Fussball

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 0:4: BVB vermiest Weinzierl-Debüt

Von Johannes Wiest
Borussia Dortmund hat das Spiel beim VfB Stuttgart gewonnen.

Der VfB Stuttgart hat auch unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl die Trendwende verpasst. Die Schwaben unterlagen gegen den BVB deutlich mit 0:4 (0:3).

Weinzierl stellte bei seinem Pflichtspiel-Debüt als Stuttgarter Trainer seine Mannschaft auf vier Positionen um und setzte auf ein offensiveres 4-3-3 System gegenüber seinem Vorgänger Korkut. Der aggressivere Spielstil schaffte aber bei Ballverlusten bereits früh Räume, die der BVB mit seinem ersten Angriff eiskalt ausnutzte.

Die Dortmunder überließen in der Folge den Stuttgartern viele Spielanteile und warteten auf weitere Fehler der Hausherren, um mit schnellem Umschaltspiel immer wieder gefährliche Vorstöße zu kreieren. Dies gelang mit dem zweiten schönen Spielzug der Schwarzgelben Mitte der ersten Halbzeit, bevor Pavard kurz darauf durch einen Blackout das dritte Gegentor der Schwaben verschuldete. Der VfB brachte in der Offensive wenig zustande, bezeichnenderweise war der einzig gefährliche Torabschluss der ersten Hälfte ein abgefälschter Schuss von Gentner.

Nach der Pause ging es für den VfB nur noch um Schadensbegrenzung, Weinzierl brachte mit Badstuber einen weiteren Mann für die Defensive. Der BVB schaltete hingegen einen Gang zu viel zurück: Bürki verhinderte gleich mehrmals mit starken Paraden den Stuttgarter Ehrentreffer. Auf der Gegenseite war der BVB lange nicht mehr so zielstrebig und konzentriert wie in der ersten Halbzeit, bis der beste Angriff des Favre-Teams in der zweiten Hälfte zum vierten Tor führte.

Die Daten des Spiels VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund

  • Tore: 0:1 Sancho (3.), 0:2 Reus (23.), 0:3 Alcacer (25.), 0:4 Philipp (85.)
  • Paco Alcacer ist seit 1994 der erste Spieler, der in seinen ersten vier Bundesliga-Spielen mindestens ein Tor erzielte.

Der Star des Spiels: Marco Reus (Borussia Dortmund)

Einmal mehr war der Offensivmann Dreh- und Angelpunkt des Dortmunder Offensivspiels. Reus nutzte seine Freiheiten und seine Schnelligkeit immer wieder geschickt aus und setzte vor allem Sancho und Larsen immer wieder gefährlich in Szene. Erzielte das zweite Tor selbst und legte das dritte Tor auf.

Der Flop des Spiels: Benjamin Pavard (VfB Stuttgart)

Sein Riesenbock beim dritten Gegentor ist sinnbildlich für eine ganz schwache Leistung der gesamten Stuttgarter Defensive: Völlig unbedrängt spielte der Weltmeister vor dem eigenen Tor Reus den Ball vor die Füße. Gewann in der ersten Halbzeit nur rund 60 Prozent seine Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe

Dankbares Spiel für den Schiedsrichter: Gräfe hatte kaum mit kniffligen Situationen zu kämpfen. Kühlte die Gemüter der zeitweise frustrierten VfB-Spieler gut ab und fuhr eine konsequente Linie.

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