Fussball

Doppelpack Batshuayi bei Stögers Rückkehr! Dortmund kämpft den Effzeh nieder

Michy Batshuayi erzielte nach 35 Minuten das 1:0 für den BVB.

Borussia Dortmund hat zum Auftakt des 21. Bundesliga-Spieltags beim 1. FC Köln mit 3:2 (1:0) gewonnen. Damit springt der BVB, auch dank eines Doppelpacks von Neuzugang Michy Batshuayi, vorerst wieder auf einen Champions-League-Platz.

Gegen seinen Ex-Klub setzte BVB-Trainer Peter Stöger von Beginn an auf Neuzugang Michy Batshuayi, Manuel Akanji blieb nur die Bank. Dahoud und Schürrle spielten für Götze (Rückenprobleme) und Sancho, Weigl rückte ebenfalls ins Team. Ruthenbeck tauschte nur einmal aus, Guirassy kam für Osako.

Köln präsentierte sich vor eigenem Publikum in einem strengen 4-4-2, das gerade in der Defensive konsequent gehalten wurde, Dortmund wollte den Ball vor allem über die Flügel flach zu Batshuayi bringen. Jojic vergab die größte Chance der Hausherren frei vom Elfmeterpunkt, im Gegenzug traf Kagawa nur die Latte.

In der Folge blieben gefährliche Szenen in einem insgesamt munteren Spiel Mangelware. Die Teams eröffneten sich durch Fehler Raum für Konter, die aber nicht gut zu Ende gespielt wurden. Als der Effzeh dann hinten einmal ungeordnet stand, entwischte Toljan seinem Gegenspieler und legte Batshuayis Führungstor auf. Ein zweites Tor des Belgiers kurz vor der Pause wurde wegen Abseits durch den Video-Assistenten zurückgenommen.

Für die zweite Hälfte brachte Ruthenbeck Zoller ins Spiel, Köln wurde schließlich offensiver. Guirassy zielte knapp über den Kasten, dann kassierte der BVB nach schlecht ausgespieltem Konter den Ausgleich: Bürki klatschte einen Versuch von Heintz ab, Zoller musste nur den Kopf hinhalten. Nur zwei Minuten später knipste wieder Batshuayi.

Jetzt war es ein klasse Spiel, beide Teams drückten auf das nächste Tor. Das gehörte dann Mere, der eine Ecke mit dem Hinterkopf im Kasten unterbrachte. Köln wollte alles - und lief in einen Konter, den Schürrle abschloss. Die Schlussphase war dramatisch, weil Köln alles nach vorn warf. Der BVB hielt den Sieg jedoch fest.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Batshuayi (35.), 1:1 Zoller (60.), 1:2 Batshuayi (62.), 2:2 Mere (69.), 2:3 Schürrle (84.)

  • Batshuayi ist der 1. Bundesliga-Spieler seit Pierre-Emerick Aubameyang im August 2013, der bei seinem Debüt mehrfach trifft (Aubameyang damals mit einem Dreierpack beim 4:0 in Augsburg).
  • Andre Schürrle traf erstmals seit dem 6:2 gegen Leverkusen am 4. März 2017 - vor fast 11 Monaten - wieder in der Bundesliga. Im 22. BL-Spiel für den BVB ist es sein 3. Treffer.
  • Dortmund hat nun 7 Kopfball-Gegentore in dieser Saison hinnehmen müssen - nur Mainz (8) kassierte mehr.
  • Meres Ausgleich war das 1500. Bundesliga-Gegentor des BVB in der Fremde.

Der Star des Spiels: Michy Batshuayi

Der Neuzugang von Chelsea schlug gleich voll ein. Beim 1:0 setzte er sich gut vom Gegner ab, sein 2:1 leitete er mit einem gewonnenen Zweikampf selbst ein und legte Schürrle das Siegtor auf. Auch sonst immer gefährlich, wenn auch in der ersten Halbzeit mit einigen Leerlaufphasen. Könnte der perfekte Knipser für das Dortmunder Spiel werden.

Der Flop des Spiels: Salih Özcan

Konnte das Spiel der Kölner aus dem defensiven Mittelfeld nicht lenken, blieb bis zur Schlussphase quasi unsichtbar. Gewann zudem nur ein Drittel seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Benjamin Brand

Der 28 Jahre alte Betriebswirt ließ in der ersten Halbzeit seine Gelbe Karte lange stecken, hatte das Spiel trotz seiner langen Leine aber unter Kontrolle. Vertretbare Entscheidung, in der ersten Halbzeit nicht auf den Punkt zu zeigen, als Dahoud zu Boden ging. Beim vermeintlichen 2:0 von Batshuayi half ihm der Video-Referee. Auch bei Teroddes Zweikampf mit Piszczek kurz vor Schluss muss man keinen Elfmeter geben.

Die Reaktionen der Trainer

Stefan Ruthenbeck (Trainer Köln): "Wir haben die Tore zu einfach bekommen. Wenn man gegen Dortmund zweimal zurückkommt, darf man das nicht mehr abgeben. Vielleicht waren wir nach dem 2:2 einen Tick zu euphorisch. Wir nehmen aber mit, dass wir mit Dortmund auf Augenhöhe waren. Dafür können wir uns aber nichts kaufen."

Peter Stöger (Trainer BVB): "Das war ein wichtiges Spiel. Wäre das Spiel schlecht für uns ausgegangen, wäre die Diskussion noch intensiver geworden. So sind wir wieder in Regionen, die mit der Champions League zu tun haben. Wir haben einen richtig guten Stürmer verloren und einen richtig guten bekommen."

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