Fussball

VfL Wolfsburg - SV Werder Bremen 1:1: Wölfe rutschen ab, SVW tritt auf der Stelle

SID
Der VfL Wolfsburg verpasste den Sprung auf Platz 5.
© Getty

Kein Sieger, keine Fortschritte: Im Kampf um einen Platz in der Europa League treten der VfL Wolfsburg und Werder Bremen auf der Stelle. Nach einem 1:1 (0:0) nehmen die Niedersachsen weiterhin den siebten Platz ein, der SV Werder ist nach wie vor Zehnter.

Die Wolfsburger Führung erzielte vor 28.101 Zuschauern John Anthony Brooks, der Abwehrchef war in der 54. Minute mit dem Kopf eher am Ball als Werders Torhüter Juri Pavlenka. In der 74. Minute glich Bremens Kapitän Max Kruse aus kurzer Distanz aus.

Nach zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen konnten insbesondere die Platzherren mit diesem Resultat nicht zufrieden sein. Die Bremer sind im Kalenderjahr 2019 weiterhin ungeschlagen und blieben immerhin im fünften Auswärtsspiel in Serie ohne Niederlage.

Das Nordduell begann zerfahren und mit vielen Fehlern gehaftet. Beide Mannschaften agierten hektisch und übereifrig, entsprechend schleppend kam die Partie in Fahrt. Die erste Bremer Halbchance vereitelte Jerome Roussillon, der kurz vor dem einschussbereiten Johannes Eggestein an den Ball kam.

Mehmedi verpasst für Wolfsburg aus kurzer Distanz

Wütende Pfiffe des Wolfsburger Anhangs erntete Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin, der in der elften Minute auf Freistoß für die Gäste entschied, nachdem Pavlenka und Admir Mehmedi mit den Köpfen zusammengestoßen waren. Der tschechische Keeper war von da an der Buhmann der VfL-Fans.

Für die Platzherren schien diese Aktion ein Weckruf zu sein, sie agierten in der Folgezeit kombinationssicherer und agiler. Und sie kreierten erste Chancen: In der 38. Minute rutschte Torjäger Wout Weghorst um Zentimeter an einer Flanke von Yannick Gerhardt vorbei. 120 Sekunden später verpasste Mehmedi aus kurzer Distanz.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste Bremens Trainer Florian Kohfeldt seine Defensive umgruppieren. Milos Veljkovic ersetzte Sebastian Langkamp, der wegen einer Verletzung an der rechten Schulter ausgewechselt werden musste.

Pizarro per Kopf nur knapp vorbei

Nach dem Seitenwechsel musste bei den Platzherren Schlussmann Koen Casteels verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, für den Belgier stellte sich Stefanos Kapino zwischen die Pfosten. Doch gefordert war zunächst sein Bremer Gegenüber Pavlenka im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Felix Klaus (52.). 120 Sekunden später unterlief ihm sein verhängnisvolles Missgeschick.

Nach dem Rückstand bemühten sich die Bremer um mehr Offensivdruck, doch die Einschussmöglichkeiten waren rar, Casteels-Ersatz Kapino wurde selten ernsthaft geprüft. Kohfeldt geduldete sich bis zur 68. Minute, dann ersetzte er den glücklosen Milot Rashica durch Liga-Methusalem Claudio Pizarro. Der 40-Jährige verpasste mit einem Kopfball nur knapp das Tor (90.).

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung