Fussball

FC Bayern - TSG Hoffenheim 3:1: Wilde Schlussphase! FCB rettet Auftaktsieg spät

Thomas Müller sorgte per Kopf für das zwischenzeitliche 1:0 für den FC Bayern gegen 1899 Hoffenheim.
© Getty

Der FC Bayern München ist erfolgreich in die Bundesligasaison 2018/19 gestartet. Am 1. Spieltag gewann die Mannschaft des neuen Trainers Niko Kovac mit 3:1 (1:0) gegen die TSG Hoffenheim.

Bayern, mit Coman statt Robben und Süle statt Hummels, dominierte das Spielgeschehen vom Anpfiff an beinahe nach Belieben. Der Fokus lag vor allem auf dem Flügelspiel: In der ersten Halbzeit liefen nur knapp 20 Prozent aller Bayern-Angriff über das Zentrum.

Trotz der Dominanz kombinierten sich die Münchner aber kaum in den Strafraum. Die wenigen Abschlüsse blockte stets ein Hoffenheimer Bein oder Kopf. Für die Führung brauchte es eine Standardsituation: Müller köpfelte eine Kimmich-Ecke ins Tor (23.).

In der Folge wurde das Spiel härter, vor allem von Seiten Hoffenheims. Nach einem Einsteigen von Schulz musste Coman in der 37. verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Robben. Seine erste gute Szene hatte er in der 54., als er knapp links verzog.

Wie aus dem Nichts kam Hoffenheim wenig später durch Szalai zum Ausgleich (57.). Daraufhin wurde das Spiel rasant und abwechslungsreich, statt Mittelfeldgeplänkel folgte Angriff auf Angriff. Die zuvor sichere Münchner Defensive wirkte auf einmal unsicher, Hoffenheim bestrafte das jedoch nicht.

Es folgte eine wilde Schlussviertelstunde, in der Schiedsrichter Dankert zweimal in die Review Area musste (siehe: "Der Schiedsrichter"). Die entscheidenden Treffer erzielten Lewandowski vom Punkt (82.) und Robben (90.).

Die Daten des Spiels FC Bayern München gegen TSG 1899 Hoffenheim

  • Tore: 1:0 Müller (23.), 1:1 Szalai (57.), 2:1 Lewandowski (82.), 3:1 Robben (90.)
  • Kovac hat zum ersten Mal in seiner Trainerkarriere gegen Hoffenheim gewonnen (zuvor drei Remis, zwei Niederlagen).
  • Zum siebetn Mal in seiner Karriere hat Lewandowski am 1. Spieltag einer Bundesligasaison getroffen. Kein anderer aktiver Bundesligaspieler traf häufiger zum Auftakt.

Der Star des Spiels: Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Verzeichnete die meisten Ballaktionen und Pässe aller Spieler. Kimmich sorgte auf der rechten Seite für Offensivdrang und Gefahr, vor allem durch seine präzisen Hereingaben. Das zwischenzeitlich 1:0 bereitete er mit seinem Eckball vor. Leitete zudem das 3:1 mit einem Einwurf ein.

Der Flop des Spiels: Kasim Adams (TSG 1899 Hoffenheim)

Wirkte mit Comans Tempo überfordert, holte sich wegen eines Fouls am Franzosen früh Gelb. Danach agierte er sehr unsicher, leistete sich einen vogelwilden Querschläger und ließ Robben bei seiner Chance in der 54. gewähren. In der 67. für Akpoguma ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Bastian Dankert

Auf die harte Spielweise von Hoffenheim reagierte Dankert mit frühen Gelben Karten, bereits in der ersten Halbzeit verwarnte er zu Recht vier Hoffenheimer. Kurz vor der Pause entglitt Dankert das Spiel: Minutenlang wechselten sich Fouls und Diskussionen ab. In der 56. nahm er ein vermeintliches Tor von Lewandowski zu Recht wegen Abseits zurück. Der Elfmeter nach dem Foul von Nordtveit gegen Ribery war zumindest strittig, da der Franzose ziemlich heftig abhob. Lewandowski vergab, Robben staubte ab - doch Dankert ließ den Elfmeter nach Ansicht der Bilder in der Review Area wiederholen. Robben war zu früh in den Strafraum gelaufen. In der 86. ging Dankert erneut in die Review Area. Müller hatte einen Goretzka-Schuss wohl mit der Hand ins Tor gelenkt. Dankert verwehrte dem Treffer nach Ansicht der Bilder die Anerkennung: strittig, aber wohl korrekt.

Reaktionen zu FC Bayern - TSG 1899 Hoffenheim

Niko Kovac (Trainer Bayern München): "Die Zuschauer haben hier ein ordentliches Spiel gesehen, und unser Sieg ist auch in der Höhe vollauf verdient, wenn man auf die Chancen schaut. Aber so deutlich war es im Spiel nicht, Hoffenheim hat es uns schwer gemacht, zwischenzeitlich haben wir keine Mittel gefunden. Der Elfmeter war nicht glasklar, ich hätte ihn nicht gegeben."

Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das Spiel gemacht, das wir brauchen, um hier zu bestehen. In der zweiten Hälfte haben wir dann brutalen Druck gemacht, bis es zum Elfmeter kam, der keiner war. Ich weiß nicht, wo die Videoassistenten in Köln da gerade waren, anscheinend waren sie nicht am Platz. Warum das Zustandekommen des Elfmeters nicht kontrolliert wird, ist mir ein Rätsel. Fußball ist ein Kontaktsport. Wenn dem Stürmer zwar der Weg geblockt wird, es aber keinen Kontakt gibt, dann ist es kein Foul. Das ist grenzwertig."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung