Fussball

Euphorie nein, Schwung ja

Von Marcel Reif
Marcel Reif, Kolumne, Premiere
© Getty

Marcel Reif hat Europas Königsklasse immer im Blick. Der Grimme-Preis-Träger sagt Ihnen, was er sieht, und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Dieses Mal nimmt der Premiere-Kommentator die Achtelfinalpartie des FC Bayern München bei Sporting Lissabon unter die Lupe und relativiert dabei das herausragende 5:0.

Wer im Achtelfinale der Champions League auswärts 5:0 gewinnt, hat Recht. So einfach könnte man den deutlichen Bayern-Sieg im Hinspiel bei Sporting Lissabon behandeln.

Doch ganz so einfach ist es nicht, man muss das Ergebnis schon richtig einordnen.

Natürlich brauchen wir über die Viertelfinalteilnahme der Münchner nicht mehr zu diskutieren. Natürlich haben sie in Portugal ein bemerkens- und lobenswertes Beispiel für Effizienz geliefert, indem sie beinahe jede Torchance genutzt haben. Und natürlich kaufe ich ihnen jetzt erst einmal ihr Königsklassen-Alibi für die unterirdischen Ergebnisse der vorangegangenen Wochen in der Bundesliga ab.

Der erwartet schwache Gegner

Doch in Euphorie sollte ob des klaren Erfolges keiner verfallen. Auch wenn es Uli Hoeneß nicht gerne hört, Sporting war der erwartet schwache Gegner.

So einen Kontrahenten findet man auf dem Niveau Achtelfinale in der Champions League nicht oft und nicht so schnell wieder. Die Portugiesen haben zunächst halbwegs gut mitgespielt, dann aber kindische Fehler gemacht, für die sie richtig bestraft wurden.

Kurz: Sporting Lissabon war der ideale Aufbaugegner für die Bayern. Die sollten nun vor allem eines tun: Den Schwung aus der Partie in Lissabon mitnehmen für die weiteren Aufgaben der Saison. Denn die werden nicht so einfach, wie es die 90 Minuten im Estádio José Alvalade waren.

Alle Begegnungen des Achtelfinales im Überblick

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