Der Krisenmanager beim "Zufallsmeister"

SID
Dienstag, 02.10.2007 | 15:04 Uhr
© Getty
Advertisement
NBA
Sa26.05.
Cavs vs. Celtics: Macht Boston in Spiel 6 alles klar?
Championship
Aston Villa -
Fulham
Allsvenskan
Malmö -
Dalkurd
League One
Rotherham -
Shrewsbury
Ligue 1
Toulouse -
AC Ajaccio
League Two
Coventry -
Exeter
Friendlies
Portugal -
Tunesien
Friendlies
Argentinien -
Haiti
Friendlies
England -
Nigeria
Friendlies
Island -
Norwegen
Friendlies
Brasilien -
Kroatien
Serie B
Bari -
Cittadella
Serie B
Venedig -
Perugia
Friendlies
Norwegen -
Panama
Friendlies
England -
Costa Rica
Friendlies
Portugal -
Algerien
Friendlies
Island -
Ghana

Stuttgart - In den Stadien ertönen Hohngesänge und allmählich stellen sich die Fragen nach den Neuzugängen: Gut vier Monate nach dem überraschenden Titeltriumph des VfB Stuttgart ist aus dem Meistermacher Armin Veh ein Krisenmanager geworden.

Mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2009 hatte der Bundesligist dem 46 Jahre alten Trainer den Rücken gestärkt. Die Probleme lösen sich deswegen nicht von selbst. "Wir lassen uns nicht auseinander dividieren", sagte VfB- Manager Horst Heldt.

Immer öfter fällt der Begriff vom "Zufallsmeister". Bei der 1:2- Niederlage in Rostock riefen die Hansa-Fans: "Und ihr wollt deutscher Meister sein."

Kritik an Neuzugängen

Vor dem Champions-League-Schlager gegen den FC Barcelona hat Veh noch lesen müssen, dass er wie ein gütiger Vater die Fehler seiner Profis entschuldige. So stand der VfB-Coach bei der Pressekonferenz mit finsterer Miene Rede und Antwort, sagte das Nötigste und knurrte irgendwann: "Vielleicht muss man einfach weniger sagen, wenn man sieht, was so geschrieben wird."

Mit "Millionen-Investition ohne Rendite" überschrieben die "Stuttgarter Nachrichten" eine Story über die eingekauften Raphael Schäfer, Ciprian Marica, Ewerthon, Gledson und Yildiray Bastürk, die bisher kaum spielten oder blass blieben.

Das war im vergangenen Jahr anders: Die Mexikaner Ricardo Osorio und Pavel Pardo, die Eigengewächse Serdar Tasci und Sami Khedira sowie Roberto Hilbert, der in Stuttgart zum Nationalspieler aufstieg, schlugen ein wie der Blitz. "Letztes Jahr sind die Neuen zu einem Bundesliga-Neunten gekommen, jetzt zum Meister. Das ist schon ein bisschen schwieriger", erklärte Heldt.

Äußerlich gelassen

Der Manager und Ex-Profi geht - zumindest nach außen hin - etwas gelassener mit der neuen Situation um. "In der vergangenen Saison sind wir zu Recht gefeiert worden - nun werden wir zu recht kritisiert", sagte er. "Die Mannschaft hat es verdient, dass wir Vertrauen in sie haben und davon lassen wir uns auch nicht abbringen."

Die Mannschaft sei in Ordnung, sagt auch Veh mit Nachdruck. "Ich kann nicht erkennen, dass die Spieler nicht absolut willig sind." Für eine Aussprache oder andere Maßnahmen gebe es keinen Anlass. "Wir müssen lernen", sagte er. "Auch und gerade in der Champions League."

Kein Zufallsmeister

Auch Heldt will die Fehler "nicht wegdiskutieren" und verweist in der "Stuttgarter Zeitung" darauf: "Wir haben uns einen Weg vorgenommen, der länger dauert als ein Jahr. Dass es da nicht nur Höhen geben wird, sondern auch Tiefen, war von Anfang an klar".

Mit der Wortschöpfung Zufallsmeister kann er ohnehin nichts anfangen. "Dann wären das ja alles Deppen und Zufallsmeister, die in den letzten Jahren den Titel gewonnen haben - außer dem FC Bayern."

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung