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"Dreckiges 1:0 reicht"

Von dpa
Dienstag, 18.09.2007 | 18:24 Uhr
Stuttgart, Rangers, Lahm, Meißner
© Getty
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Glasgow - Auch ohne den in England erprobten Thomas "The Hammer" Hitzlsperger will der VfB Stuttgart in Glasgow den Grundstein für ein glorreiches Gastspiel in der Champions League (Mittwoch, 20.45 Uhr im SPOX-Live-Ticker und bei Premiere) legen.

"Ein Sieg wäre das passende Ergebnis, aber auch mit einem Remis könnte ich leben", sagte Trainer Armin Veh vor der Neuauflage gegen die Rangers und hofft auf einen Paradestart in die Königsklasse des europäischen Fußballs.

Torjäger Mario Gomez, der vor vier Jahren im Achtelfinale gegen den FC Chelsea sein Profi-Debüt bei den Schwaben feierte, ist nach seinem grippalen Infekt voller Tatendrang: "Wir wollen unbedingt gewinnen, selbst wenn es ein dreckiges 1:0 in der 93. Minute ist."

Hitzlsperger fällt aus - Magnin fraglich

Allerdings musste Stuttgart vor dem verspäteten Abflug zwei personelle Rückschläge einstecken. Bereits am Vorabend stand fest, dass Hitzlsperger nicht nach Glasgow fliegen kann.

Der Mittelfeldspieler, der vor seinem VfB-Engagement für den Premier-League-Club Aston Villa aktiv war, fällt wegen seiner Zehenentzündung aus.

Die Verletzung hatte er im Länderspiel gegen Rumänien erlitten. "Das tut uns sehr weh", sagte Veh, der sich schon nach dem Ausfall Hitzlspergers gegen Cottbus bitter über den DFB beschwert hatte.

Fraglich ist der Einsatz von Ludovic Magnin. Wegen einer Magen-Darm-Grippe blieb der Schweizer Linksverteidiger vorsichtshalber zu Hause, soll aber am Tag des Spiels nachfliegen.

Regisseur Yildiray Bastürk kann zwar schmerzfrei trainieren, dürfte aber mangels Spielpraxis eher ein Kandidat für die Bank sein. Der gegen Cottbus eine Stunde lang geschonte Gomez hat mit seinem Treffer gegen die Lausitzer bewiesen, dass er unentbehrlich ist.

Schottland kein gutes Pflaster

Für den VfB ist das Auftaktspiel ein gutes Omen. Am 16. September 2003 startete Stuttgart - damals mit Trainer Felix Magath - ebenfalls in Gruppe E gegen die Schotten. Zwar verloren die Schwaben 1:2 im Ibrox Stadium, kamen aber am Ende dennoch weiter.

Der extrem abergläubische Meistermacher Veh möchte sich trotzdem eine Niederlage ersparen. "Das muss nicht sein", sagte er und versicherte, vor seiner Meisterliga-Premiere "nicht nervös" zu sein. Die Statistik spricht gegen den VfB, der alle bisherigen vier Auswärtsspiele gegen schottische Teams verloren hat.

Reifetest in heißer Kiste 

Zusätzliche Ruhe und Zuversicht hat der Coach durch den souveränen 3:0-Sieg über Cottbus gewonnen. "Wir wollten nicht von ganz unten nach Glasgow fahren. Wenn man mit einem Sieg in die Champions League geht, erfährt man auch mehr Respekt."

Dies heißt aber nicht, dass Veh und seine Schützlinge Schottlands Rekordmeister (51 Landestitel) nach dessen jüngster 2:4-Niederlage bei Heart of Midlothian nun weniger ernst nehmen würden. "Glasgow wird eine heiße Kiste. Dort zeigt sich, wie reif unsere Mannschaft wirklich ist", meinte Magnin.

Glücklicher Außenseiter

Gomez fordert von seinen Teamkollegen aufopferungsvollen Einsatz gegen die kampferprobten "Bravehearts": "Glasgow ist nicht besser als wir, aber sie fighten bedingungslos. Wenn wir dagegenhalten, haben wir eine Chance." Angesichts der "Übergegner" FC Barcelona und Olympique Lyon kommt den Duellen mit Glasgow Schlüsselcharakter zu.

"Wir müssen in Glasgow gewinnen, um weiterzukommen. Lyon und Barcelona sind Favorit", glaubt Mannschaftskapitän Fernando Meira, neben Cacau der einzige VfB-Stammspieler, der vor vier Jahren dabei war.

Für Gomez könnte diese klare Ausgangslage den oft unterschätzten Schwaben sogar entgegenkommen: "Uns hatte in der Bundesliga niemand auf der Rechnung und in der Champions League auch nicht."

Rangers Coach Walter Smith strotzt mit Hinweis auf Schottlands Tabellenführung in der EM-Qualifikation trotz renommierter Gruppen-Gegner wie WM-Champion Italien und Vizeweltmeister Frankreich vor Selbstvertrauen: "Warum sollten wir uns von unseren Gegnern in der Champions League einschüchtern lassen, auch wenn diese stark sind?"

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