Fussball

VfB Stuttgart - HSV 1:1: "Nur" ein Punkt für minimal verbesserte Hamburger

Der VfB Stuttgart bekam es am 28. Spieltag mit dem Hamburger SV zu tun.

Der Hamburger SV hat am 28. Spieltag auch in der zweiten Partie unter Trainer Christian Titz einen Sieg verpasst. Die Norddeutschen kamen beim VfB Stuttgart nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und warten damit seit November 2017 auf einen Dreier.

Dabei war der HSV in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und ging mit der ersten guten Aktion in der 18. Minute direkt in Führung. Pavard ließ sich von Santos den Ball klauen, Waldschmidt hielt von links aus spitzem Winkel flach drauf und Holtby verwertete den Abpraller aus kurzer Distanz, nachdem Zieler die Kugel nicht festhalten konnte.

Stuttgart war häufig unaufmerksam und agierte mit viel zu wenig Energie. Es dauerte bis zur 44. Minute, ehe die Schwaben den ersten Schuss auf das gegnerische Tor abgaben - und damit gleich erfolgreich waren. Thommy kam aus zwölf Metern zum Abschluss, weil Ambrosius per Kopf ungeschickt klärte. Pollersbeck ließ den Ball abprallen und Ginczek war zur Stelle. Mit einem für Stuttgart schmeichelhaften Remis ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau des Spiels äußerst überschaubar. Nach gut einer Stunde tunnelte Sakai Thommy und zog auf das kurze Eck ab, doch Zieler parierte. Auf der anderen Seite verpasste Thommy bei zwei passablen Versuchen aus der Distanz das HSV-Gehäuse.

In der Schlussphase versuchten beide Teams verzweifelt, den Lucky Punch zu setzen. Es fehlten allerdings auf beiden Seiten die zündenden Ideen, weshalb das Remis in Ordnung ging.

Die Daten des Spiels VfB Stuttgart - Hamburger SV

Tore: 0:1 Holtby (18.), 1:1 Ginczek (44.)

  • Beim HSV kam der 19-jährige Ambrosius zu seinem Bundesliga-Debüt, konnte dabei allerdings nicht überzeugen und wurde zur Pause ausgewechselt. Gouaida durfte erstmals seit über drei Jahren wieder ran. Waldschmidt stand zum zweiten Mal in der laufenden Saison in der Startelf, Papadopoulos fehlte im Kader.
  • Im Vergleich zum 2:1-Sieg in Freiburg gab es beim VfB lediglich eine Änderung in der Startelf. Marcin Kaminski ersetzte den gelbgesperrten Andreas Beck.
  • Hamburgs Jung sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit nächste Woche im Heimspiel gegen Schalke.
  • Der VfB bleibt unter Tayfun Korkut ungeschlagen. Die Bilanz des Trainers: Acht Spiele, fünf Siege, drei Unentschieden.
  • Ginczek, der bereits bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel genetzt hatte, traf im fünften Bundesliga-Spiel gegen den HSV zum vierten Mal - gegen kein anderes Team erzielte er so viele Tore.

Der Star des Spiels: Lewis Holtby (Hamburger SV)

Holtby war mit der wichtigste Aktivposten im Spiel der Norddeutschen. Der 27-Jährige erwies sich als ballsicher und brachte starke 94 Prozent seiner Pässe an den Mann. Erzielte zudem sein zweites Saisontor.

Der Flop des Spiels: Mario Gomez (VfB Stuttgart)

Lediglich auf dem Spielberichtsbogen wurde ersichtlich, dass Gomez überhaupt mitspielte. Der Stürmer war völlig abgemeldet, hatte nur 15 Ballaktionen und gab keinen einzigen Torschuss ab.

Der Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

Dr. Brych leistete sich keinen nennenswerten Fehler. Auch die Entscheidung, das Tor von Waldschmidt in der 42. Minute nicht zu geben, war richtig. Ambrosius hatte zuvor beim Kopfball im Abseits gestanden.

Die Reaktionen zu VfB Stuttgart - Hamburger SV

Tayfun Korkut (Trainer VfB Stuttgart): "Es war das erwartet schwierige Spiel. Wir hatten in der ersten Halbzeit in der ein oder anderen Situation große Probleme, wir waren nicht so kompakt, wie in den letzten Wochen. In der zweiten Halbzeit war eine klare Steigerung da. Wir müssen mit dem Punkt leben, und wir können mit dem Punkt leben, denn wenn man sich den Gegner anschaut, ist der Unterschied nicht so groß, wie es die Punkte aussagen."

Christian Titz (Trainer Hamburger SV): "Wir sind ein Stück weit enttäuscht, denn wir wissen, dass uns in unserer Situation nur Siege helfen. Bis auf das Ergebnis haben wir einige Dinge gut gemacht."

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