Klinsmanns Methodik greift

Von Für SPOX in Florenz: Thomas Gaber
Mittwoch, 05.11.2008 | 13:07 Uhr
Jürgen Klinsmann, Bayern-Trainer, Bilanz
© Imago
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Bundesliga
SoJetzt
Schau dir jetzt die Nordderby-Highlights an!
Primeira Liga
Live
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Live
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Live
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Live
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Superliga
Brøndby -
Odense BK
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Jürgen Klinsmann hatte einen schweren Einstand als Bayern-Trainer. Doch nach vier Monaten Amtszeit steht fest: Klinsmann hat auch vieles richtig gemacht. Einen ersten Teilerfolg hat er mit dem 1:1-Remis beim AC Florenz fast geschafft. Der Einzug ins Achtelfinale der Champions League ist nahezu perfekt.

Vor gut einem Jahr beging Ottmar Hitzfeld einen folgenschweren Fehler. Der damalige Trainer des FC Bayern München hatte im UEFA-Cup-Spiel gegen die Bolton Wanderers beim Stand von 2:0 Franck Ribery ausgewechselt.  

Ohne ihren Star-Franzosen kassierten die Bayern noch zwei Tore, was Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge veranlasste, dem Mathematiklehrer Hitzfeld öffentlich die Unvereinbarkeit von Rechenspielen und Fußball klarzumachen.

Was Rummenigge damals nicht ahnte: Er hatte Hitzfeld sportlich exekutiert. Kurz vor Weihnachten warf der gekränkte Hitzfeld das Handtuch, der Boulevard verlieh Rummenigge den martialischen Beinamen "Killer-Kalle".

Klinsmann als "spiritus rector"

Immerhin gewährte Hitzfeld dem Bayern-Boss noch Zeit, einen geeigneten Nachfolger zu suchen. Jürgen Klinsmann bekam den begehrten Job, eine schnelle und unerwartete Lösung.

"Jürgen Klinsmann polarisiert, der FC Bayern polarisiert - das passt zusammen", sagte Rummenigge nach der Verpflichtung des Ex-Bundestrainers.

Mit Klinsmann sollte vieles anders, aber vor allem vieles besser werden beim FC Bayern. Der deutsche Rekordmeister hatte den Anschluss an die europäische Spitze sukzessive verloren, nationale Titel en masse gaben Hitzfeld und Vorgänger Felix Magath keine Jobgarantie.

"Wir haben einen neuen Stil, neue Ideen gebraucht", sagte Manager Uli Hoeneß und bezeichnete Klinsmann als "spiritus rector" des neuen FC Bayern.

Schwierige Anfangsphase

Seit vier Monaten ist Klinsmann mittlerweile Bayern-Trainer und hat bereits einige Misserfolge erlebt. Er bekam die ungemütliche Stimmung in München mit voller Breitseite zu spüren. Als die Ergebnisse zu Saisonbeginn ausblieben, wurde eine lächerliche Diskussion um Sinn und Unsinn von Buddha-Figuren angezettelt.

Der FC Bayern habe eine Armee voller Trainer und jede Menge neumodischen Schnickschnack, aber keine funktionierende Mannschaft, so der Vorwurf. Die Spieler begehrten gegen die Abkehr des erfolgreich praktizierten 4-4-2 auf und nach dem verhunzten 3:3 gegen den VfL Bochum war Klinsmann bei einigen Fans komplett isoliert.

Bayern bietet Spektakel

Vor dem Auftritt in der Champions League beim AC Florenz bleibt allerdings festzuhalten: Klinsmann hat auch vieles richtig gemacht.

Er hat der Mannschaft binnen kürzester Zeit einen Stil beigebracht, auf den Rummenigge, Hoeneß, vor allem aber die Millionen Anhänger seit Jahren lechzen.

Die Bayern sind mittlerweile in der Lage, über 90 Minuten hohes Tempo zu gehen. Wolfsburg und Bielefeld wurden zuletzt in der zweiten Halbzeit förmlich überrannt. Herauskam jeweils "ein Spektakel, wie ich es lange nicht erlebt habe", sagte Hoeneß.

Für Rummenigge liefert der FC Bayern derzeit das ab, wofür Fußball seiner Meinung nach in erster Linie steht: pure Emotion.

Klinsmanns Philosophie wird aber nicht nur in den eigenen vier Wänden geschätzt. Für Hertha-Manager Dieter Hoeneß ist die Entertainment-Liga das Produkt von Klinsmanns Arbeit als Bundestrainer: "Er hat einen klaren Trend zum Offensiv-Fußball gesetzt. Es hat etwas gedauert, aber nun wird diese Vorgabe auch in der Bundesliga umgesetzt."

Klinsmann gesteht Fehler ein

Klinsmann ist freilich nicht so naiv, zu glauben, dass bloßes Nach-vorne-rennen eine Garantie für Titel ist. "In der Defensive haben wir noch Nachholbedarf", sagt der Coach. Aus der Gegentor-Flut in der Bundesliga (17 Treffer) hat Klinsmann gelernt. Das instabile 3-5-2 ist Geschichte, vier Verteidiger plus zwei defensive Mittelfeldspieler sind Standard.

"Es ist ein Zeichen von Stärke, wenn ein Trainer in schwierigen Phasen zu einem erfolgreichen System zurückkehrt", sagte Rummenigge der Münchner "tz".

Es muss Klinsmann positiv ausgelegt werden, dass er Fehler eingestanden und nicht wie zu Bundestrainer-Zeiten stur an seinen Prinzipien festgehalten hat. Er hat erkannt, dass es nicht klug war, mit Mark van Bommel den Kapitän zu diskreditieren, wenngleich sich der Niederländer im Formtief befand.

Taktisches Geschick

Klinsmann weiß, dass er es nicht jedem Spieler recht machen kann, versucht aber, den Luxus-Kader bei Laune zu halten. Langzeit-Bankdrücker wie Tim Borowski, Andreas Ottl, Breno, Toni Kroos oder Lukas Podolski bekommen immer wieder ihre Chance.

Dass Klinsmann darüber hinaus über kluges taktisches Kalkül verfügt, bewies er in der Halbzeit des Wolfsburg-Spiels. Ze Roberto wurde auf die Linksverteidiger-Position beordert,  Borowski mit dem Auftrag aufs Feld geschickt, im Mittelfeld Bälle zu verteilen und immer wieder die Nähe zum Tor zu suchen. Ze Roberto wirbelte fortan gemeinsam mit Ribery auf der linken Seite und bereitete zwei Treffer vor. Eine Vorlage nutzte Borowski zum zwischenzeitlichen 3:2.

Noch kein Rentenvertrag

Bei aller Wertschätzung für seine Arbeit: Auch Klinsmanns Zukunft beim FC Bayern ist von Ergebnissen abhängig. Die Zwischenbilanz sieht rosig aus. Mit einem Sieg in Florenz kann der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale perfekt gemacht werden. Und in der Bundesliga stehen lediglich die Hurra-Fußballer aus Hoffenheim und Leverkusen noch vor den Bayern.

Rummenigge betont, dass der FC Bayern erst nach dem 30. Juni 2009 eine Bilanz ziehen werde.

Dann wäre Klinsmann ein Jahr im Amt. Auch wenn ihm von Präsident Franz Beckenbauer der in Glanzzeiten übliche Rentenvertrag noch nicht offeriert wurde, darf man von einer länger währenden Anstellung ausgehen.

Bayern vor dem Florenz-Spiel: Ohne Poldi dem Sturm entgegen

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung