Fussball

VfB Stuttgart ermauert sich gegen Frankfurt dritten Sieg in Folge

Von Christian Schmidt
Daniel Ginczek war entscheidend am Stuttgarter Führungstreffer beteiligt.

Am 24. Spieltag der Bundesliga setzt sich der VfB Stuttgart mit einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt weiter von der Abstiegszone ab. Frankfurt verpasst es, vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz zu springen.

Im unter Tayfun Korkut bewährten 4-4-2 lief Holger Badstuber erneut im defensiven Mittelfeld auf und präsentierte sich vor allem in der Anfangsphase als wichtigster Spieleröffner der Schwaben. Eintracht Frankfurt war derweil von Anfang an um frühe Balleroberungen bemüht, Haller, Rebic und der vorstoßende Wolf bildeten die vorderste Pressing-Linie der Hessen.

Über die Außenverteidiger Da Costa und Chandler gelangen der Eintracht die ersten gefährlichen Vorstöße, ehe Abraham mit einem Blackout die Stuttgarter Führung begünstigte. In der Folgezeit verteidigte der VfB aufmerksam, Ginczek und Gomez zogen sich bis zur Mittellinie zurück, von wo aus sie den Spielaufbau der Eintracht empfindlich störten. Die Eintracht hatte so kaum noch Raum für schnelle Gegenstöße, vor allem im Mittelfeld herrschte zu wenig Bewegung bei den Hessen.

Mit der Hereinnahme von Marco Fabian gab Trainer Niko Kovac nach der Halbzeitpause das Signal zur Aufholjagd. Über Ballverteiler Hasebe fand die Eintracht nun zwar wieder häufiger den Weg nach vorne, rund um den eigenen Strafraum herum präsentierte sich der VfB aber weiterhin deutlich entschlossener in den Zweikämpfen.

Die Schwaben agierten insgesamt weiterhin äußerst defensiv, auch bei aussichtsreichen Umschaltsituationen bekamen Gomez und Ginczek kaum Unterstützung aus dem Mittelfeld. Bis in die Schlussphase hinein fand Frankfurt keinen Weg durch das Abwehrbollwerk des VfB, der sich so den dritten Sieg in Folge sicherte.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Thommy (13.)

  • Timothy Chandler lief zum 100. Mal in einem Pflichtspiel für Frankfurt auf. Ante Rebic zum 50. Mal.
  • Erik Thommy erzielte sein erstes Bundesliga-Tor im 14. Spiel.
  • Frankfurt bewahrte nur einzige weiße Weste in den letzten 19 Ligasppielen.
  • Ascacibar sah zum neunten Mal Gelb in dieser Saison - Höchstwert mit Papadopoulos.
  • Erstmals seit April 2009 gewann der VfB drei Bundesliga-Spiele in Folge zu null.
  • Tayfun Korkut holte in vier Spielen so viele Punkte wie Hannes Wolf in seinen letzten 12. Mit drei Siegen und einem Remis ist Korkut weiterhin ungeschlagen gegen Frankfurt.
  • Nur gegen Schalke glückten dem VfB genauso viele Siege wie gegen Frankfurt (42).

Der Star des Spiels: Daniel Ginczek

Auch wenn dem Stürmer nicht alles gelang, war er dennoch auffälligster Akteur in der VfB-Offensive. Gab die meisten Torschüsse aller Akteure ab (7), ging keinem Zweikampf aus dem Weg und war darüber hinaus auch entscheidender Wegbereiter des Führungstreffers.

Der Flop des Spiels: Marius Wolf

Stand auf der ungewohnten Halbposition meist auf verlorenem Posten gegen die aufmerksame VfB-Defensive und war kaum ins Spiel der Eintracht eingebunden. Brachte darüber hinaus auch nur 70 Prozent seiner Zuspiele an den eigenen Mann.

Die Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus

Sah sich in ihrem sechsten Bundesligaspiel zunächst vor wenige echte Herausforderungen gestellt, auch bei den wenigen strittigen Abstoß-Entscheidungen behielt sie den Überblick. In der hitzigen Schlussphase nicht immer auf der Höhe, als sie Falettes rotwürdiges Nachtreten gegen Gentner übersah.

Die Reaktionen der Trainer

Tayfun Korkut (Trainer VfB Stuttgart): "Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Es war der erwartet starke Gegner. Wir haben sehr gut verteidigt und deshalb verdient gewonnen. Die drei Punkte tun gut. Wir werden weiter arbeiten. Es läuft nichts von selber. Wir dürfen keine Zufriedenheit ausstrahlen und müssen unser Ziel immer vor Augen haben."

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das Niveau war gar nicht gut - und wir waren noch schlechter. Wenn man solch eine Leistung abliefert, kann man keine Punkte holen. Deshalb sind wir sehr enttäuscht. Die Art und Weise, wie wir das Spiel geführt haben, ärgert mich maßlos. Wir müssen daran arbeiten, dass wir nach guten Spielen auch mal nachlegen."

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