Bundesliga: Hoffenheim verpasst Auswärtssieg in Gladbach trotz dreifacher Führung

Samstag, 17.03.2018 | 18:31 Uhr
Kramaric traf gegen Gladbach per Elfmeter zum 2:1.
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Die TSG 1899 Hoffenheim hat am 27. Bundesliga-Spieltag den dritten Sieg in Folge verpasst. Bei Borussia Mönchengladbach spielte man trotz einer dreifachen Führung nur 3:3 (1:1) und ließ damit die Chance auf einen Europa-League-Platz liegen.

Langsamer Spielbeginn: Beide Teams liefen in der Defensive mit Fünferkette auf, die beiden Spitzen der Hoffenheimer stellten die neue Gladbacher Doppelsechs Hofmann-Cuisance zu und machten so das Spiel der Gastgeber nach vorn schwer. Umgekehrt reichte der erste Angriff zur Führung: Hübner köpfte einen Eckball unbedrängt ein.

Danach wurde das Spiel offener: Die Fohlen erspielten sich mehrere hervorragende Möglichkeiten, gerade nach dem Ausgleich, scheiterten aber am gut aufgelegten Baumann oder am eigenen Unvermögen. Umgekehrt hätte die TSG in Gestalt von Kramaric per Konter zwingend das 2:0 machen müssen (27.).

Kurz nach der Pause wechselte Nagelsmann mit Uth den nächsten Stürmer ein, dafür rückte Kramaric ins Mittelfeld zurück. Ein Konter führte zu Hofmanns Foul an Gnabry und dem Elfmetertor, worauf sich Hoffenheim wieder weiter zurückzog, Hecking brachte Raffael. Danach ging es Schlag auf Schlag, der Ausgleich hielt kaum eine Minute.

Gladbach hatte im Anschluss noch Chancen und warf alles nach vorn, Hecking wechselte offensiv, Hoffenheim igelte sich ein, traf nach Konter aber noch die Latte. Stindl schlenzte knapp über den Kasten (89.), nach einem Eckball war dann plötzlich Ginter frei und machte den Ausgleich. Beide Teams hatten noch Chancen auf den Sieg, bevor Petersen schließlich abpfiff.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Hübner (13.), 1:1 Drmic (33.), 1:2 Kramaric (58./FE), 2:2 Stindl (72.), 2:3 Grillitsch (73.), 3:3 Ginter (90.)

  • Hoffenheim verlor nur eines der vergangenen 7 Spiele (3 Siege, 3 Remis): 1:2 auf Schalke am 23. Spieltag. Seit 4 Spielen ist die TSG nun ungeschlagen (2 Siege, 2 Remis). Umgekehrt haben die Fohlen nur eins der letzten 8 Spiele gewonnen.
  • Lars Stindl traf erstmals nach 14 torlosen Spielen und genau 1.415 Minuten wieder in der Bundesliga. Damit endete seine längste Durststrecke im Gladbacher Trikot. Es war schon sein fünftes Bundesliga-Tor gegen Hoffenheim.
  • Nur einer der letzten 13 Bundesliga-Elfmeter gegen die Fohlen wurde nicht verwandelt: Frankfurts Fabian vergab im April 2017.
  • Mark Uth, Vorbereiter des 2:3, verbucht seine 13. Torbeteiligung in dieser Saison (10 Tore, 3 Assists, genau wie Timo Werner). Mehr haben unter allen deutschen Spielern nur Nils Petersen und Thomas Müller (je 14, Philipp Max ebenfalls 13).

Der Star des Spiels: Benjamin Hübner

Toller Auftritt in der Dreierkette. Führte die meisten Zweikämpfe auf dem Platz und gewann stolze 75 Prozent, kam bei den Gästen auf die meisten Ballaktionen und traf zur 1:0-Führung. Ebenfalls stark: Nico Schulz und Keeper Oliver Baumann.

Der Flop des Spiels: Jonas Hofmann

Er ist kein Innenverteidiger, trotzdem kann man sich im Strafraum gegen Gnabry besser anstellen. Verschuldete den Gegenangriff beim 2:3, als er im Mittelfeld an Schiedsrichter Petersen hängen blieb. Auch im Zweikampf (41 Prozent) und in der Balleroberung mit Schwächen. Aber auch mit starker Vorlage zum Stindl-Treffer.

Der Schiedsrichter: Martin Petersen

Ein paar kritische Szenen, die er zumeist gut löste. Schaute sich nach dem Tor von Drmic die Bilder am Monitor an und entschied auf regelkonform - eine vertretbare Entscheidung. Der Elfmeter für Gnabry war von der weicheren Sorte, trotzdem muss man ihn pfeifen. Hätte Hübner für dessen Bodycheck gegen Hofmann aber Gelb zeigen müssen - die Grätsche gegen Hazard wäre dann seine zweite Gelbe und somit der Platzverweis gewesen.

Die Reaktionen der Trainer

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es war ein tolles Fußballspiel, aber natürlich auch ein Fehlerspiel. Die Leidenschaft und der Charakter, mit denen die Mannschaft immer wieder zurückgekommen ist, stehen über allem. Wir müssen mit dem Punkt leben."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Es war ein schönes Spiel für die Zuschauer. Ich kann ganz gut mit dem Punkt leben. Einige Spieler sind nicht an ihr Optimum rangekommen. Daher hatten wir nicht mehr als einen Punkt verdient."

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