Stoltenberg maßgeschneidert. Geschätzte Gesamtkosten der Feier: Zwischen vier und fünf Millionen Euro.

Für Rooney leicht zu verschmerzen, schließlich kassiert der Nationalspieler seit seinem Wechsel 2004 von Everton zu Manchester United und dank zahlreicher Werbeverträge jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag.

Publikumsliebling in Old Trafford

Bei den Red Devils fühlt sich Rooney nicht nur des Geldes wegen wohl. Die Fans lieben ihn, Coach Sir Alex Ferguson schätzt ihn, die Mannschaft braucht ihn. "Ich hoffe, dass ich immer noch bei United bin, wenn ich das gleiche Alter erreicht habe wie Ryan Giggs, Paul Scholes und Gary Neville", sagt er deshalb. "Ich bin sicher, dass ich noch sehr lange für Manchester spielen werde."

Rooney weiß, was er United zu verdanken hat. Zweimal brach er sich bereits den Mittelfuß, fiel jeweils lange aus. Hinzu kamen immer wieder Eskapaden wie im September 2006, als er Blackburn-Spieler Michael Gray in einem Restaurant in Manchester wegen abfälliger Bemerkungen gegenüber Freundin Coleen mit einem Faustschlag niederstreckte.

United aber stellte sich, zumindest öffentlich, immer hinter Rooney, stärkte ihm stets den Rücken. Auch als es so schien, als ob dem großen Talent der nächste Karriereschritt zum großen Superstar nicht gelingen will.

Vor allem Ferguson hielt zu ihm - und erfand den bulligen Angreifer in der letzten Saison quasi neu. Rooney sollte nicht mehr "nur" auf Tore aus sein und in vorderster Front auf Chancen lauern. Er sollte seine körperliche Robustheit in den Dienst der Mannschaft stellen.

Vom Stürmer zum Allrounder

Durch Cristiano Ronaldos Treffsicherheit gelang diese Umstellung perfekt. Seitdem ist Rooney regelmäßig in der eigenen Hälfte unterwegs, grätscht an der Eckfahne oder klärt im eigenen Strafraum. "Es geht nicht darum, jedes Tor selbst zu erzielen. Es geht um die Mannschaft", sagt Rooney nur.

"Mit seinen Fähigkeiten kann er auf jeder Angriffsposition spielen. Seine Auftritte als Allrounder in der Offensive sind eine Augenweide", erklärt Ferguson.

Und trotz aller Zusatzaufgaben lässt sich Rooneys Trefferquote noch immer sehen: In der Premier League traf er in dieser Saison bereits zwölf Mal, in der Königsklasse immerhin vier Mal.

Den nächsten Karriereschritt hat Rooney also längst getan. Freilich fokussiert sich bei United fast alles auf Ronaldo, der offensiv wohl auch die größte Waffe der Red Devils ist. Das Herzstück allerdings ist Rooney, weil der sich für nichts zu schade ist und dadurch auch seine Mitspieler besser macht.

Ferguson erklärt das so: "Die Energie, die der Junge hat und seine Lust zu spielen, infiziert jeden, der mit ihm auf dem Platz steht." Infiziert von einem Verrückten.

Wayne Rooney im Steckbrief

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung