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FC Bayern München - RB Leipzig 1:0: Dank Ribery! FCB verkürzt Rückstand auf BVB

Der FC Bayern tat sich gegen RB Leipzig sehr schwer, bis Franck Ribery das Siegtor erzielte.

Der FC Bayern München hat seinen vierten Bundesliga-Sieg in Folge eingefahren und den Abstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund auf sechs Punkte verkürzt. Am 16. Spieltag setzte sich der deutsche Rekordmeister mit 1:0 (0:0) gegen RB Leipzig durch. Franck Ribery avancierte mit einer schönen Einzelaktion zum Matchwinner.

Bayern-Trainer Kovac schickte die gleiche Elf wie beim 4:0 gegen Hannover aufs Feld. Boateng stand wegen Rückenproblemen kurzfristig nicht im Kader.

Leipzig-Coach Rangnick stellte seine Mannschaft im Vergleich zum 4:1 gegen Mainz auf zwei Positionen um: Für Orban und Sabitzer spielten Laimer und Bruma von Anfang an. Dadurch veränderte sich auch die taktische Grundformation der Sachsen: Sie agierten im 4-4-2 statt im 3-3-2-2.

Dieser Systemwechsel zahlte sich in Durchgang eins aus. Die Bayern dominierten das Spiel zwar, schafften es gegen die aggressiv und diszipliniert verteidigenden Leipziger aber kaum, sich zwingende Torchancen herauszuspielen.

Einzige Ausnahme: Lewandowski, der nach einem schönen Schnittstellenpass von Gnabry nur den Pfosten traf (24.). Es war Gnabrys einzige nennenswerte Aktion, der Nationalspieler griff sich nämlich kurz darauf an den Oberschenkel und wurde durch Ribery ersetzt.

Auch auf der Gegenseite blieben Torraumszenen Mangelware. Abwehrchef Upamecano köpfte eine Kampl-Ecke an die Latte (36.), ansonsten beschränkte sich RB aufs Verteidigen und Kontern. Gleiches Bild nach dem Seitenwechsel: Bayern wollte, konnte aber nicht so recht. Bis zur 78. Minute. Dann tauchten plötzlich Süle und Kimmich frei vor Gulacsis Tor auf, brachten den Ball aber nicht im Tor unter.

Der eingewechselte Ribery macht es sechs Minuten später besser: Der 35-jährige Franzose ließ im Sechzehner zwei Leipziger aussteigen und knallte den Ball aus zehn Metern trocken ins Netz. Damit bescherte er den Münchnern den vierten Bundesliga-Sieg in Folge. Und die Fans in der Arena sangen: "Deutscher Meister wird nur der FCB!"

Die Daten des Spiels FC Bayern München gegen RB Leipzig

  • Tore: 1:0 Ribery (83.)
  • Gelb-Rote Karte: Sanches (90.+2)
  • Rote Karte: Ilsanker (90.+2)

Der Star des Spiels: Dayot Upamecano (RB Leipzig)

Top-Leistung des 20-Jährigen. Köpfte jeden Ball aus der gefährlichen Zone, ließ Lewandowski keine Luft zum Atmen und kochte sogar Coman im Sprintduell ab. Gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe. Belohnte sich um ein Haar mit einem Kopfballtor.

Der Flop des Spiels: Thomas Müller (FC Bayern München)

Blutleerer Vortrag des Nationalspielers. Gewann nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte nicht einmal 50 Prozent seiner Pässe an die Kollegen.

Der Schiedsrichter: Marco Fritz

Ruhiger, souveräner Auftritt des 41-Jährigen. Griff durch, wenn es nötig war. Musste bis auf die Nachspielzeit keine knifflige Entscheidungen treffen. Bei der Rudelbildung am Ende behielt er aber die Nerven.

Stimmen zu FC Bayern - RB Leipzig:

Niko Kovac (Trainer Bayern München): "Wir mussten geduldig spielen und wussten, dass ein Tor entscheiden kann. Das ist das, was wir haben wollten. Es war eine Willensstärke, die meine Mannschaft heute an den Tag gelegt hat."

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): "Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Im Normalfall geht das Spiel unentschieden aus. Das wäre auch gerecht gewesen."

Joshua Kimmich (Bayern München): "Brutal, wie Franck das Tor macht. Das machst du nur, wenn du 35 bist, oder eben 18, wenn du dir gar keinen Kopf machst. Er ist immer noch sehr wichtig für die Mannschaft."

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