Freitag, 01.08.2008

Champions League

Schalke zieht Hammerlos Atletico Madrid

Gelsenkirchen - Auf dem Weg in das Geldparadies Champions League muss der FC Schalke 04 eine hohe Hürde nehmen. Wie die Auslosung der dritten Qualifikationsrunde in Nyon ergab, bekommen es die Königsblauen um den neuen Trainer Fred Rutten mit Atletico Madrid zu tun.

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© DPA

Die Tatsache, dass der Dritte der vergangenen Bundesliga-Saison am 13. August zunächst vor heimischer Kulisse und zwei Wochen später in Madrid antritt, macht die Aufgabe gegen den neunmaligen spanischen Meister nicht leichter.

Manager Andreas Müller beklagte das fehlende Glück: "Das ist ein Hammer-Los, der schwerstmögliche Gegner für uns. Aber ich bin sicher, auch Madrid hätte sich einen anderen Gegner gewünscht."

UEFA-Cup droht 

Ohne eine starke Leistung droht der Verlust der erhofften Zusatzeinnahmen. Denn nur der Sieger des Duells zieht in die Gruppenphase ein, der Verlierer muss mit dem weniger lukrativen UEFA-Cup vorlieb nehmen.

Kapitän Marcelo Bordon schöpft Mut aus den passablen Auftritten der Schalker in der vorigen Saison, als sein Club bei der insgesamt dritten Champions League-Teilnahme erstmals die Gruppenphase überstanden hatte und erst im Viertelfinale gegen den FC Barcelona ausgeschieden war.

"Wir haben bewiesen, was wir in der Königsklasse leisten können. Für uns ist die Partie gegen Madrid ein super Spiel und auch sicherlich für unsere Fans schon zu Beginn der Saison ein Höhepunkt", sagte der Brasilianer.

Keine gute Erinnerung an Atletico 

Das Traditionsteam aus der Primera Division aus Madrid gilt als eine der stärksten Mannschaften aus dem Topf der ungesetzten Teams. Zudem sind die Erinnerungen der Schalker an den Gegner, der seine Spiele im knapp 55 000 Zuschauer fassenden Stadion Vicente-Calderon austrägt, nicht die Besten.

Im bisher einzigen Duell beider Mannschaften auf internationaler Ebene zogen die Königsblauen in der Saison 1958/59 im Viertelfinale des Landesmeister-Pokals den Kürzeren (0:3/1:1).

Spanier mit Respekt vor Schalke

Star des von dem Mexikaner Javier Aguirre trainierten Teams ist der Argentinier Sergio Aguero, der 2006 für 23 Millionen Euro von Independiente Buenos Aires nach Spanien gewechselt war.

Die erste Reaktion von Coach Aguirre bezeugt dessen Respekt vor dem Revierclub, klingt aber optimistisch: "Schalke ist ein Rivale auf unserem Niveau. Aber sie haben auch Grund, sich Sorgen zu machen. Wir haben uns gut verstärkt und befinden uns auf dem Weg nach oben. Schalke ist der richtige Gegner, um dies unter Beweis zu stellen."

Wenig Euphorie 

Ähnlich wie Manager Müller kommentierte auch Trainer Rutten das Geschehen in der UEFA-Zentrale am Genfer See wenig euphorisch: "Es hätte für uns bei der Auslosung sicherlich besser laufen können. Atletico ist eine gute Mannschaft, die in der sehr starken spanischen Liga im letzten Jahr Vierter geworden ist und über starke Spieler verfügt."

Neben dem FC Schalke waren 15 weitere Vereine gesetzt worden. Deshalb blieben dem Bundesligaclub Hochkaräter wie der FC Liverpool, Arsenal London, FC Barcelona oder Juventus Turin erspart.

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