Fussball

Borussia Dortmund - SC Freiburg 2:0: BVB gibt sich weiter keine Blöße

Von SPOX
Marco Reus lässt sich nach seinem Führungstor gegen Freiburg feiern.

Borussia Dortmund hat sein Heimspiel am 13. Spieltag der Bundesliga gegen den SC Freiburg mit 2:0 (1:0) gewonnen. Dabei konnte der BVB nicht glänzen, bleibt aber weiter souveräner Tabellenführer. Die Highlights im Video gibt's Hier.

Favre brachte nach der Champions League unter der Woche wieder Götze im Sturmzentrum, flankiert von Bruun Larsen und Sancho. Freiburg-Coach Streich tauschte zwei Mann in der Startelf, Petersen und Frantz spielten von Beginn an.

Nachdem der BVB in der Anfangsphase vor allem über das Umschaltspiel gefährlich war, drängte man die Gäste in der Folge an deren Strafraum zurück. Die Freiburger ließen aber lange wenig zu: Ein oder zwei Stürmer störten den Spielaufbau des BVB, der Rest unterstützte die Fünferkette, machte im Zentrum alles dicht und dirigierte Dortmund auf die Flügel. Der BVB war dabei phasenweise zu behäbig, holte sich nach Ballverlusten die Kugel durch konsequentes Gegenpressing aber schnell wieder.

Wenn das Passspiel schneller wurde, wurde es gefährlich: Götze verpasste mit der Pike knapp, der bewegliche Sancho holte per Einzelaktion den Elfmeter zur Führung heraus. Gondorf schweißte im Gegenzug einen Freistoß an die Latte, dann spielte wieder der BVB (über 70 Prozent Ballbesitz) auf das 2:0. Freiburg mit sehr wenig Entlastung, auch wenn der BVB wenige Großchancen hatte.

Das änderte sich auch nach der Pause nicht: Schwolow hielt stark gegen Reus (48.), der BVB jetzt auch mit mehr Steilpässen hinter die Kette. Nach 60 Minuten rückte der SCF etwas weiter hinten raus, machte aber weiter wenig Druck auf den Ball und kam im Mittelfeld nicht in die Zweikämpfe. Erst in den letzten 15 Minuten wurde es noch einmal spannend: Piszczek vergab mit einem Lattenkracher die Vorentscheidung, Freiburg, jetzt im 4-4-2, fehlte bei aussichtsreichen Situationen der letzte Pass. In der Nachspielzeit machte Joker Alcacer mal wieder alles klar.

Einziger Wermutstropfen für den BVB: Zagadou musste nach 36 Minuten mit einer Fußverletzung raus, die Personaldecke in der Innenverteidigung wird dünner.

Die Daten des Spiels Borussia Dortmund gegen Sport-Club Freiburg

  • Tor: 1:0 Reus (40./FE), 2:0 Alcacer (90.+1)
  • Marco Reus erzielt zum 45. Mal das erste Tor in einem Bundesliga-Spiel - seit seinem Debüt im Sommer 2009 erzielte nur Robert Lewandowski ebenso häufig das 1:0 in der Bundesliga.
  • 9. Jokertor für Paco Alcacer für den BVB in der Bundesliga - kein anderer Spieler schoss so viele Tore nach Einwechslung für Dortmund in der Bundesliga.
  • Von 19 Heimspielen gegen den SCF verlor der BVB nur ein einziges (15 Siege, 3 Remis). Freiburg hat umgekehrt in 20 Spielen gegen einen Tabellenführer noch nie gewonnen - zuletzt elf Pleiten in Serie.
  • Christian Streich absolvierte sein 200. Bundesliga-Spiel an der Seitenlinie der Freiburger.

Der Star des Spiels: Jadon Sancho (Borussia Dortmund)

Insgesamt der umtriebigste Offensivspieler der Dortmunder. Hatte schon in der zweiten Minute einen guten Abschluss, zielte aber zu zentral, holte zudem den Elfmeter heraus und leitete auch das 2:0 ein. Viel unterwegs, seine Dribblings und Schnelligkeit verströmten Gefahr. Führte die meisten Zweikämpfe beim BVB und gewann über 70 Prozent.

Der Flop des Spiels: Dominique Heintz (SC Freiburg)

Hatte seine Probleme als linker Innenverteidiger in der Dreierkette. Verursachte den Elfmeter, als er Sancho im Zweikampf auf den Fuß trat, leitete mit einem schwachen Pass im eigenen Sechzehner Reus' Großchance nach der Pause ein.

Der Schiedsrichter: Frank Willenborg

Traf bei kniffligen Situationen die richtigen Entscheidungen: Hakimis Flanke, die von einem angelegten Freiburger Arm abgefälscht wurde, war nicht elfmeterwürdig, ebenso wie Hakimis Körpereinsatz gegen Waldschmidt. Gondorfs Foul gegen Reus hätte aber auch Gelb sein können.

BVB gegen Freiburg: Die Reaktionen der Trainer

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Es war logisch, dass das ein schweres Spiel werden würde. Freiburg hat einen Punkt in München geholt und Gladbach geschlagen. Sie waren sehr gut organisiert und kompakt. Es war sehr schwer für uns, die Lücke zu finden. Zum Glück waren wir geduldig, das war nötig. Unser Sieg ist verdient."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Anfangs waren wir gut organisiert und haben gut gearbeitet. Aber dieses unglaubliche Tempo von Borussia Dortmund ist schwer zu verteidigen. Es war eine ansprechende Leistung, aber insgesamt waren wir nicht gut genug mit dem Ball im Umschaltspiel, ums ins vordere Drittel kommen."

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