Nach der Klatsche in Madrid

Schalke aus allen Träumen gerissen

SID
Donnerstag, 28.08.2008 | 14:22 Uhr
Schalke, Atletico, Champions League, Qualifikation
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

Der FC Schalke 04 ist im Millionen-Spiel Champions League bereits an der Qualifikationshürde gescheitert und muss sich nach dem 0:4 (0:1)-Debakel bei Atletico Madrid mit dem Trostpreis UEFA-Cup zufriedengeben.

"Von der Psyche her ist es ganz schwierig, so etwas wegzustecken", sagte der Niederländer nach dem 0:4-Debakel des Bundesligazweiten bei Atletico Madrid.

Wie nachhaltig sich eine der höchsten Europapokal-Niederlagen der Clubgeschichte auswirkt, bleibt abzuwarten. Der Traum von der vierten Teilnahme an der lukrativen Königsklasse jedenfalls wurde jäh zerstört.

(Reaktion aus Schalke - jetzt im Video)

Rutten hofft nun, dass seine Spieler das Desaster so schnell wie möglich aus den Köpfen verbannen: "Wir haben nur zwei Tage bis zum nächsten Heimspiel. Vielleicht können wir schon gegen Bochum etwas tun, das uns wieder froh macht."

"Nach Verstärkungen zu schreien, ist Schwachsinn"

Erst genaue Analysen werden zeigen, warum die Schalker durch die Tore des überragenden Sergio Agüero (19.), Diego Forlan (51.), Luis Garcia (82.) sowie Maxi Rodriguez (87./Foulelfmeter) im Land des Europameisters so untergegangen sind.

Das Fehlen der verletzten Neuzugänge Jefferson Farfan und Orlando Engelaar sowie Stammtorhüter Manuel Neuer reicht als Erklärung allein nicht aus. Denn die Verantwortlichen betonen immer wieder, dass der Kader ausgeglichen besetzt sei und hohen Ansprüchen genüge.

Rufe nach weiteren Verstärkungen hält Präsident Josef Schnusenberg daher für überflüssig. "Jetzt sofort danach zu schreien, ist Schwachsinn. Wenn unsere Verletzten wieder da sind, brauchen wir keine weiteren Spieler. Es sei den, die sportliche Leitung sieht das anders."

"Noch nicht wie geschnitten wie Brot"

Zwei Dinge wurden im mit 55.000 Fans voll besetzten Hexenkessel Vicente Calderon mehr als deutlich. Die Mannschaft ist unter dem neuen Coach noch lange nicht soweit, wie der ein- oder andere nach vier Pflichtspielen ohne Niederlage glauben wollte.

Und zur Bundesliga-Elite zu gehören, bedeutet nicht automatisch, auch unter den Besten Europas richtig mitmischen zu können. "Ich habe nicht erwartet, dass nun alles wie geschnitten Brot läuft. Aber ich glaube nach wie vor, dass wir eine Mannschaft (Hier geht's zum Kader) mit der Qualität haben, die wir uns leisten können", meinte Schnusenberg, der als Finanzchef nun im UEFA-Cup mit rund 15 Millionen Euro weniger auskommen muss als bei einem Einzug in die Gruppenphase der Champions League.

Zu spät wach geworden

Fabian Ernst verzog bei der Frage nach dem Reiz des UEFA-Pokals leicht angewidert das Gesicht. "Entweder du scheidest dort in der Vorrunde aus, oder zu gewinnst den Cup", sagte der Mittelfeldspieler, der wie das gesamte Team in Madrid weit unter seinen Möglichkeiten blieb.

"Das war einfach zu wenig. Wir sind in der ersten Hälfte gar nicht vors Tor gekommen und erst wach geworden als es zu spät war", gestand Ernst. Auch Heiko Westermann, der bei Stand von 0:2 selbst die dickste Chance zum 1:2 - das zum Weiterkommen gereicht hätte - vergeben hatte, muss "dieses Spiel erst mal verdauen".

Zu allem Überfluss wird Christian Pander nach seiner Rote Karte (86./ Notbremse) in den ersten UEFA-Cup-Spielen fehlen.

Die Madrilenen waren in allen Belangen überlegen - schneller, ballsicherer, passgenauer, und erfolgreicher vor dem Tor. "Auf dem Niveau entscheiden Kleinigkeiten", betonte Rutten, der den größten Unterschied bei der Chancenverwertung sah. "Das war ein großes Spiel, da muss man auswärts ein Tor schießen."

Die Auslosung der Gruppenphase im SPOX-LIVESTREAM

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung