Kevin Kuranyi in der Krise

Kein Bock auf Burnout

Von Für SPOX.com in Barcelona: Haruka Gruber
Mittwoch, 09.04.2008 | 14:22 Uhr
kuranyi, boden, schalke
© Imago
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheffield Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak Moskau -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man United
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Swansea (Delayed)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City
Indian Super League
Chennai -
Kalkutta

Barcelona - Wer Halil Altintop auf der Pressekonferenz reden hörte, hätte meinen können, es sei das Allernormalste. Praktisch ein Automatismus, dem ein Fußballer sowieso nicht zu entfliehen vermag.

"So etwas gehört doch zu jedem Stürmer. Das ist doch gar nicht so schlimm", sagte Altintop zu SPOX auf die Frage, wie der Türke denn nun den Leistungseinbruch seines Sturmpartners Kevin Kuranyi vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Barcelona (20.45 Uhr im SPOX-TICKER und Internet TV) bewerte.

Es sei also alles "gar nicht so schlimm, Ich bin mir sicher, dass wir gegen Barca wieder den alten Kevin sehen werden", glaubt Altintop. Oder er sagte es zumindest. Denn die Loyalität zu seinem Teamkollegen in Ehren, erinnert Kuranyis Formtief schon lange nicht mehr dem typischen Leistungszyklus, dem ein Profi die Saison über unterliegt.

(Slomka jetzt im Video bei SPOX.TV: "Barca hat Schwächen in der Defensive")

Müller sorgt sich um Kuranyi

Vielmehr ist das gesamte System "Kevin Kuranyi" aus den Fugen geraten. Selbstredend ist seine Rückrunden-Bilanz mit vier Toren und einer Vorlage nicht die schlechteste, doch die Art und Weise, wie sich der 26-Jährige derzeit präsentiert, gibt Anlass zur Sorge.

"Seine Probleme haben sicherlich mentale Ursachen", sagt etwa Rainer Adrion, Trainer der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart und seinerzeit Kuranyis Entdecker und Förderer. "Eigentlich bringt er alles mit, was ein Spitzenstürmer auszeichnet. Daher hängen die Fehler, die er macht, viel mit dem fehlenden Selbstbewusstsein und der mangelnden Akzeptanz bei den Fans zusammen."

Mangelnde Akzeptanz ist dabei noch höflich formuliert. Vor allem bei Heimspielen wurde Kuranyi zuletzt derart ausgepfiffen, dass sich Manager Andreas Müller in der "Bild"-Zeitung zu diesen drastischen Worten genötigt sah: "Ich habe Angst, dass Kevin kaputt gemacht wird. Das Publikum pickt ihn sich raus, stellt ihn an den Pranger und macht ihn zum Sündenbock."

"Kevin ist blockiert"

Kuranyi polarisiert wie kaum ein anderer Bundesliga-Star. Für die einen ist er ein Rackerer, ein Platzschaffer, ein technisch recht beschlagener Mittelstürmer mit dem vielleicht besten Kopfballspiel Deutschlands. "Vor allem seine Ballfertigkeit wird unterbewertet. Dabei bringt er von Haus aus eine sehr starke Technik mit. Er kann kombinieren, saubere Pässe spielen und Bälle verarbeiten", sagt Adrion.

Die Mehrheit jedoch sieht das: Einwurf auf Kuranyi, Ballannahme Kuranyi, der Ball verspringt um zwei Meter. Auch häufig zu bewundern diese Variante: Kurzpass auf Kuranyi, direkt weitergespielt von Kuranyi, der Ball landet im Aus.

"Er ist blockiert. Und in seinem Frust macht er sich zuviel Druck. Er muss jetzt keine Überdinger versuchen, sondern die einfachen Sachen machen. Rennen, grätschen, kämpfen", sagt Müller.

Ein Satz, der haften bleibt

Kuranyi selbst mag angesichts der spielerischen Einöde nicht viel sagen, nach dem Hinspiel gegen Barca fiel jedoch ein Satz, der aufhorchen ließ. Er entschuldigte sich bei den Medien, dass er keine Interview geben wolle, weil er sich im "Kopf leer fühlt".

Worte, die ein bisschen an einen Burnout-Patienten erinnern. An einen Sebastian Deisler oder Sven Hannawald. Beim Abschlusstraining im Camp Nou machte er jedoch ganz und gar nicht den Eindruck eines zutiefst Verunsicherten, scherzte mit den Kollegen, vernahm mit Sicherheit die aufmunternden "KEVIN KURANYI"-Rufe einiger mitgereister Anhänger. Das "Ich fühle mich leer im Kopf" bleibt dennoch haften.

Ähnlich grüblerisch äußerte er sich nach der WM 2006. Sich seiner Nominierung sicher, ließ er es eine Zeit lang schleifen, schwänzte offizielle DFB-Termine, ging abends feiern, vernachlässigte die Trainingsarbeit - und wurde daraufhin von Jürgen Klinsmann ausgebootet. "Er hat sich in seiner Jugendlichkeit ein halbes Jahr nicht so auf den Fußball konzentriert", sagt Adrion. "Er hat aber daraus gelernt."

Zittern um das EM-Ticket

Mangelnden Arbeitseifer könne man den zwei Jahre reiferen Kuranyi nicht vorwerfen, betonen die Verantwortlichen. Dennoch liegt es im Bereich des Denkbaren, dass er womöglich auch die EM verpasst, sollte sich seine "doch gar nicht so schlimme" Form nicht endlich mal ins Positive umkehren. Die Stefan Kießlings lauern.

Umso wichtiger die Partie in Barcelona. Es könnte sein, dass es Kuranyis letzte Chance ist, sich international anzubieten. Danach wäre er wieder nur ein Stürmer unter vielen in der Bundesliga, nicht mehr der beste Angreifer des einzigen deutschen Champions-League-Vertreters.

"Manchmal ist es gut, wenn man als Spieler etwas gekitzelt wird", sagte Fabian Ernst nach der Partie in Rostock, die Kuranyi erstmals nach fast eineinhalb Jahren aus Leistungsgründen als Reservist begann. Im Camp Nou wird er aber definitiv in der Startelf stehen.

Trainer Mirko Slomka: "Kevin ist ein großer Spieler und in einem so großen Spiel mit Sicherheit dabei." Als sei es derzeit das Allernormalste, auf Kevin Kuranyi zu setzen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung