Fussball

VfL Wolfsburg - FC Augsburg 8:1: Schützenfest! Wolfsburg ballert sich nach Europa

SID
Der VfL Wolfsburg feierte ein Schützenfest gegen den FC Augsburg.

Bruno Labbadia hat dem VfL Wolfsburg zum Abschied das Ticket für den Europacup geschenkt. Der Trainer führte sein Team am 34. Spieltag der Bundesliga zu einer 8:1 (3:0)-Gala gegen den FC Augsburg. Die Wölfe sicherten sich in der Endabrechnung Rang sechs und damit die Teilnahme an der Europa League. Zuletzt hatten die Niedersachsen in der Saison 2015/2016 in der Champions League gespielt.

VfL Wolfsburg - FC Augsburg: Die Stimmen

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Man kann sich gar nicht erträumen, dass man so ein Finale hinlegt. Es ist einfach klasse zu sehen, was zusammengewachsen ist. Ich freue mich riesig, die Mannschaft in der kommenden Saison vielleicht am Fernseher oder auch live anzusehen, je nachdem, wo ich sein werde. Es ist eine Riesensache, dass der Verein nach zwei Jahren fast in der Depression wieder europäisch spielt. Das ist ein krönender Abschluss für eine wirklich intensive Zeit."

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): "Wir waren mit dem letzten Aufgebot hier, klar, waren wir jung auf dem Platz und hatten Spieler, die seit Längerem nicht mehr Bundesliga gespielt hatten. Und trotzdem darf nicht passieren, was heute passiert ist. Es war auch noch eine historisch hohe Niederlage. Ich muss mich auch vor der Liga entschuldigen, das war heute nicht konkurrenzfähig. Das war heute nicht Augsburg, wir werden in der nächsten Saison ganz anders zurückkommen."

VfL Wolfsburg - FC Augsburg: Der Spielbericht

Torjäger Wout Weghorst per Dreierpack (21., 37., 55.), Robin Knoche (41.), Daniel Ginczek (57.), Elvis Rexhbecaj (60.), Josip Brekalo (85.) und Kevin Danso (89.) per Eigentor sorgten vor 24.486 Zuschauer in der Volkswagen-Arena für den höchsten Bundesligasieg des VfL. Schon im ersten Durchgang machten die Wölfe alles klar, im zweiten Abschnitt wurde es dann zu einer bitteren Blamage für die Gäste, für die Julian Schieber (82.) traf. Noch nie verlor der FCA in der Bundesliga so hoch.

Augsburg, angeführt vom früheren Wolfsburg-Coach Martin Schmidt, zeigte eine blutleere Vorstellung ohne jede Körpersprache und beschließt eine alles andere als sorgenfreie Saison knapp über den Abstiegsplätzen.

Labbadia: "Gehe mit einem guten Gefühl hier raus"

Ganz anders Wolfsburg. "Ich gehe mit einem guten Gefühl hier raus, auch weil die Leute mir ein sehr gutes Gefühl geben", sagte Labbadia, der vor dem Abpfiff mit tosendem Applaus verabschiedet wurde. Doch Labbadia war in Wolfsburg noch nicht fertig. Dass er auf den bestmöglichen Abschluss brannte, zeigte der 53-Jährige auch in den ersten Minuten der Partie gegen den FCA.

Labbadia dirigierte, Labbadia korrigierte, Labbadia fieberte mit. Der frühere Stürmer, der zur neuen Saison vom Österreicher Oliver Glasner (44) beerbt wird, konnte mit den ersten Minuten zufrieden sein. Die Hausherren drängten Augsburg tief in die eigene Hälfte, bissen sich aber an der Viererkette der Gäste zunächst die Zähne aus. Michael Gregoritsch meldete per Fernschuss auch zaghaft die FCA-Offensive an (11.).

Partystimmung in Wolfsburg

Wolfsburg blieb aber das aktivere Team und verdiente sich die Führung, auch danach kam einfach zu wenig von den Gästen, die viel zu oft nur hinterherliefen. Beim zweiten Treffer zeigte sich im Zusammenspiel von Rexhbecaj und Vorlagengeber Admir Mehmedi das große Selbstvertrauen der Grün-Weißen, nach dem 3:0 stimmten die Fans des VfL lautstark Europapokal-Gesänge an.

Die Zuschauer hatten bereits vor dem Spielbeginn über die Vertragsverlängerung von Kapitän Josuha Guilavogui bis 2023 gejubelt - und die Partystimmung setzte sich im zweiten Durchgang fort. Augsburg spielte desolat, die Wölfe zeigten sich weiter hungrig auf Tore. Labbadia wurde immer wieder gefeiert, er verlässt Wolfsburg mit einem dicken Ausrufezeichen.

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