Michael Ballack unter der Lupe

Im entscheidenden Moment da

Von Daniel Börlein
Donnerstag, 01.05.2008 | 00:16 Uhr
Ballack
© Getty
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München - Eben wegen solcher "Problemkonstellationen" kam wohl irgendein schlauer Kopf auf die Idee, die Verlängerung einzuführen.

Die Problemkonstellation FC Chelsea gegen den FC Liverpool etwa produzierte in dieser Saison in drei von vier Duellen ein Unentschieden. Im fünften Aufeinandertreffen zwischen den Blues und den Reds gab es mit Chelsea nun einen Sieger - allerdings nur dank der Verlängerung Spielbericht.

Die Highlights des Spiels bei SPOX.TV!

Der Klub von Roman Abramowitsch steht damit am 21. Mai in Moskau erstmals in seiner Vereinsgeschichte in einem Champions-League-Finale. Wie groß die Erleichterung an der Stamford Bridge war, wurde unmittelbar nach Schlusspfiff deutlich, als Trainer Avram Grant völlig aufgelöst auf die Knie sank.

Erstes Endspiel seit 2002

Seine Spieler feierten derweil ausgelassen den 3:2-Erfolg. Mittendrin: Michael Ballack. Der 31-Jährige steht erstmals seit 2002 wieder in einem Endspiel. Damals zog er mit Bayer Leverkusen gegen Real Madrid den Kürzeren.

Gegen Manchester United hat der DFB-Kapitän nun die Gelegenheit, den ersten ganz großen Titel seiner Karriere zu holen. "Wenn man einmal im Finale steht, dann will man es natürlich auch gewinnen", so Ballack nach der Partie.

"Der entscheidende Zweikampf"

Zweimal war Chelsea im Halbfinale an Liverpool gescheitert. Dass es nun endlich klappte, lag auch am Deutschen. In der Verlängerung wurde er von Reds-Verteidiger Sami Hyypiä im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Frank Lampard zum 2:1. "Das war die Entscheidung in diesem Spiel", sagte Premiere-Experte Lothar Matthäus. "Ballacks Zweikampf war der entscheidende."

Die besten Bilder von der Stamford Bridge

Ballack war also da, als es drauf ankam. Doch was hat der Deutsche in seinem wichtigsten Spiel seit fast sechs Jahren sonst geleistet?

SPOX.com hat Ballack 120 Minuten lang ganz genau beobachtet:

Er begann wie gewohnt in einem Dreier-Mittelfeld mit Frank Lampard und Claude Makelele, orientierte sich dabei zunächst eher auf die rechte Seite und traf meist auf Javier Mascherano.

Den ersten Ballkontakt hatte Ballack bereits nach ein paar Sekunden, der zweite ließ dann fast vier Minuten auf sich warten. Überhaupt war er zu Beginn irgendwie noch nicht richtig da und wurde auch von seinen Teamkollegen kaum gesucht.

11. Minute:  Der erste Torschuss. Der geht allerdings weit am Tor vorbei. In der Folge findet Ballack immer besser ins Spiel, auch weil er sich mehr und mehr ins Zentrum schiebt.

Auffällig: Ballack stößt immer wieder in die Spitze, versucht Liverpools Spielaufbau neben Didier Drogba häufig in vorderster Front zu stören, muss dadurch aber auch weite Wege gehen.

26. Minute: Die erste gefährliche Offensivaktion. Bei seinem Weitschuss aus über 20 Metern geht Reds-Schlussmann Pepe Reina per Faustabwehr lieber auf Nummer sicher.

42. Minute: Klasse Freistoß. Aus knapp 20 Metern aus halblinker Position wäre Reina chancenlos gewesen, doch die Kugel streicht ganz knapp am Tor vorbei.

Zum Ende der 1. Halbzeit wirkt Ballack extrem selbstbewusst, fordert viele Bälle und dirigierte seine Nebenleute mit Gesten und Worten.

Kurz nach der Pause: Wie das gesamte Team wirkt Ballack pomadig.

53. Minute: Perfekte Ablage am Strafraum auf Lampard, der allerdings genau auf Reina zielt.

Fortan Ballack wieder stärker und nur noch in der Zentrale - nicht mehr auf halbrechts - zu finden. Dort auch recht zweikampfstark und bemüht, das Offensivspiel der Blues per Direktspiel schnell zu machen.

75. Minute: Nach Liverpools Ausgleich ist der Dampf raus. Ballack taucht ab, wirkt bei weitem nicht mehr so spritzig wie noch in Halbzeit eins und geht auch die weiten Wege nicht mehr. Alles macht sich bereit für die Verlängerung.

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit muss er sich draußen behandeln lassen, es geht aber weiter.

92. Minute: Verlängerung. Liverpool lässt nochmal die Muskeln spielen, Ballack hilft hinten aus und klärt per Kopf vor Torres. 

97. Minute: Im entscheidenden Moment ist er dann zur Stelle: Nach Hyypiäs Fehler kommt er aus dessen Rücken und nimmt das lange Bein des Finnen dankend an - Elfmeter! 

Fazit: 3 Torschüsse, 5 Vorlagen, 62 Ballkontakte, 39 Prozent gewonnene Zweikämpfe - eine ordentliche Bilanz.

Eine Stunde lang war es ein starker Auftritt des Deutschen, der sich dann deutlich zurücknahm, im richtigen Augenblick allerdings wieder auftauchte und sich sein erstes Endspiel seit 2002 damit auch redlich verdiente.

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