Fussball

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 2:3: Wölfe weiter auf Europacupkurs

Von SID
Was für ein Lauf: Wolfsburg gewann zum fünften Mal in den letzten sechs Spielen.

Der VfL Wolfsburg hat dem FC Augsburg das Weihnachtsfest verdorben und darf nach seinem beeindruckenden Schlussspurt in der Winterpause vom Europacup träumen. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich in einem hart umkämpftem Spiel bei den Schwaben 3:2 (2:0) durch und überwintert auf Rang fünf.

VfL-Kapitän Josuha Guilavogui (33.), William (41.) und Yannick Gerhardt (89.) schraubten das Punktekonto der Mannschaft der Stunde mit ihren Treffern auf 16 in den letzten sechs Begegnungen. Rani Khedira (49.) und der eingewechselte Sergio Cordova (58.) hatten zwischenzeitlich ausgeglichen.

Während die Niedersachsen an Heiligabend auf den dritten Auswärtssieg nacheinander anstoßen dürfen, sitzt der seit acht Spielen sieglose FCA mit großen Sorgen unterm Baum: Platz 15 bedeutet akute Abstiegsgefahr. "Augsburg hat das in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht. Der Siegtreffer war dann am Ende sicher glücklich für uns, auch wenn es für mich langsam mal Zeit war, ein Tor zu schießen", sagte Siegtorschütze Gerhardt nach der Partie bei Sky.

Augsburg mit starker Anfangsphase gegen Wolfsburg

Vor 28.152 Zuschauern in der WWK Arena gehörten die ersten 20 Minuten dem FCA, für den Konstantinos Stafylidis erstmals seit 13 Monaten wieder auflief. Der Linksverteidiger ersetzte den wegen Sprunggelenksproblemen kurzfristig ausgefallenen Philipp Max. An der Marschroute von Coach Manuel Baum änderte dies nichts: Augsburg versuchte wie gewohnt, dem Gegner mit viel Laufarbeit und aggressivem Zweikampfverhalten den Schneid abzukaufen.

Wolfsburg zeigte sich davon zunächst beeindruckt und beging im Aufbau einige Fehler. Marco Richter (7.) und Alfred Finnbogason (13.) nutzten dies zu ersten Chancen. Doch bald riss der Faden beim FCA, weil sich der VfL zunehmend seiner Qualitäten im Offensivspiel besann und deutlich zielstrebiger agierte.

Wout Weghorst (28.) scheiterte noch am Pfosten, doch nach einer Ecke und der Verlängerung von John Anthony Brooks war Guilavogui per Abstauber zur Stelle - 0:1. Die Führung gab Wolfsburg Auftrieb, beim FCA dagegen zeigten sich ohne Abwehrchef Martin Hinteregger (Gehirnerschütterung) phasenweise Auflösungserscheinungen.

Torwart Andreas Luthe rettete gegen Daniel Ginczek (41.), war gegen Williams leicht abgefälschten Schuss aus 16 Metern aber machtlos. Robin Knoche (45.) hatte vor dem Seitenwechsel sogar das 0:3 auf dem Kopf.

Konter bringt Wolfsburg den Sieg

FCA-Coach Baum vitalisierte seine Elf zu Wiederbeginn mit zwei offensiven Wechseln - und tatsächlich kämpfte sie sich zurück ins Spiel. Erst stocherte Khedira den Ball im Duell mit dem zögerlichen William zum Anschluss ins Tor. Dann setzte sich Cordova im Luftkampf gegen Knoche durch und glich per Kopf aus.

In der Schlussphase waren beide Mannschaften weitgehend auf Sicherheit bedacht. Vor allem Wolfsburg tat zunächst zu wenig, um die Hausherren erneut in Verlegenheit zu bringen. Doch ein sehenswerter Konter, eingeleitet durch einen präzisen Abschlag von Torwart Koen Casteels, brachte doch noch den Gästesieg.

Die Reaktionen zum Spiel FC Augsburg - VfL Wolfsburg

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Wir haben eine ganz, ganz schwache erste Halbzeit auf den Platz gebracht, kamen nicht in die Zweikämpfe und zweite Bälle rein. Wie die Jungs aus der Kabine raus sind und gefightet haben, ist bemerkenswert, deshalb ist es extrem bitter, wenn du in der 89. Minute ein Gegentor bei eigenem Standard kriegst. Da merkt man, dass wir vielleicht noch zu grün sind. Wir werden in der Rückrunde ein anderes Gesicht zeigen und definitiv die Klasse halten."

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir sind total happy. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit hingelegt und es geschafft, Augsburg laufen zu lassen. Aber wir hätten das 3:0 machen müssen. Danach hat Augsburg alles nach vorne geworfen, mit Wucht und Power. Doch man merkt, was für ein Vertrauen die Mannschaft in sich hat, dass sie sich kurz schüttelt und zurückkommt. Wir gehen mit einem sehr, sehr guten Gefühl in die Weihnachtspause."

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