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Hannover 96 - Hertha BSC 0:2: Nächste Pleite! 96 stürzt auf Abstiegsplatz ab

SID
Hannover 96 rutscht durch die Pleite gegen Hertha auf Platz 17 ab.

Hertha BSC kann doch noch gewinnen. Das Team von Trainer Pal Dardai besiegte am 13. Spieltag Hannover 96 mit 2:0 (1:0) und holte nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg endlich einmal wieder drei Punkte. Die Highlights im Video gibt es HIER.

Jordan Torunarigha (44.) und Vedad Ibisevic (73.) trafen in einer Partie auf ganz niedrigem Niveau für die Hauptstädter.

Der zuvor letzte Bundesliga-Sieg für Berlin war das 2:0 gegen Rekordmeister Bayern München vom sechsten Spieltag, danach folgten vier Unentschieden und zwei Niederlagen. Die Hertha verbesserte sich durch den Sieg in der Tabelle auf Platz sieben, Hannover ist Vorletzter.

96: Heldt vermeidet Bekenntnis zu Breitenreiter

Bei 96 nimmt indes nach der fünften Pleite aus den letzten sechs Spielen der Druck auf Trainer Andre Breitenreiter weiter zu. Manager Horst Heldt vermied nach dem Spiel ein Bekenntnis zum 45-Jährigen. "Es wäre höchst deplatziert, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen in der Situation, in der wir uns befinden. Aber es ist halt auch jeder gefordert, und die Abläufe sind immer dieselben", sagte Heldt am Samstagabend.

"Wir sind in der Verantwortung, und der Trainer auch, die Mannschaft bestmöglich auf das Wochenende vorzubereiten - mit Maßnahmen, die hoffentlich zum Erfolg führen", sagte Heldt. Da der sportliche Erfolg allerdings ausbleibe, "braucht es Lösungsansätze, die muss ich auch vom Trainer hören". Am Ende "geht es nur darum, erfolgreich zu sein". Er wolle "mal gucken, wie wir das diese Woche dann gelöst bekommen". Und: "Auch der Trainer ist gefragt, alles muss auf den Tisch."

Klubchef Martin Kind hatte nach dem schlechten Saisonstart vor der Partie drei Siege aus den letzten fünf Spielen bis zur Winterpause gefordert - nach der Pleite gegen Hertha bleiben dafür jetzt nur noch vier Möglichkeiten.

Hertha trifft kurz vor der Pause

Vor 35.800 Zuschauern, die in der ersten Hälfte mit einem Stimmungsboykott gegen ungeliebte Anstoßzeiten protestierten, war Hannover die Verunsicherung nach den jüngsten Rückschlägen etwas mehr anzumerken. Die Hausherren leisteten sich viele Ballverluste und luden Hertha so zum Angreifen ein.

Marko Grujic (9.), Salomon Kalou (25.) und Altmeister Ibisevic in seinem 300. Bundesliga-Spiel per Kopf (40.) vergaben allerdings gute Möglichkeiten. Erst als sich alle schon auf ein 0:0 zur Halbzeit eingestellt hatten, stachen die Berliner zu. Torunarigha setzte sich bei seinem Treffer nach einer Ecke im Kopfballduell mit Walace durch und nickte zu seinem ersten Saisontor ein. Das zweite Tor bereitete Torunarigha vor, Ibisevic vollstreckte per Kopf.

Von Hannover war lange zu wenig zu sehen, in Ballbesitz fiel dem Team lange kaum etwas ein. Einzig Niclas Füllkrug sorgte aus der Distanz einmal für Gefahr (17.).

96 wacht zu spät auf

Je weniger Zeit blieb, desto aggressiver agierte Hannover. Die Gastgeber zeigten erst spät die von den Fans erwartete Entschlossenheit, spielten nach vorne aber auch immer wieder glücklos. Hertha versuchte clever zu verteidigen, wenig Chancen zuzulassen und über Konter gefährlich zu bleiben.

Hannover hatte in Waldemar Anton und Torwart Michael Esser seine Besten, bei Hertha überzeugten Grujic und Mathew Leckie.

Hannover 96 gegen Hertha BSC: Die Reaktionen der Trainer

Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96): "Gleich in den ersten Aktionen hatten wir Unachtsamkeiten, danach war die Verunsicherung groß. Die erste Halbzeit war vielleicht die schlechteste, seit ich hier Trainer bin. In der zweiten Hälfte war es besser, wenn auch nicht gut. Der Sieg ist für die Hertha verdient."

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Wir sind mit viel Elan angereist, wollten unbedingt gewinnen. Die erste Halbzeit war wie ein Tennisspiel. Die letzte Konsequenz zur Führung hat mir gefehlt, gerade gegen einen körperlich fitten Gegner. Das 1:0 war für uns der Dosenöffner, danach habe ich es vermisst, schnell das zweite Tor zu machen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden."

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