Fussball

BVB verpasst ohne Aubameyang Sprung auf Platz zwei - 0:0 gegen VfL Wolfsburg

Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg

Borussia Dortmund hat den Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasst. Der BVB kam zum Abschluss des 18. Spieltags der Bundesliga nur zu einem 0:0 im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Kurz vor der Partie hatte der Klub bekannt gegeben, dass Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen worden war.

Sehr zähe, ausgeglichene Angelegenheit im ersten Abschnitt: Dortmund mit mehr Ballbesitz, Torabschlüssen und gewonnenen Zweikämpfen, aber keiner spielerischen Dominanz. Dem BVB fehlte es meistens an Tempo, vor allem im Passspiel. Wolfsburg stellte defensiv im Verbund aber auch gut zu und gestattete kaum Räume.

Nach vorne wurde der VfL meist über die rechte Seite und den umtriebigen Brekalo gefährlich. Doch auch über den linken Flügel schafften es die Gäste ins letzte Drittel, da Yarmolenko und Sancho ihre Hintermänner im defensiven Umschaltspiel nur unzureichend unterstützten. So sprang auf beiden Seiten je eine gute Gelegenheit heraus (Isak an den Pfosten, Didavi frei vor Bürki), aber auch wenig Struktur.

Der BVB nach der Pause zwingender und strukturierter in seinen Offensivbemühungen, weil schnellere Positionswechsel und mehr vertikales Spiel die Wolfsburger Formation öffneten. So schafften es die Hausherren, sich auch ein wenig in der Hälfte des VfL festzusetzen. Auf diese positive Reaktion der Schwarzgelben folgte jedoch eine der Niedersachsen: Wolfsburg wurde am Ball mutiger, spielte zielstrebiger in die Spitze und kam weiter über die Flügel gelegentlich in den Rücken der Dortmunder Abwehr.

Am Ende muss sich der BVB die schwache Chancenverwertung vorwerfen lassen. Dem Angriffsspiel fehlte es vor allem an Klarheit, einzig Götze schaffte es phasenweise, Struktur hinein zu bringen.

Die Daten zum Spiel

  • Beim BVB standen Sancho und Isak erstmals in einem Bundesligaspiel in der Startelf. Beide wurden zuvor jeweils zweimal eingewechselt.
  • Renato Steffen feierte sein Debüt in der Bundesliga. Der Schweizer ist damit der 6000. Spieler der Bundesliga.
  • Dortmund verlor nur eines der letzten elf Heim-Pflichtspiele gegen die Wölfe (6 Siege, 4 Remis): mit 2:3 im Dezember 2012 in der Bundesliga.
  • Der BVB verlor keine der letzten 14 Partien zum Rückrundenauftakt (8 Siege, 6 Remis).
  • Wolfsburg verlor nur zwei der 16 Pflichtspiele unter Martin Schmidt (4 Siege, 10 Remis), holte allerdings in der Bundesliga unter dem Schweizer nur 16 von 42 möglichen Punkten.
  • Der VfL ist seit 8 Auswärtspartien sieglos (4 Remis, 4 Niederlagen). Den letzten Dreier auf des Gegners Platz gab es am 2. Spieltag (1-0 in Frankfurt). Unter Martin Schmidt feierten die Niedersachsen demnach noch keinen Auswärtserfolg.

Der Star des Spiels: Roman Bürki

Bewies schon vor der Winterpause aufsteigende Form und knüpfte daran im neuen Jahr an. Sensationelle Parade beim Schuss von Didavi (37.), auch gegen Origi im zweiten Abschnitt zur Stelle. Zudem souverän in der Luft - eine tadellose Leistung.

Der Flop des Spiels: Andrej Yarmolenko

Wie so oft sehr bemüht in der Offensive, aber auch nicht zum ersten Mal extrem unglücklich in seinem Spiel. Blieb häufig hängen, leistete sich 14 Ballverluste und eine durchschnittliche Passquote. Muss die Großchance kurz nach der Pause zwingend im Tor unterbringen (48.). Auch bei seinen weiteren Abschlusssituationen zu harmlos.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler

Gewährte eine lange Leine, die die Spieler gut annahmen und nicht über das Ziel hinaus schossen. Zwar mit ein paar kleineren Fehlern in seiner Spielleitung, aber insgesamt mit guter Körpersprache und einer ordentlichen Leistung.

Die Reaktionen der Trainer

Peter Stöger (Trainer Borussia Dortmund): "Ich bin nicht ganz zufrieden. Wir haben die klareren Chancen gehabt, diese aber nicht verwertet. Aber wir haben es nicht geschafft, über 90 Minuten dem Druck hochzuhalten. Uns fehlte heute etwas die Kaltschnäuzigkeit und die Genauigkeit."

Martin Schmidt (Trainer VfL Wolfsburg): "Unter dem Strich war das ein etwas glückliches Ergebnis. Aber am Ende ist der Punkt gut für unser Selbstvertrauen."

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