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1899 Hoffenheim - Hamburger SV 2:0: TSG zu stark für defensivschwachen HSV

Der Hamburger SV hat einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf erlitten.
© Getty

Der Hamburger SV hat einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf erlitten. Die Mannschaft von Trainer Christian Titz verlor bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 0:2 (0:2).

Mit nur einer Änderung im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Schalke, Jung rückte für den gelbgesperrten Papadopoulos in die Startelf, trat der HSV erneut sehr ballsicher und kombinationsstark auf. Zwingende Chancen wusste Hoffenheim aber weitestgehend zu unterbinden, Baumann hielt in der 35. Minute bockstark gegen Sakai.

Gegen den Ball versuchte die Titz-Elf dem Hoffenheimer Kombinationsspiel durch mannorientiertes Verteidigen im 4-1-4-1 entgegenzuwirken, leistete sich aber zu viele individuelle Fehler. Die TSG kam zu häufig hinter Hamburgs erste Defensivlinie, Steinmann war dann schlichtweg überfordert. Zudem bereiteten die weit aufgerückten Schulz und Kaderabek dem HSV Probleme.

Pollersbeck und dreifaches Aluminium-Glück bewahrten den zweikampfschwachen HSV vor einem höheren Rückstand. Nach 33 Minuten nahm Titz Steinmann runter. Für ihn kam Ekdal in die Partie, Holtby rückte als zweite Sechs eine Position nach hinten. Zumindest das Zentrum verdichtete der HSV so gewinnbringend.

Hoffenheim wurde in der Folge passiver und konzentrierte sich vornehmlich auf die Defensive. Hamburg spielte offensiv weiter gut mit, jedoch nicht druckvoll genug. Die Fehler in der Abwehr kosteten den HSV schließlich einen möglichen Punkt.

TSG 1899 Hoffenheim - Hamburger SV: Die Highlights im Video

Daten des Spiels TSG 1899 Hoffenheim - Hamburger SV

Tore: 1:0 Gnabry (18.), 2:0 Szalai (27.)

  • In neun seiner letzten zwölf BL-Spiele war Gnabry an einem Tor direkt beteiligt (7 Tore, 3 Assists).
  • Nur zwei Mal gelang den Kraichgauern in dieser BL-Saison kein Tor - Ligabestwert mit dem FC Bayern.
  • Hoffenheim traf schon zum 15. Mal Aluminium. Nur die Bayern hatten häufiger Pech (17 Mal).

Der Star des Spiels: Nico Schulz (TSG 1899 Hoffenheim)

Offensiv wie defensiv sehr zweikampfstark. Sorgte im Zusammenspiel mit Gnabry auf der linken Seite stets für Gefahr. 41 Prozent der Hoffenheimer Angriffe in Durchgang eins liefen über seine Seite. Setzte sich vor dem 2:0 stark gegen Sakai durch und behielt bei seiner flachen Hereingabe auf den Torschützen Szalai die Übersicht.

Der Flop des Spiels: Rick van Drongelen (Hamburger SV)

Hatte große Probleme gegen die beweglichen Gnabry und Amiri. Verlor vor dem 0:1 sehr unbeholfen den entscheidenden Zweikampf gegen Gnabry. Gewann insgesamt nur 55,6 Prozent seiner Duelle. Im Aufbau zudem enorm unsicher, nur 70,7 Prozent seiner Pässen kamen an.

Der Schiedsrichter: Harm Osmers

Souveräner, zurückhaltender Auftritt des 33-Jährigen. Beim vermeintlichen Treffer von Hübner nach acht Minuten stand Gnabry im Abseits und nahm Pollersbeck die Sicht auf den Ball. Nach Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter in Köln nahm Osmers den Treffer zurecht zurück. Bei den strittigen Strafraumszenen, in denen Holtby und Ito im Zweikampf zu Boden gingen, nicht auf Strafstoß für den HSV zu entscheiden, war ebenso richtig. Auch Akpogumas Treffer nach einer Ecke in der 73. Minute gab das Schiedsrichtergespann aufgrund einer engen Abseitsentscheidung korrekterweise nicht.

Die Reaktionen zu 1899 Hoffenheim - Hamburger SV

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir haben es in der ersten Hälfte gut gemacht. Wir hätten nur ein bisschen früher in Führung gehen und ein Tor mehr machen können. Die zweite Halbzeit war nicht mehr so attraktiv wie die erste."

Christian Titz (Trainer Hamburger SV): "Wir waren völlig zurecht 0:2 nach der ersten Hälfte hinten. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn es noch ein Tor mehr gewesen wäre. Keiner hat zugepackt. Wir haben das Spiel völlig verdient verloren."

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