Vor dem Spiel gegen Porto

Schalkes ewige Suche nach Konstanz

SID
Dienstag, 19.02.2008 | 12:34 Uhr
Schalke, Training, Asamoah
© DPA
Advertisement
UEFA Europa League
DoLive
Galatasaray -
Östersund
Serie A
Fr00:30
Fluminense -
Cruzeiro
International Champions Cup
Fr04:05
Man United -
Man City
Club Friendlies
Fr13:30
Inter Mailand -
FC Schalke 04
1. HNL
Fr20:00
Dinamo Zagreb -
Cibalia
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Senhua -
Beijin Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar

Gelsenkirchen - Seit Jahren hofft der FC Schalke 04 auf den ganz großen Coup, doch in entscheidenden Situationen muss der Revierclub in für ihn unschöner Regelmäßigkeit bittere Rückschläge verkraften.

Verletzungsmiseren, fehlende individuelle Klasse, kollektives Versagen oder einfach Pech dienen als Erklärungsversuche, wenn mal wieder ein Titel oder Big Point verpasst wurde. "Ich glaube nicht mehr an den Fußball-Gott", sagte der damalige Manager Rudi Assauer pathetisch nach den Geschehnissen um die Vier-Minuten-Meisterschaft im Mai 2001.

Das königsblaue Trauma zieht sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Jahre. Gegen das Image des ewigen Zweiten kämpft der Club weiterhin tapfer bis verzweifelt, obwohl die handelnden Personen längst andere sind. "Hat Schalke das Verlierer-Gen?", fragte einst die "Bild"-Zeitung.

Der ewige Zweite

Denn abgesehen von den Pokalsiegen 2001 und 2002 schrammte der Verein weitere Male mehr oder weniger knapp am großen Triumph vorbei. 2005 musste sich die Elf im Titelrennen erneut dem FC Bayern München beugen.

2007 waren Bayern und Bremen endlich abgehängt, doch diesmal schnappte der unbekümmerte Außenseiter VfB Stuttgart den Knappen die Meisterschale im Schlussspurt noch vor der Nase weg. Ausgerechnet im Derby beim Erzrivalen Borussia Dortmund am vorletzten Spieltag versagten dem Team von Trainer Mirko Slomka die Nerven. Das 0:2 zertrümmerte die Titelträume, und der BVB-Anhang rüstete schadenfroh zur Feier "Schalke - 50 Jahre ohne Schale".

Müller und das Zauberwort

"Konstanz" heißt das Zauberwort für Andreas Müller. Nur wenn es gelänge, regelmäßig Top-Leistungen unabhängig von der jeweiligen Aufstellung, der Klasse und Form des Gegners abzurufen, sei der ganz große Erfolg möglich, sagte der Manager der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Konstanz ist der Schlüssel zum Erfolg."

Doch die einzige Konstante ist der Rückschlag zur Unzeit: Nach den beiden vielversprechenden Siegen gegen Stuttgart (4:1) und Dortmund (3:2) zum Rückrundenstart, mit denen man Boden gut gemacht hatte auf die Spitzenteams, ging der Schuss mit dem völlig überflüssigen 1:2 gegen VfL Wolfsburg wieder nach hinten los.

Ein Mangel an Konsequenz 

Ganz besonders ärgerlich, weil einerseits die zuvor gute Stimmung vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Porto in den Keller rutschte. Und es anderseits verpasst wurde, sich auf dem angestrebten dritten Bundesliga-Platz zu halten und weiteres Selbstvertrauen zu tanken.

"Das hat viel mit Konzentration zu tun. Das darf einfach nicht passieren, denn wir hatten das Spiel nach dem 1:0 im Griff", erläuterte Müller genervt. Wie fast immer war der Grund für die Pleite nicht fehlende Qualität des Teams, das längst auf jeder Position doppelt besetzt ist, sondern der Mangel an Konsequenz gepaart mit individuellen Fehlern. Vorn versiebten Kevin Kuranyi und Co. die Chancen, hinten wurde man ausgekontert. "Alles muss besser werden", schimpfte Marcelo Bordon.

Den Glauben noch nicht verloren

So steht Schalke vor den schwierigen Wochen mit dem Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen, dem Duell mit Spitzenreiter Bayern München und dem folgenden Rückspiel beim portugiesischen Meister am 5. März am Scheideweg - wieder einmal.

Fabian Ernst warnte bereits vor Selbstzufriedenheit: "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht alle unsere Karten verspielen." Gerald Asamoah, der letzte Profi aus dem Team von 2001, hat den Glauben an die Meisterschaft noch nicht verloren: "Irgendwann belohnt uns der liebe Gott mit dem Titel."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung