Werner dreht Spiel gegen Hannover

Samstag, 04.11.2017 | 17:21 Uhr
RB Leipzig bleibt weiter ungeschlagen im heimischen Stadion
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RB Leipzig bleibt in dieser Saison zu Hause ungeschlagen. Die Roten Bullen gewannen ihr Heimspiel am 11. Spieltag der Bundesliga mit 2:1 (0:0) gegen Hannover 96. Der Siegtreffer fiel kurz vor Schluss.

Zum achten Mal im elften Saisonspiel ging Hannover mit einem 0:0 in die Pause. Das war nicht zwangsläufig, denn Leipzigs Werner vergab die beiden besten Torchancen im ersten Abschnitt. 96 allerdings mit einem sehr couragierten Auftritt in beide Spielfeldrichtungen, beim letzten Pass im Umschaltspiel fehlte es jedoch an der Genauigkeit.

Die Hausherren mit dem Mehr an Ballbesitz, der war aber recht eindimensional angelegt. RBL spielte zu sehr durch das Zentrum, die Außenspieler rückten teils unnötig früh ein. So ging die Breite im Spiel verloren, Leipzig schlug in Halbzeit eins nur eine Flanke aus dem Spiel. Hannovers Kompaktheit gegen den Ball verschluckte zudem viele Szenen bereits im Ansatz. Zur Pause kamen die Gäste auf fast 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe, Leipzig hatte in Upamecano gar nur einen Spieler mit positiver Zweikampfbilanz.

Nach der Pause und Hannovers Führungstor, bei dem diesmal die Präzision im Konter stimmte, wurde die Partie immer offener. Leipzig mangelte es nach den intensiven letzten Wochen zwar etwas an Frische, die Hausherren setzten aufgrund des Rückstands aber ein höheres Pressing an und gewannen zehn Prozent mehr Zweikämpfe als in Halbzeit eins.

Dies führte dazu, dass 96 immer tiefer in die eigene Hälfte gedrängt wurde und kaum noch Entlastung fand. Zwischen der 64. und 80. Minute schossen die Sachsen acht Mal auf Tschauners Gehäuse, in dieser Zeit fiel auch der dann verdiente Ausgleichstreffer. Ein Geniestreich von Demme, den Hannover bei der Vorbereitung des 2:1 nicht unter Druck setzte, sorgte letztlich für Leipzigs Dreier.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Jonathas (56.), 1:1 Poulsen (70.), 2:1 Werner (85.)

  • Leipzigs Startelf hatte ein Durchschnittsalter von nur 22 Jahren und 286 Tagen, mit so einem jungen Team trat RB noch nie in der Bundesliga an. Ligaweit hatte zuletzt Greuther Fürth am 18. Mai 2013 in Augsburg ein so junges Team (22 Jahre und 193 Tage).
  • Jonathas sammelt seinen 6. Scorer-Punkt im 6. Spiel (3 Tore, 3 Assists). In Leipzig traf er nun erstmals auswärts.
  • Hannover traf im 8. BL-Auswärtsspiel in Folge, das gab es für die Niedersachsen zuletzt in der Saison 2008/09 (damals zehn Auswärtsspiele).
  • Leipzig blieb nur in einem der letzten neun Pflichtspiele zu Hause ohne Gegentor (1:0 gegen Stuttgart am 21. Oktober).
  • 40. BL-Tor für Timo Werner - nur drei Spieler waren beim Erreichen dieser Toranzahl in der BL jünger als er (21 Jahre, 7 Monate, 29 Tage): Dieter Müller, Klaus Fischer und Gerd Müller.

Der Star des Spiels: Timo Werner

Über 90 Minuten gesehen Leipzigs gefährlichster Offensivspieler. Erzielte ein Abseitstor, traf die Latte, bereitete den Ausgleich präzise vor und netzte schließlich zum Sieg ein.

Der Flop des Spiels: Bruma

Diesmal überhaupt kein Faktor in der Offensive. Konnte nie sein Tempo ins Spiel bringen, blieb häufig im Dribbling hängen und sammelte einige unnötige Ballverluste. Wies Leipzigs schwächste Passquote auf.

Der Schiedsrichter: Martin Petersen

Hatte bei seinem zweiten Spiel in der Bundesliga alles im Griff und kein schwieriges Spiel zu leiten. Richtige Entscheidung in Minute 23, als er nach Sabitzers Schuss den Treffer von Werner wegen Abseits nicht anerkannte.

Die Reaktionen der Trainer

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Wir haben einige Spieler zunächst geschont, weil wir wussten, dass es ein zähes Spiel wird. Ich habe gehofft, dass Emil Forsberg und Naby Keita nach ihrer Einwechselung alles geben. Ich muss meiner jungen Innenverteidigung ein Kompliment machen. Außer bei dem Gegentor haben die beiden alles richtig gemacht."

Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96): "Wir waren hier heute ganz nah dran, etwas mitzunehmen. Deshalb ein Kompliment an die Mannschaft. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr variabel, haben wenig zugelassen und sind nach der Pause vielleicht verdient in Führung gegangen. Im Anschluss wurde der Druck von RB aber durch die Einwechselung von so großer individueller Klasse immer größer."

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