1. FC Köln gewinnt Rhein-Derby gegen zehn Leverkusener und zieht am HSV vorbei

Sonntag, 18.03.2018 | 17:24 Uhr
Torschütze feiert Vorbereiter: Kölns Osako bedankt sich bei Bittencourt.
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Der 1. FC Köln hat das Rhein-Derby gegen Bayer Leverkusen mit 2:0 (1:0) gewonnen. Durch dem Sieg verlässt die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck den letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt nur noch fünf Punkte.

Köln betrieb von Beginn an einen beeindruckenden Aufwand. Gegen den Ball aggressiv im 4-4-2-System. Leverkusen versuchte sich wie gewohnt durch schnelles Kurzpassspiel in die gegnerische Hälfte zu kombinieren, offenbarte angesichts des temporeichen Starts der Hausherren aber Defizite in der Präzision. Der energiegeladene Effzeh begann deutlich wacher und gewann in den ersten 20 Minuten rund 64 Prozent der Zweikämpfe.

Offensiv überzeugten die Kölner häufig mit überfallartigen Kontern, aber auch mit starken Passstafetten nach eigenem Aufbau. Dem frühen Treffer von Osako (9.) gingen 13 Pässe voraus.

Leverkusen fehlte es nach dem Platzverweis von Alario noch mehr an Tiefe. Köln konnte sich Verschnaufpausen erlauben und lief den Gegner nun akzentuierter an, verschob aber mit den eng gestaffelten Viererketten gut und ließ kaum Tormöglichkeiten zu.

Weil Volland rund anderthalb Stunden vor Anpfiff aufgrund der Geburt seiner Tochter ins Krankenhaus gefahren war, blieben Herrlich nicht viele Optionen für die Offensive. Trotz intensivierter Bemühungen und der Hereinnahme von Pohjanpalo kam die Werkself nicht zwingend genug zum Abschluss. Das 2:0 durch Zoller nach einem zu kurz geratenen Kopfball von Aranguiz in Richtung Leno besiegelte den verdienten Kölner Sieg.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Osako (9.), 2:0 Zoller (69.)
Rote Karte: Alario (33./Leverkusen)

  • 4. Platzverweis für Bayer in dieser BL-Saison - Höchstwert mit Wolfsburg und Leipzig.
  • 2 Leverkusener Torschüsse in Halbzeit eins sind Tiefstwert in dieser Saison unter Herrlich.
  • Claudio Pizarro stellte einen neuen BL-Rekord auf: Der Peruaner wurde zum 124. Mal eingewechselt, das ist neuer Höchstwert (vor Mehmet Scholl, 123).
  • Erstmals seit dem 3. Spieltag steht der 1. FC Köln nicht mehr auf Tabellenplatz 18.

Der Star des Spiels: Leonardo Bittencourt

48 Prozent der Kölner Angriffe gingen über seine linke Seite. Setzte sich immer wieder stark gegen Jedvaj oder Tah durch. Gewann als Offensivspieler 87,5 Prozent (!) seiner Zweikämpfe in Halbzeit eins. Bereitete zudem das 1:0 vor.

Der Flop des Spiels: Lucas Alario

Ließ sich nach gut einer halben Stunde zu einer Tätlichkeit hinreißen und schwächte seine Mannschaft. Der Argentinier holte abseits des Balles zum Ellenbogencheck gegen Maroh aus. Der Aktion war ein körperbetonter Positionskampf vorausgegangen. Bis dahin hing er in der Luft, gewann nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe und sammelte lediglich 14 Ballaktionen.

Der Schiedsrichter: Harm Osmers

Behielt in einer schwierigen, weil sehr hitzigen Partie, die Ruhe. Zeigte Höger nach gerade einmal drei Minuten die Gelbe Karte für dessen taktisches Foul. Zog diese eher strenge Linie bis auf wenige Ausnahmen durch und sollte damit Recht behalten. Auch die Rote Karte gegen Alario in der 33. Minute nach Sichtung des Videomaterials war korrekt. Heintz in der 50. Minute nicht die Gelb-Rote Karte zu zeigen, als dieser Havertz kurz vor dem Sechzehner zu Fall brachte, war vertretbar, da kein klares taktisches Foul erkennbar war.

Die Reaktionen der Trainer

Stefan Ruthenbeck (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind nach dem frühen 1:0 gierig geblieben. Die Rote Karte hat uns dann in die Karten gespielt. Es ist absolut positiv, dass wir nicht mehr Letzter sind. Das ist ein Zeichen, dass wir noch am Leben sind, und berechtigt uns, weiter vom Wunder zu träumen."

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Der Sieg für Köln geht absolut in Ordnung. Den Grund dafür sehe ich in unseren ersten 20 Minuten. Ich weiß nicht, was da mit meiner Mannschaft los war. Für eine Mannschaft, die Ambitionen hat, oben mitzuspielen, war das viel zu wenig. Es ist schade, dass wir heute ausgerechnet im Derby so ein Spiel gezeigt haben."

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