Frankfurt - HSV 3:0: Hamburgs letzte Chance heißt Relegation - Meier trifft beim Comeback

Samstag, 05.05.2018 | 17:22 Uhr
Dem Hamburger SV droht der erste Abstieg aus der Fußball-Bundesliga.
© Getty
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Der Hamburger SV hat die letzte Chance auf den direkten Klassenerhalt verspielt. Bei Eintracht Frankfurt verlor der HSV mit 0:3 (0:1). Damit können die Hanseaten am letzten Spieltag (gegen Gladbach) nur noch den VfL Wolfsburg vom Relegationsplatz verdrängen.

25 Minuten neutralisierten sich beide Teams, die Angst vor dem ersten Fehler war auf beiden Seiten zu dominant. Das Hamburger Selbstvertrauen der vergangenen Wochen war nicht zu sehen. Doch dann traf Ito für den HSV, der Treffer wurde aber durch den Videoassistenten wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgenommen - eine umstrittene Entscheidung.

Frankfurt danach aber wacher und auch mutiger. Ein von Hradecky ausgelöster Angriff führte über drei weitere Stationen zum Führungstreffer. In der Folge die Eintracht am Drücker, HSV-Torhüter Pollersbeck verhindert zweimal das 0:2. In den letzten Minuten vor der Halbzeit dann der HSV mit viel Ballbesitz, aber ohne Ideen gegen die stabile Frankfurter Defensive.

Titz reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel (Kostic und Waldschmidt für Ekdal und Ito) und stellte auf 4-2-3-1 um. Die Hamburger gegen passive Frankfurter dann auch mit mehr Zug zum Tor. Im Abschluss blieb der HSV aber glücklos: Wood scheiterte im Eins-gegen-eins an Hradecky, einen 30 Meter-Hammer von Santos lenkte der Eintracht-Keeper an den Pfosten.

Aus einem Einwurf kassierte der HSV dann den zweiten Gegentreffer - die Entscheidung. In der Schlussphase feierten Müller beim HSV und Meier bei Frankfurt ihr Comeback. Der emotionale Höhe- und Schlusspunkt war Meiers Treffer zum 3:0.

Die Daten des Spiels Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Tore: 1:0 Wolf (31.), 2:0 Mascarell (77.)

  • In den letzten 12 BL-Duellen mit dem HSV blieb die Eintracht unbesiegt (7 Siege, 5 Remis) - die letzte Niederlage gab es im Januar 2011 (0:1 in Hamburg). Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten ist Eintracht Frankfurt derzeit so lange ungeschlagen. Der Hamburger SV ist nur gegen Bayern München (17 Spiele) in der Bundesliga länger sieglos als gegen die SGE.
  • Omar Mascarell erzielte sein 1. BL-Tor im 36. Spiel.
  • Alex Meier kam erstmals seit knapp einem Jahr in der Bundesliga zum Einsatz (20. Mai, 2:2 gegen Leipzig).
  • Der HSV gewann nur 1 der vergangenen 80 (!) Bundesliga-Spiele nach Halbzeit-Rückstand (10 Remis, 69 Niederlagen) - im August 2015 mit 3:2 gegen Stuttgart (nach 0:2).

Der Star des Spiels: Lukas Hradecky (Frankfurt)

Hielt seiner Mannschaft in seinem 100. Bundesligaspiel mit starken Paraden den Sieg fest. Blieb cool im Eins-gegen-eins mit Wood und zeigte seine ganze Klasse auf der Linie beim Schuss von Santos, den er mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte.

Der Flop des Spiels: Albin Ekdal (HSV)

Stand erstmals seit dem 10. Februar in der Startelf und konnte seine Nominierung nicht rechtfertigen. Das Spiel lief weitgehend an ihm vorbei. Er hatte bis zu seiner Auswechslung in der Halbzeit nur 25 Ballaktionen und brachte nur 78 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin

Gute Spielleitung und auch mit einem ordentlichen Maß beim Verteilen der Gelben Karten. Das Eingreifen des VAR beim vermeintlichen Führungstreffer von Ito für den HSV war allerdings umstritten.

Die Reaktionen zu Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich bin natürlich mit dem ganzen Tag heute sehr zufrieden. Wir haben wieder die Eintracht erlebt, die wir in vielen Spielen dieser Saison gesehen haben. Letzte Woche haben wir drei Kontertore kassiert. Unter´m Strich war es ein verdienter Sieg, mit einem tollen Erlebnis für Alex Meier."

Christian Titz (Trainer Hamburger SV): "Ich habe schon vor dem Spieltag gewarnt, dass die Eintracht eine gefährliche Mannschaft ist. Das hat sie auch heute eindrucksvoll bewiesen. Es gab zwei, drei Situationen, in denen wir hätten zurückkommen können. Aber die Eintracht hat es am Ende verdient gewonnen."

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