Fussball

VfB Stuttgart - SV Werder Bremen 2:0: Gentner und Özcan sichern VfB den Sieg

Christian Gentner hat den VfB Stuttgart zum Sieg geköpft.
© getty

Der VfB Stuttgart hat sich am 31. Spieltag mit 2:0 (1:0) gegen Werder Bremen durchgesetzt. Damit haben die Schwaben 42 Zähler auf dem Konto und können auch rechnerisch nicht mehr absteigen.

Der VfB war in der ersten Halbzeit gegen harmlose Bremer das bessere Team. Die Mannen von Coach Korkut diktierten das Spiel, arbeiteten stark gegen den Ball, gewannen insgesamt mehr Zweikämpfe und waren offensiv vor allem über die linke Seite mit Thommy, Insua und auch Aogo immer wieder gefährlich.

Wenig überraschend fiel der einzige Treffer in der ersten Halbzeit dann auch über links. Insua flankte in der 13. Minute vor das Tor, wo Gentner goldrichtig stand und aus fünf Metern zu seinem ersten Saisontreffer einköpfte. Bremen gab keinen Schuss auf das Tor ab und offenbarte Schwächen im Passspiel. Auch deshalb ging das 1:0 zur Pause völlig in Ordnung.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatten die Norddeutschen zwei Mal innerhalb kürzester Zeit die Chance zum Ausgleich. Doch der starke Zieler parierte zunächst einen tollen Distanzschuss von Gondorf (49.) und nach einer Ecke einen von Moisander mit der Schulter auf den Kasten gebrachten Ball (52.).

Fortan ließ Stuttgart wie schon im ersten Durchgang wenig zu. Werder betrieb zwar einen hohen Aufwand, kam aber unter dem Strich zu selten gefährlich zum Abschluss. Der Sieg des VfB, der in der Nachspielzeit nach einem Konter noch das 2:0 durch Özcan erzielte, war nicht besonders glanzvoll, aber verdient.

VfB Stuttgart - Werder Bremen: Die Highlights im Video

Die Daten des Spiels VfB Stuttgart - Werder Bremen

Tore: 1:0 Gentner (13.), 2:0 Özcan (90.+1)

  • Pavard stand erneut in der VfB-Startelf. Er ist einer von vier Feldspielern (Günter, Naldo und Ginter), die noch keine Spielminute in dieser Bundesliga-Saison verpasst haben.
  • Bremen kassierte in den vergangenen elf Auswärtsspielen immer mindestens ein Gegentor. Nur bei den beiden letztplatzierten Köln und Hamburg behielt Werder eine weiße Weste.
  • Stuttgart hat seit Dezember 2015 nach einer Pausenführung im eigenen Stadion keine Punkte mehr abgegeben. Damals übrigens gegen Werder.
  • Mit nur 29 Treffern nach 31 Partien ist es Stuttgarts schwächste Offensiv-Ausbeute der Vereinshistorie, zuvor lag der vereinsinterne Tiefstwert bei 32 Toren zu diesem Zeitpunkt (Saison 2005/06). Bisher schossen die Schwaben in jeder BL-Spielzeit mindestens 37 Tore.

Der Star des Spiels: Benjamin Pavard (VfB Stuttgart)

Überragende Partie vom Innenverteidiger, der sich kaum einen Fehler leistete. Der Franzose verlor lediglich einen Zweikampf, hatte ein herausragendes Timing bei seinen Tacklings und mit über 88 Prozent die beste Passquote aller Akteure.

Der Flop des Spiels: Maximilian Eggestein (Werder Bremen)

Eggestein war vor allem in der ersten Halbzeit ganz schwach. Der Bremer Mittelfeldspieler verlor zahlreiche Bälle und offenbarte in den Zweikämpfen (insgesamt 25 Prozent) teilweise eklatante Schwächen.

Der Schiedsrichter: Sören Storks

Storks leistete sich keinen entscheidenden Fehler. Gentners Mini-Schubser gegen Veljkovic vor dem 1:0 laufen zu lassen war richtig. Ebenso war es vertretbar, in der 47. Minute nicht auf Elfmeter zu entscheiden, als Eggestein nach einem Freistoß von Aogo den Ball an die Hand bekam.

Die Reaktionen zu VfB Stuttgart gegen Werder Bremen:

Tayfun Korkut (Trainer VfB Stuttgart): "Es war das erwartet schwierige Spiel. Wir hatten eine sehr gute erste Halbzeit und Möglichkeiten für ein zweites und drittes Tor. Nach dem Wechsel hat Bremen den Druck erhöht, aber wir haben kurz vor Schluss nachgelegt. Das Ziel ist erreicht. Ich muss der Mannschaft für die letzten elf Wochen ein großes Kompliment aussprechen. Sie stand bedingungslos hinter meiner Idee, hat sich als Mannschaft präsentiert - und es waren null Egoismen zu spüren. Wir sind einfach nur glücklich."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Glückwunsch an den VfB. Die Ausgangslage war nicht einfach. Riesenrespekt. Es hat die cleverere Mannschaft gewonnen. Es ärgert mich, dass wir an Kleinigkeiten gescheitert sind. In Bezug auf Einsatz und Kampf kann ich der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Wir werden die drei Spiele jetzt nutzen, um die Klasse definitiv zu halten."

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