Fussball

Köln kassiert trotz Führung nächste Pleite

Bayer 04 Leverkusen gewann am 10. Spieltag gegen den 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat nach dem Pokalsieg gegen Hertha BSC einen erneuten Nackenschlag einstecken müssen. Im Rheinderby gegen Bayer Leverkusen verlor die Elf von Trainer Peter Stöger am 10. Spieltag trotz Führung mit 1:2 (1:0).

Heiko Herrlich schickte dieselbe Elf auf den Rasen, die in der zweiten Hälfte beim 5:1 gegen Borussia Mönchengladbach zuletzt so aufgedreht hatte. Einzige Änderung: Für den verletzten Lars Bender rückte Julian Baumgartlinger in die Startformation. Anders als gegen die Fohlen wirkte die Werkself jedoch antriebs- und ideenlos.

Zwar dominierte Bayer die Partie (71 Prozent Ballbesitz, 87 Prozent Passgenauigkeit), fand gegen die tief stehenden Kölner jedoch kaum ein Durchkommen. Der FC agierte extrem konzentriert in der Defensive und gewann im ersten Durchgang über 60 Prozent der Zweikämpfe. Spielerisch konnte Köln bei weitem nicht mit dem Leverkusener Standard mithalten.

Der Führungstreffer der Gäste (23.) kam dementsprechend aus dem Nichts. Sehrou Guirassy traf nach einem langen Einwurf von der rechten Seite mit dem ersten Kölner Torschuss.

Bitter für Köln: Dominic Maroh knickte nach einem Luftzweikampf um und musste in der Halbzeit verletzungsbedingt raus. Mit ihm verlor der FC an Stabilität. Leverkusen münzte seine Überlegenheit in der Folge auch in Tormöglichkeiten um und verdiente sich den Sieg, während Köln dem hochintensiven Spiel gegen den Ball Tribut zollen musste.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Guirassy (23.), 1:1 Bailey (53.), 2:1 Bender (73.)

Der Star des Spiels: Leon Bailey

Knüpfte nahtlos an seine gute Leistungen der vergangenen Wochen an. War an insgesamt sechs Torschüssen der Leverkusener beteiligt. Führte zudem die meisten Zweikämpfe der Hausherren (17) und gewann mehr als die Hälfte davon.

Der Flop des Spiels: Yuya Osako

Ging in der defensiven Spielweise der Kölner unter. Sollte in der Offensive Nadelstiche setzen, blieb jedoch blass (24 Ballaktionen bis zu seiner Auswechslung in der 64. Minute).

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe

Tadellose Partie des Berliners. Bewies bei der Schwalbe von Wendell (59.) Fingerspitzengefühl und zückte Gelb für den Linksverteidiger, statt auf den Punkt zu zeigen. Auch das 3:1 durch Volland aufgrund des Handspiels von Bailey nicht zu geben, entschied Gräfe in Verbund mit dem Video-Assistenten richtig.

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